01.08.1942

Belegstärke beim Morgenappell (KL Auschwitz-Birkenau Männerlager)
21 421 männliche "Häftlinge" (darunter 153 russische Kriegsgefangene)

Todesfälle
129 "Häftlinge" kommen infolge von der Flecktyphusepidemie, Hunger, schwerer Arbeit, Krankheiten und Mißhandlungen im KL Auschwitz-Birkenau ums Leben

SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt
Der Chef der Amtsgruppe B im WVHA, SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS, Lörner, Georg (Nikolaus) erklärt in einem an das Amt D IV, die KL-Verwaltung, gerichteten Erlaß (Nr. BI 320-1/Ha/E), daß er damit einverstanden sei, daß die Exekutionskommandos am Tag der Hinrichtungen zusätzliche Verpflegung von 100 g Fleisch, einem fünftel Liter Schnaps und fünf Zigaretten pro Person erhalten.

Kommandantur
Höß setzt den Kommandanturstab von einer Anordnung der vorgesetzten SS-Behörden vom 15. Juli 1942 in Kenntnis, nach der es verboten ist, Hinrichtungen zu fotografieren

Leichenhalle
In die Leichenhalle des Stammlagers werden die Leichen von 60 männlichen und von fünf weiblichen Häftlingen* eingeliefert

Transport
Am 01.08.1942 treffen mit einem
Transport 540 Männer und Jungen sowie 467 Frauen und Mädchen Frauen und Mädchen aus dem Polizeilichen Durchgangslager Westerbork (Durchgangslager für Juden, Zigeuner und Resistenzkämpfer) im KL Auschwitz ein. Nach der Selektion werden 490 Männer, die die Nummern 54588 - 55077 erhalten, sowie 317 Frauen, die mit den Nummern 13834 - 14150 gekennzeichnet werden, als Häftlinge in das Lager eingewiesen. Die übrigen 200 Deportierten werden der Sonderbehandlung zugeführt. Soweit bekannt hat keiner der auf diesem Transport Deportierten den Krieg überlebt.

02.08.1942

Todesfälle
112 "Häftlinge" kommen infolge von der Flecktyphusepidemie, Hunger, schwerer Arbeit, Krankheiten und Mißhandlungen im KL Auschwitz-Birkenau ums Leben

Leichenhalle
Im Leichenhallenbuch wird die Leiche einer Frau (ohne Nummer) aus dem FKL vermerkt sowie die Leiche eines Zivilarbeiters.

Überstellung
Im Zusammenhang mit der Entscheidung, Häftlinge des KL Auschwitz im Zementwerk in
Golleschau, der Golleschauer Portland-Zement AG einzusetzen, werden mit einem Transport 100 männliche "Häftlinge" vom KL Auschwitz ins Nebenlager Golleschau überstellt

Transport
Am 02.08.1942 treffen mit einem
Transport 5 weibliche "Häftlinge" aus Prag im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 5 weibliche "Häftlinge" die Häftlingsnummern 14151 - 14155

Transport
Am 02.08.1942 erreicht der
Transport 13 (Zug 901-8) mit 1049 Personen das KL Auschwitz. Der Zug hat die Bahnstation Pithiviers am 31.07.1942 um 6:15 Uhr verlassen. Die Menschen waren zuvor im Durchgangslager für internierte jüdische Franzosen und ausländische Flüchtlinge Pithiviers inhaftiert. Bei ihrer Ankunft in Auschwitz erhalten 693 männliche Personen die Häftlingsnummer 55083 - 55775, 359 weibliche Personen erhalten die Häftlingsnummer 14156 - 14514. Laut dem Historiker Serge Klarsfeld gab es 1945 16 Überlebende dieses Transports, darunter nur eine Frau.

03.08.1942

Todesfälle
142 "Häftlinge" kommen infolge von der Flecktyphusepidemie, Hunger, schwerer Arbeit, Krankheiten und Mißhandlungen im KL Auschwitz-Birkenau ums Leben

Kommandantur
In einem Fernschreiben wird die Kommandantur des KL Auschwitz benachrichtigt, daß um 6:15 Uhr ein
Transport mit 1034 Juden von Pithiviers in Richtung Auschwitz abgefahren sei.

Block 28
Der SS-Lagerarzt führt unter den Häftlingen im
Häftlingskrankenbau eine Selektion durch, in deren Verlauf er 193 an Flecktyphus erkrankte und rekonvaleszente Häftlinge aussucht. (In das Buch des Krankenbaus von Block 28 wird bei den 193 Namen der kranken Häftlinge «verlegt Birkenau» eingetragen. Im Stärkebuch sind die Namen dieser Häftlinge dagegen im Verzeichnis der Verstorbenen aufgeführt, wobei die Eintragungen auf drei aufeinanderfolgende Tage verteilt werden. 30 dieser Häftlinge werden am 10., 100 am 11. und 63 am 12. August verzeichnet.) Anschließend werden diese Häftlinge nach Birkenau gebracht und in den Gaskammern getötet.

Transport
Am 03.08.1942 treffen mit einem
Transport 48 "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD aus Krakau. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 55776 - 55823

Transport
Am 03.08.1942 treffen mit einem
Transport 2 "Häftlinge" aus Kattowitz im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 55824 u. 55825

04.08.1942

Kommandantur
Kommandanturbefehl Nr. 13/42

Todesfälle
138 "Häftlinge" kommen infolge von der Flecktyphusepidemie, Hunger, schwerer Arbeit, Krankheiten und Mißhandlungen im KL Auschwitz-Birkenau ums Leben

Flucht
dem am 12.04.1905 in Lublin geborenen Slowik Zygmunt Häftlingsnummer 52346 gelingt die Flucht aus dem Kommando Landwirtschaft. Slowik war am 25.07.1942 ins KL Auschwitz eingewiesen worden

Transport
Am 04.08.1942 treffen mit einem
Transport 43 "Häftlinge" aus dem KL Flossenbürg im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 43 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 55865 - 55909

Transport
Am 04.08.1942 treffen mit einem
Transport 520 Männer und Jungen sowie 493 Frauen und Mädchen aus dem Polizeilichen Judendurchgangslager Westerbork im KL Auschwitz ein. Nach der Selektion werden 429 Männer und 268 Frauen als Häftlinge in das Lager eingewiesen. Die Männer werden mit den Nummern 55916 - 56344 gekennzeichnet. Die übernommenen Frauen erhalten die Nummern 14515 - 14782. Die übrigen 316 Deportierten werden der Sonderbehandlung zugeführt.

05.08.1942

Todesfälle
125 "Häftlinge" kommen infolge von der Flecktyphusepidemie, Hunger, schwerer Arbeit, Krankheiten und Mißhandlungen im KL Auschwitz-Birkenau ums Leben

Kommandantur
Im Zusammenhang mit der Entscheidung der Kommandantur des KL Auschwitz, das Frauenkonzentrationslager aus dem Stammlager nach Birkenau zu verlegen, wo auf dem Bauabschnitt BIa bereits mehrere Dutzend Baracken aufgestellt worden sind, wird damit begonnen, die Jüdinnen aus den neu ankommenden Transporten des RSHA dort unterzubringen. Anfangs führt dies zu einem Durcheinander bei der Ausgabe der Nummern an die weiblichen Häftlinge, da ein Teil der Transporte noch im Stammlager, ein anderer Teil jedoch bereits in Birkenau gekennzeichnet wird. Infolgedessen erhalten die weiblichen Häftlinge erst mit Verzögerung aufeinanderfolgende Nummern.

Kommandantur
Nach der Verlegung der Frauenabteilung KL Ravensbrück nach Auschwitz-Birkenau am 05. August 1942 wird die Ortsbezeichnung Auschwitz-Ost durch den Namen Birkenau ersetzt

Kommandantur
In einem Fernschreiben wird die Kommandantur des KL Auschwitz benachrichtigt, daß um 5:25 Uhr ein
Transport mit 1014 Juden Beaune-la-Rolande in Richtung Auschwitz verlassen hat.

"auf der Flucht erschossen"
der am 15.03.1906 in Budapest geborene Tempel Samuel Häftlingsnummer 41409 wird auf der "Flucht erschossen"

Transport
Am 05.08.1942 treffen mit einem
Transport 5 "Häftlinge" aus Prag im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 5 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 55910 - 55914

Transport
Am 05.08.1942 trifft mit einem
Transport 1 "Häftling" aus Kattowitz im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhält der Übernommene "Häftling" die Häftlingsnummer 55915

Transport
Am 05.08.1942 treffen mit einem
Transport aus Lublin 66 "Häftlinge" aus Lublin im KL Auschwitz ein. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD aus Lublin. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 56345 - 56410

Transport
Am 05.08.1942 erreicht der
Transport Nu 14 (Zug 901-8) mit 52 jüdischen Männern und 982 jüdischen Frauen unter ihnen 108 Kinder das KL Auschwitz. Der Transport hat Pithiviers am 03.08.1942 verlassen. Die Menschen waren zuvor im Durchgangslager für internierte jüdische Franzosen und ausländische Flüchtlinge Pithiviers inhaftiert. Nach der Selektion werden 22 Männer, die die Nummern 56411 bis 56432 erhalten, sowie 542 Frauen, die die Nummern 15102 - 15267 u. 15269 - 15644 erhalten ins Lager Auschwitz übernommen. 470 Personen aus diesem Transport wurden der Sonderbehandlung (vergast) zugeführt. 3 Männliche Personen und 3 weibliche Person aus diesem Transport haben den Krieg überlebt.

Transport
Am 05.08.1942 erreicht der erste
Transport des RSHA mit 570 Männer und Jungen sowie 428 Frauen und Mädchen aus dem Durchgangslager für Juden und unerwünschte Elemente Mechelen/Malines (St. Georges Kaserne) kommend das KL Auschwitz Nach der Selektion in Auschwitz werden 426 Männer, die die Nummern 56433 - 56858 erhalten, sowie 318 Frauen, die die Nummern 14784 - 15101 erhalten, als Häftlinge in das Lager eingewiesen. Die anderen wurden der Sonderbehandlung zugeführt.

06.08.1942

Todesfälle
126 männliche "Häftlinge" kommen infolge von der Flecktyphusepidemie, Hunger, schwerer Arbeit, Krankheiten und Mißhandlungen im KL Auschwitz ums Leben

WVHA
Rundschreiben des WVHA an die Kommandanten aller Konzentrationslager:
„Betrifft: Verwertung der abgeschnittenen Haare“. Menschenhaar, hieß es darin, sei ein wichtiger Rohstoff, zu Garn versponnen würden daraus Füßlinge für U-Bootbesatzungen und Eisenbahner. Versuchsweise solle auch das Haar männlicher Häftlinge genutzt werden, wenn es denn mindestens zwei Zentimeter lang sei. Und weil der Schreiber dieser Zeilen außerordentlich gründlich war, fiel ihm noch etwas ein. Lange Haare könnten ja auf der Flucht das Untertauchen erleichtern. Deshalb solle „eine Kennzeichnung der Häftlinge in der Weise erfolgen, dass mit einer schmalen Haarschneidemaschine mitten über den Kopf eine Haarbahn geschnitten wird.“ Das Wort „schmal“ ist gesperrt geschrieben, um seine Bedeutung zu unterstreichen. Gleichzeitig werden die Kommandanten der KL angewiesen, «die Mengen der monatlich gesammelten Haare, getrennt nach Frauen- und Männerhaaren, jeweils zum 5. eines jeden Monats» zu melden.
Gezeichnet 6. August 1942
Glücks Richard
SS-Obergruppenführer u. Generalleutnant der Waffen-SS

Verlegung
die weiblichen Häftlinge aus dem Stammlager werden nach Birkenau zu verlegen. Nach dem Morgenappell werden die in Arbeitskolonnen angetretenen Frauen in das Lager BI a in Birkenau geführt.

Flucht
der am 15.10.1914 in Swinary geborenen Gawel Teresa gelingt In den Morgenstunden die Flucht aus dem Lager. Sie ist am 30. Juli 1942 von der Sipo und dem SD aus Radom in das KL Auschwitz eingeliefert worden.

"auf der Flucht erschossen"
der am 17.07.1890 in Kosocice geborene Majchert Franciszek Häftlingsnummer 51468 wird «auf der Flucht» erschossen. Majchert war am 24.07.1942 ins KL Auschwitz eingeliefert worden.

Transport
Am 06.08.1942 treffen mit einem
Transport aus Kattowitz 20 "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der übernahme ins Lager erhalten die übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 56859 - 56878

07.08.1942

Kommandantur
Kommandanturbefehl Nr. 14/42

Kommandantur
In einem Fernschreiben wird die Kommandantur des KL Auschwitz benachrichtigt, daß um 6:45 Uhr ein
Transport mit 1069 Personen das Durchgangslager (Camp de transit de Pithiviers) in Richtung Auschwitz verlassen hat

Todesfälle
148 "Häftlinge" kommen infolge von der Flecktyphusepidemie, Hunger, schwerer Arbeit, Krankheiten und Mißhandlungen im KL Auschwitz-Birkenau ums Leben.

Suizid
der am 08.11.1897 in Warschau geborene Lyszkiewicz Majer Häftlingsnummer 40987 "nimmt sich das Leben" (Auschwitz I)

Massenhinrichtung
Am 07.08.1942 findet im Hof des
Blocks 11 eine Massenerschießung statt. Es werden 20 polnische politische Häftlinge erschossen.

Transport
Am 07.08.1942 treffen mit dem
Transport Nu 15 1014 Personen aus Beaune-la-Rolande im KL Auschwitz ein. Die Menschen waren im Internierungslager und Durchgangslager für Juden Beaune-la-Rolande (Camp de transit) inhaftiert. Bei ihrer Ankunft in Auschwitz am 7. August wurden 214 Männer zur Sklavenarbeit selektiert und mit den Nummern 57103-57316 tätowiert; 96 Frauen wurden ebenfalls zur Sklavenarbeit selektiert und erhielten die Nummern 15711-15806. 704 Personen aus diesem Transport wurden der Sonderbehandlung (vergast) zugeführt. 5 Männliche Personen und 1 weibliche Person aus diesem Transport haben den Krieg überlebt. Kommandantur
In einem Fernschreiben wird die Kommandantur des KL Auschwitz benachrichtigt, daß um 6:45 Uhr ein
Transport mit 1069 Personen das Durchgangslager (Camp de transit de Pithiviers) in Richtung Auschwitz verlassen hat

08.08.1942

Lager-Standesamt
Das Standesamt des KL Auschwitz stellt auf Anforderung der Familie Gruschka eine Sterbeurkunde für den bei der ersten Massenerschießung (
22.11.1940) erschoßenen Gruschka Bruno Felix aus. (Auszug aus der Sterbeurkunde: Bruno Felix Gruschka, Katholik, am 22. November 1940 um 12 Uhr in Auschwitz, in der Kasernenstraße, gestorben. Der Verstorbene ist am 18. Mai 1908 in Laurahütte geboren. Die Sterbeurkunde wird von SS-Oberscharführer Quakernack unterschrieben.)
Baumaßnahmen
Der Schornstein von Krema I ist fertiggestellt. Das Krema I läuft sofort auf Höchstleistung, somit konnten die Kapazitäten der drei Doppelmuffelöfen voll ausgeschöpft werden. Die 3 Öfen können täglich 200-250 Leichen bewältigen.

Block 20 (Selektion)
im Häftlingskrankenbau (Block 20) führt am
08.08.1942 ein SS-Lagerarzt eine Selektion durch. Er sucht 41 Häftlinge aus, die nach seiner Meinung keine schnelle Gesundung erwarten lassen (sie standen unter Verdacht, an Flecktyphus erkrankt zu sein), diese werden am selben Tag durch Phenolspritzen getötet.

Transport
Am 08.08.1942 treffen mit einem
Transport 63 "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD aus dem Distrikt Krakau. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 57317 - 57379

Transport
Am 08.08.1942 treffen mit einem
Transport 25 "Häftlinge" aus Kattowitz im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 57380 - 57404

Transport
Am 08.08.1942 treffen mit einem
Transport 5 weibliche "Häftlinge" aus Kattowitz im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 15807 - 15811

Transport
Am 08.08.1942 trifft ein
Transport mit 987 Männern, Frauen und Kindern aus dem Lager Westerbork in Auschwitz-Birkenau ein. Nach der Selektion werden 315 Männer mit den Nummern 57405-57719 und 149 Frauen mit den Nummern 15812-15960 ins Lager übernommen. 523 Menschen sterben in der Gaskammer des Weißen Hauses in Auschwitz-Birkenau
Unter den deportierten ist auch die am 12.10.1891 in Breslau geborene und am 01.01.1922 zum Katholischen Glauben übergetretene Jüdin Edith Stein (Schwester Teresia Benedicta) und ihre Schwester Rosa. Teresia Benedicta vom Kreuz Stein wurde beim Deutschlandbesuch von Papst Johannes Paul II. am 01.05.1987 in Köln selig gesprochen, und am 11.10.1998 erfolgte in Rom durch ihn die Heiligsprechung.
Die holländischen Behörden denen die Transportlisten nach dem Krieg in die Hände fielen, erklärten alle Insassen der Transportliste Nummer 34, im Jahre 1950 für Tod, da keine weiteren Spuren mehr über ihren Verbleib gefunden wurden. Als Todestag für alle, wurde der 09.08.1942, behördlich festgesetzt

09.08.1942

Flucht
die am 09.12.1918 in Rankwitz geborenen Wiese Frieda wird verhaftet und erneut in das Lager eingewiesen. Die Fahndung wird aufgehoben. Sie war am
06.08.1942 aus dem NL Budy geflohen

Transport
Am 09.08.1942 erreicht der
Transport Nu 16 mit 1069 Personen (871 Frauen und 198 Männer) aus Pithiviers (Durchgangslager für internierte jüdische Franzosen und ausländische Flüchtlinge Pithiviers) das KL Auschwitz. Nach der Selektion werden 63 Männer, die die Nummern 57720 - 57782 erhalten, sowie 211 Frauen, die die Nummern 15961 - 16171 erhalten, in das Lager eingewiesen. 794 Personen aus diesem Transport wurden der Sonderbehandlung (vergast) zugeführt. 5 Männliche Personen und 2 weibliche Personen aus diesem Transport haben den Krieg überlebt.

10.08.1942

Kommandantur
In einem Fernschreiben wird die Kommandantur des KL Auschwitz benachrichtigt, daß um 8:55 Uhr ein
Transport mit 1000 Juden Le-Bourget-Drancy in Richtung Auschwitz verlassen hat.

Verlegung
Die Verlegung des Frauenlagers aus dem Stammlager in den Bauabschnitt BIa in Birkenau wird abgeschlossen.

Block 20 (Selektion)
im Häftlingskrankenbau (
Block 20) führt am 10.08.1942 ein SS-Lagerarzt eine Selektion durch. Er sucht 75 Häftlinge aus, die nach seiner Meinung keine schnelle Gesundung erwarten lassen, diese werden am selben Tag durch Phenolspritzen getötet.

Transport
Am 10.08.1942 treffen mit einem
Transport 451 Personen (333 Frauen u. 118 Männer) aus dem jugoslawischen Celje in Slowenien im KL Auschwitz ein. Nach der Selektion werden 118 Männer mit den Häftlingsnummern 57793 - 57910 u. 333 Frauen mit den Häftlingsnummern 16173 - 16505 ins Lager übernommen.

Transport
Am 10.08.1942 treffen mit einem
Transport 31 "Häftlinge" (10 Männer u. 21 Frau) aus Kattowitz im KL Auschwitz ein. Nach der Selektion werden 10 Männer mit den Häftlingsnummern 57783 - 57792 u. 1 Frau mit der Häftlingsnummer 16172 ins Lager übernommen.
Nachträgliche Registrierung
20 weibliche Häftlinge die bereits am 10.08.1942 mit einem
Transport aus Kattowitz eingeliefert wurden, erhalten am 16.09.1942 die Häftlingsnummern 19749 - 19768. Wahrscheinlich sind diese Frauen bis zum Tage ihrer Registrierung in den Bunkern von Block 11 gefangengehalten worden, wo sie auf die Entscheidung der Gestapo über ihr weiteres Schicksal gewartet haben.

11.08.1942

Kommandantur
Um Antagonismen zwischen den Häftlingen verschiedener Nationen auszulösen, gibt das Amt D I den Kommandanten der Konzentrationslager die Anweisung, Häftlinge zur Ausführung der Prügelstrafe heranzuziehen.

Block 20 (Selektion)
im Häftlingskrankenbau (
Block 20) führt am 11.08.1942 ein SS-Lagerarzt eine Selektion durch. Er sucht 79 Häftlinge aus, die nach seiner Meinung keine schnelle Gesundung erwarten lassen, diese werden am selben Tag durch Phenolspritzen getötet.

Erschießung
der am 07.02.1922 in Jaćmierz geborene Dąbrowski Zbigniew Häftlingsnummer 45 114 wird auf dem Hof von Block 11 erschossen. Dąbrowski war von der Sipo und dem SD für den Distrikt Krakau am 07.07.1942 in das KL Auschwitz eingewiesen worden.

Transport
Am 11.08.1942 trifft ein
Transport mit 559 Juden (288 Männer u. Jungen sowie 271 Frauen u. Mädchen) aus dem Lager Westerbork in Auschwitz-Birkenau ein. Nach der Selektion werden 164 Männer, die die Nummern 57911 - 58074 erhalten, sowie 131 Frauen, die die Nummern 16506 - 16636 erhalten, als Häftlinge in das Lager eingewiesen. Die übrigen 264 Menschen werden der Sonderbehandlung zugeführt.

12.08.1942

Kommandantur
Kommandantursonderbefehl

Desinfektion
Es wird damit begonnen, die nach der Verlegung der weiblichen Häftlinge in das Lager BIa in Birkenau leerstehenden Blöcke 1 bis 10 des Stammlagers zu desinfizieren. Bei der Desinfektion wird das
Zyklon B verwendet. Vor Beginn der Desinfektion wird ein Durchgang durch die Mauer gebrochen, die zuvor das Frauen- vom Männerlager getrennt hat

Block 20 (Selektion)
im Häftlingskrankenbau (
Block 20) führt am 12.08.1942 ein SS-Lagerarzt eine Selektion durch. Er sucht 50 Häftlinge aus, die nach seiner Meinung keine schnelle Gesundung erwarten lassen, diese werden am selben Tag durch Phenolspritzen getötet.

auf der Flucht erschossen
der am 31.01.1909 Budapest geborene Landesmann Gejza (Geza) Häftlingsnummer 44846 wird In der Nacht "
auf der Flucht erschossen"

Transport
Am 12.08.1942 treffen mit einem
Transport 11 "Häftlinge" aus Kattowitz im KL Auschwitz ein. Nach der Selektion werden 11 Personen mit den Häftlingsnummern 58075 - 58085 ins Lager übernommen.

Transport
Am 12.08.1942 treffen mit dem
Transport Nu. 17 (D901/12) 1006 Personen (525 Frauen u. 475 Männer, darunter mehr als 400 ältere Menschen. Fast alle wurden im Deutschen Reich geboren.) vom Internierungslager für Juden und unerwünschte Elemente Drancy (Bahnhof Bourget-Drancy, Abfahrt 10.08.1942) kommend im KL Auschwitz ein. Nach der Selektion werden 140 Männer, die die Nummern 58086 - 58225 erhalten, sowie 100 Frauen, die die Nummern 16637 - 16736 erhalten, als Häftlinge in das Lager eingewiesen. Die übrigen 766 Deportierten werden der Sonderbehandlung zugeführt.

13.08.1942

Zentralbauleitung
Ein erneuter Schornsteinschaden im Krematorium I macht der SS im KL Auschwitz bewusst, dass kaum Reserven bei den Krematorien zur Bewältigung der Leichenberge vorhanden sind. Ununterbrochen eintreffende Judentransporte und 1000e von Fleckfiebertoten veranlassen die Lagerleitung zu Krematorienplanung auf Reserve. Kurt Prüfer (
Firma Topf) wird auf den 18.08.1942 zur ZBL einbestellt. Der Grund des Schornsteinschadens ist: Auf Köhlers Plan, ebenso wie auf dem der Topf, der ihm als Vorlage diente, ist im oberen Teil des Schornsteins das Futter etwa drei Zentimeter von dem gemauerten Aussenmantel entfernt. Dennoch gossen die Maurer der Topf diesen Abstand mit Zement aus, was aufgrund der unterschiedlichen Wärmedehnung zwischen dem Schornsteinfutter und dem gemauerten Aussenmantel zu Schäden führte.

KGL Birkenau
Der Birkenwald am KGL Birkenau wird zum Sperrgebiet. Die laufende Neuaufnahme von Häftlingen, die die verstorbenen Häftlinge ersetzen, ist für die SS mit Bereicherung verbunden. Die mangelnde Ehrlichkeit, der Führung in Berlin die Seuchen endlich zu melden hat für die SS also durchaus ihren Zweck. Die Kosten für die Krematorien sind zwar hoch, aber verglichen mit den Massenenteignungen der Juden nur ein Bruchteil der enteigneten Werte. Es erscheint nicht klar, ob Hitler und der engste Führungskreis im Führerhauptquartier von den Seuchen in den Lagern etwas wussten oder nicht

Appell
60 polnische politische Häftlinge erhalten die Anweisung sich am nächsten Tag (14.08.1942) auf der Schreibstube zu melden. (Sie sollen erschossen werden)

Block 20 (Selektion)
im Häftlingskrankenbau (
Block 20) führt am 13.08.1942 ein SS-Lagerarzt eine Selektion durch. Er sucht 60 Häftlinge aus, die nach seiner Meinung keine schnelle Gesundung erwarten lassen, diese werden am selben Tag durch Phenolspritzen getötet.

auf der Flucht erschossen
der am 11.11.1906 in Warschau geborene Gurfinkiel Jekusil Häftlingsnummer 43071 wird "
auf der Flucht erschossen"

Transport
Am 13.08.1942 treffen mit einem
Transport 18 "Häftlinge" (15 Männer und 3 Frauen) aus Kattowitz im KL Auschwitz ein. Nach der Selektion werden 15 Männer mit den Häftlingsnummern 58516 - 58530 und 3 Frauen mit den Häftlingsnummern 16965 - 16967 ins Lager übernommen

Transport
Am 11.08.1942 erreicht ein
Transport mit 999 Personen (407 Männer u. 79 Jungen sowie 445 Frauen u. 68 Mädchen) aus dem Durchgangslager für Juden und unerwünschte Elemente Mechelen/Malines (St. Georges Kaserne) das KL Auschwitz. Nach der Selektion werden 290 Männer, die die Nummern 58226 - 58515 erhalten, sowie 228 Frauen, die die Nummern 16737 - 16964 erhalten, als Häftlinge in das Lager eingewiesen. 481 Deportierte werden der Sonderbehandlung zugeführt.
Drei Personen aus diesem Transport überlebten. Cécile Herskovicova , die einen Todesmarsch nach Ravensbrück überlebte, Bruchla Zelda Mechlovits, die einen Todesmarsch nach Mauthausen überlebte und Paul Meyer der 1945 nach drei Jahren der Gefangenschaft nach Belgien zurückkehrte. Er starb kurz nach seiner Rückkehr

14.08.1942

Phenol
SS-Oberscharführer
Josef Klehr (SDG), fordert von der Lagerapotheke im KL Auschwitz zwei Kilogramm Phenol an, das zur Tötung von Häftlingen durch Spritzen in das Herz verwendet werden soll.

FKL Birkenau
Der Lagerarzt des Frauenkonzentrationslagers Birkenau (FKL Birkenau) fordert in der Lagerapotheke folgende Arzneimittel an: Benzin, Hansaplast, Kohletabletten, Cuprex, Tannalbin und 30prozentigen Wasserstoff. (Über solche Mittel verfügt das Pflegepersonal im Krankenbau, dem sog. Revier, des FKL, das ebenfalls von der Flecktyphusepidemie erfaßt ist.)

Block 20 (Selektion)
im Häftlingskrankenbau (
Block 20) führt am 14.08.1942 ein SS-Lagerarzt eine Selektion durch. Er sucht 58 Häftlinge aus, die nach seiner Meinung keine schnelle Gesundung erwarten lassen, diese werden am selben Tag durch Phenolspritzen getötet.

Massenerschießung
vor der schwarzen Wand auf dem Hof von Block 11 werden 60 polnische Häftlinge, die tags zuvor aufgefordert worden sind, sich nach dem Morgenappell in der Schreibstube zu melden erschoßen. (
Namensliste)

Transport
Am 14.08.1942 treffen mit einem
Transport aus Troppau (Opawa) 47 "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 58531 - 58577

Transport
Am 14.08.1942 treffen mit einem
Transport 152 "Häftlinge" aus Prag im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 152 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 55910 - 55914

Transport
Am 14.08.1942 erreicht der
Transport 18 (D901-13) mit 1007 Personen, das Konzentrationslager Auschwitz. Der Transport hat den Bahnhof Bourget-Drancy am 12.08.1942 verlassen. Die Menschen waren im Internierungslager für Juden und unerwünschte Elemente Drancy inhaftiert. Nach der Selektion werden 233 Männer, die die Nummern 58785 - 59017 erhalten, sowie 62 Frauen, die die Nummern 17069 - 17130 erhalten, als Häftlinge in das Lager eingewiesen. Die übrigen 712 Deportierten werden der Sonderbehandlung zugeführt. Laut dem Historiker Serge Klarsfeld gab es 1945 elf Überlebende dieses Transports.

Transport
Am 14.08.1942 treffen mit einem
Transport 16 weibliche "Häftlinge" aus dem Distrikt Krakau im KL Auschwitz ein. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD aus Krakau. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 16 weibliche "Häftlinge" die Häftlingsnummern 17131 - 17146

15.08.1942

Todesfälle
286 männliche "Häftlinge" kommen infolge von der Flecktyphusepidemie, Hunger, schwerer Arbeit, Krankheiten und Mißhandlungen im KL Auschwitz-Birkenau ums Leben

Zentralbauleitung
Im Büro der Zentralbauleitung der Waffen-SS beim KL Auschwitz wird der Plan eines neuen Krematoriumstyps ausgearbeitet, nach dem die nächsten Krematorien IV und V im Bereich des KL Birkenau gebaut werden sollen. Der Plan erhält die Nr. 1678. Bei jedem dieser Krematorien sind Gaskammern vorgesehen.Der Chef der Zentralbauleitung der Waffen-SS und Polizei in Auschwitz, SS-Sturmbannführer Bischoff, genehmigt einen weiteren Bauplan für das Lager in Birkenau, der die Unterbringung von 200 000 Kriegsgefangenen vorsieht. Im Zusammenhang mit der Entscheidung, die Massenvernichtung von Juden im Konzentrationslager Auschwitz durchzuführen, dabei Auschwitz gleichzeitig als Reservoir für die Arbeitskraft der aus den Transporten selektierten jüdischen Häftlinge zu nutzen, die zur Unterstützung der deutschen Industrie eingesetzt werden sollen, ist es notwendig, den bisherigen Plan zu ändern und Räumlichkeiten für eine zeitweilige Unterbringung der Häftlinge zu schaffen sowie entsprechende Tötungsanlagen zu errichten. Von dem bisherigen Plan bleibt lediglich der Bauabschnitt I erhalten, der im Abschnitt BIb das Frauenkonzentrationslager und im Abschnitt BIa ein Männerlager vorsieht. Rechts von diesen Lagern soll der zweite Bauabschnitt (B II) und im Anschluß an diesen der dritte Bauabschnitt (B III) entstehen, den die Häftlinge später als «Mexiko» bezeichnen werden. Der vierte Bauabschnitt (B IV), der jedoch nicht mehr errichtet werden wird, ist links vom Abschnitt B I geplant. Zwischen den Abschnitten B I und B II befindet sich die Hauptlagerstraße, wo auf der zum Abschnitt B II gelegenen Seite ein Eisenbahngleis vorgesehen ist. Abgesehen von den bereits bebauten und mit männlichen bzw. weiblichen Häftlingen belegten Lagerbereichen, sollen die Bauabschnitte jeweils aus sechs voneinander durch Umzäunungen abgetrennten Lagern mit eigenen Eingangstoren und Wachstuben für die SS-Männer bestehen. Jeder dieser Abschnitte soll 60 000 Menschen aufnehmen; lediglich der erste Abschnitt ist für die Unterbringung von 20 000 Menschen vorgesehen. Das ganze Lager soll auf einer rechteckigen Fläche von 720 x 2340 Metern Seitenlänge entstehen. Auf zwei an die westliche Lagerseite anschließenden, rechteckigen Flächen, in der Verlängerung der Hauptlagerstraße und des Eisenbahngleises, ist der Bau von zwei Krematorien mit Gaskammern vorgesehen. Tatsächlich werden später vier Krematorien mit Gaskammern gebaut, und die Errichtung eines weiteren Krematoriums wird geplant. Insgesamt umfaßt der Plan 600 Bauobjekte: Wohn-, Magazin- und Bürobaracken, Badeanlagen, Wascheinrichtungen, Latrinen, Wachstuben usw. Insgesamt werden auf einer Fläche von 175 Hektar folgende Bauten errichtet werden: vier große Krematorien mit Gaskammern, eine Entlausungs- und Badeanlage, die sog. Sauna, etwa 300 Unterkunfts-, Wirtschafts-, Büro-, Latrinen- und Waschbaracken, ein aus 30 Baracken bestehendes Effektenlager als Magazin für die geraubte Habe, das von Häftlingen wie SS-Männern Kanada II genannt wird, ein Eisenbahn-Nebengleis mit einer Ausladerampe sowie 16 km Stacheldrahtzaun, 13 km Entwässerungsgräben und mehrere Kilometer Straßen und Wege.

Komnıandantur
In einer Meldung der Komnıandantur vom 15.08.1942 wird der SS-Schütze
Bonekat Paul * 15.05.1915 Rajuwka lobend erwähnt. Er habe Häftlinge auf der Flucht erschossen und dadurch Schaden vom deutschen Volke abgewandt.
Hintergrund seiner "Heldentat":
Eine junge Häftlingsfrau wollte ihrer im Nachbarlager lebenden Schwester ein Stück Brot zuwerfen und trat zu diesem Zwecke in die Nähe der Umzäunung. Daraufhin schoß der SS-Wachposten SS-Schütze Bonekat Paul auf diese Frau. Sie trug einen Kopfschuß davon.

Außenlager Brzeszcze-Jawischowitz
Bei der zur oberschlesischen Bergwerksverwaltung der Reichswerke Hermann Göring gehörenden Kohlengrube
Brzeszcze-Jawischowitz in Jawiszowice (Jawischowitz) wird ein Nebenlager eröffnet.

Überstellung
Nach dem Abendappell in der Frauen-Strafkompanie in
Budy müssen alle polnischen Häftlinge heraustreten; sie werden anschließend in das neu errichtete Lager im Abschnitt BIa von Birkenau gebracht. Die Überstellung der weiblichen Häftlinge aus der Strafkompanie in das Frauenkonzentrationslager in Birkenau ist gleichbedeutend mit der Entlassung aus der Strafkompanie in das Lager. 137 der 200 Polinnen, die am 25. Juni 1942 in die Strafkompanie eingeliefert worden sind, kehren nach Birkenau zurück. Die übrigen sind während der Strafverbüßung gestorben.

Block 20 (Selektion)
im Häftlingskrankenbau (
Block 20) führt am 15.08.1942 ein SS-Lagerarzt eine Selektion durch. Er sucht 58 Häftlinge aus, die nach seiner Meinung keine schnelle Gesundung erwarten lassen, diese werden am selben Tag durch Phenolspritzen getötet.

auf der Flucht erschossen
der am 03.05.1892 in Mährisch Ostrau geborene Biederer Karl Häftlingsnummer 41827 (19954/1942) wird "
auf der Flucht erschossen"
(im Sterbebuch wird als Todesdatum der 15.08.1942 angegeben)

Fluchtversuch
Erschießung von Häftlingen auf der Flucht durch die SS-Schützen (SS-Rottenführer)
Baltruschat (Baltruscheit) Richard, Josef Kuchta u. Paul Siebert

Wajnstajn Icek Israel
der am 14.02.1905 in Lubartow geborene Wajnstajn Icek Israel Häftlingsnummer 52084 (20145/1942) kommt im Nebenlager
Golleschau ums leben. im Sterbebuch des KL Auschwitz wird als Todesdatum der 15.08.1942 angegeben. Der Leichnam wird in die Leichenhalle des Stammlagers eingeliefert

Symkviz Moses
der am 15.06.1906 in Warschau geborene Symkviz Moses Häftlingsnummer 43550 (21127/1942) kommt im Nebenlager
Golleschau ums leben. im Sterbebuch des KL Auschwitz wird als Todesdatum der 15.08.1942 angegeben. Der Leichnam wird in die Leichenhalle des Stammlagers eingeliefert

Transport
Am 15.08.1942 treffen mit einem
Transport aus Sosnowitz 2000 jüdische Männer, Frauen und Kinder im KL Auschwitz ein. Nach der Selektion in Auschwitz werden 27 Männer, die die Nummern 59018 - 59044 erhalten, sowie 75 Frauen, die die Nummern 17147 - 17221 erhalten, als Häftlinge in das Lager eingewiesen. 1898 Menschen werden der Sonderbehandlung zugeführt.

Transport
Am 15.08.1942 treffen mit einem
Transport 10 "Häftlinge" aus dem Distrikt Krakau im KL Auschwitz ein. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD aus Krakau. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 10 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 59045 - 59054

Transport
Am 15.08.1942 treffen mit einem
Transport aus Lublin 64 "Häftlinge" aus Lublin im KL Auschwitz ein. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD aus Lublin. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 59153 - 59216

Transport
Am 15.08.1942 treffen mit einem
Transport 505 Juden zusammen, 238 Männer und 267 Frauen, darunter Familien mit Kinder aus dem Polizeilichen Judendurchgangslager Westerbork im KL Auschwitz ein. Die Liste führt 83 Kinder unter 12 Jahren auf. Die jüngste Deportierte war die einjährige Edith Peppelsdorf, der älteste war der 60jährige Jozef de Jong. Neun wurden als ‚Freiwillige‘ aufgelistet und drei nachträglich hinzugefügt. Die Deportierten stammten vorwiegend aus Rotterdam und den jüdischen Vierteln Amsterdams
Nach der Selektion werden 98 Männer, die die Nummern 59055 - 59152 erhalten, sowie 79 Frauen, die die Nummern 17238 - 17316 erhalten, in das Lager eingewiesen. Die übrigen 328 Menschen werden der Sonderbehandlung zugeführt. Viele der Deportierten, die man ins Lager eingliederte, wurden am 30. September in den Gaskammern ermordet.

16.08.1942

Todesfälle
261 männliche "Häftlinge" kommen infolge von der Flecktyphusepidemie, Hunger, schwerer Arbeit, Krankheiten und Mißhandlungen im KL Auschwitz ums Leben

Wirtschaftsverwaltungshauptamt
Auf Befehl des Wirtschaftsverwaltungshauptamtes vom 16. Oktober 1942 wurde in Birkenau ein bestens eingerichteter Hundestall gebaut, der für die Unterbringung von 250 Polizeihunden berechnet war und 81 000 Reichsmark kostete. Aus der erhalten gebliebenen Baukorrespondenz ist ersichtlich, daß bei der Anfertigung des Bauplanes für den Hundestall das Gutachten des Lagerveterinärs eingeholt und alles darangesetzt wurde, damit die Hundeställe in jeder Beziehung den neuzeitlichen sanitären Anforderungen entsprachen. Als die Instandsetzung von Dächern der Hundeboxen aufgeschoben wurde, drohte der Hundestaffelführer mit dem Rücktritt von seinem Posten, weil er für eventuelle Erkrankungen der Hunde infolge der nicht regendichten Dächer die Verantwortung nicht übernehmen könne.

"auf der Flucht erschossen"
der am 24.11.1912 in Hagen geborene Cohen Walter Häftlingsnummer 47185 (Er wird im Sterbebuch mit der Nummer 21462/1942 aufgeführt. Im Sterbebuch wird der 16.08.1942 angegeben.) wird am 16.08.1942 im KL Auschwitz "auf der Flucht" erschossen. Er war am 17.97.1942 in das KL eingewiesen worden.


Transport
Am 16.08.1942 treffen mit einem
Transport 9 "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD aus dem Distrikt Krakau. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 59220 - 59228

Transport
Am 16.08.1942 erreicht der
Transport 19 (901-14) mit 991 Personen, das KL Auschwitz. Der Transport hat den Bahnhof Bourget-Drancy am 14.08.1942 um 8:55 Uhr verlassen. Die Menschen waren im Internierungslager für Juden und unerwünschte Elemente Drancy inhaftiert. Nach der Selektion werden 115 Männer, die die Nummern 59229 - 59343 erhalten, als Häftlinge in das Lager eingewiesen. Die übrigen 876 Menschen werden der Sonderbehandlung zugeführt.

Transport
Am 16.08.1942 treffen mit einem
Transport aus Sosnowitz 2000 jüdische Männer, Frauen und Kinder unter ihnen auch alte Menschen und Beschäftigungslose im KL Auschwitz ein. Sie werden alle der Sonderbehandlung zugeführt.

17.08.1942

SS-Hauptsturmführer Dr. Kurt Uhlenbroock
Am 17.08.1942 wird der SS-Hauptsturmführer Dr.
Kurt Uhlenbroock durch zwei SS-Offiziere vom Konzentrationslager Oranienburg zum KL Auschwitz gebracht.(Vorbereitung eines Kriegsgerichtsverfahren)

Abendappell
Beim Abendappell werden die Häftlingsnummern von
56 polnischen Häftlingen aufgerufen. Diese sollen sich am nächsten Morgen (18.08.1942) nach dem Morgenappell in der Häftlingsschreibstube melden. (Namensliste)

Massenerschießung
15 Polen aus Auschwitz (
Bericht), die nach der Flucht (13.06.1942) dreier Häftlinge verhaftet und ins KL Auschwitz verschleppt wurden, werden an der schwarzen Wand erschossen. (Namensliste)

Transport
Am 17.08.1942 treffen mit einem
Transport aus Sosnowitz 2000 jüdische Männer, Frauen und Kinder unter ihnen auch alte Menschen im KL Auschwitz ein. Sie werden alle der Sonderbehandlung zugeführt.

Transport
Am 17.08.1942 treffen mit einem
Transport 11 "Häftlinge" aus Kattowitz im KL Auschwitz ein. Nach der Selektion werden 11 Personen mit den Häftlingsnummern 59501 - 59511 ins Lager übernommen.

Transport
Am 17.08.1942 treffen mit einem
Transport 24 weibliche und 87 männliche "Häftlinge" aus dem Distrikt Krakau im KL Auschwitz ein. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD aus Krakau. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 24 weiblichen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 17522 – 17544 und die Übernommenen 87 männlichen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 59512 - 59598

Transport
Am 17.08.1942 treffen mit einem
Transport 2 männliche u. 7 weibliche "Häftlinge" aus Oppeln im KL Auschwitz ein. Die übernommenen männlichen "Häftlinge" erhalten die Häftlingsnummern 59599 u, 59600. Die übernommenen weiblichen "Häftlinge" erhalten die Häftlingsnummern 17545 - 17551

Transport
Am 17.08.1942 erreicht ein
Transport mit 1000 Personen (342 Männer und 86 Jungen sowie 486 Frauen und 86 Mädchen) aus dem Durchgangslager für Juden und unerwünschte Elemente Mechelen/Malines (St. Georges Kaserne) das KL Auschwitz. Nach der Selektion werden 157 Männer, die die Nummern 59344 bis 59500 erhalten, sowie 205 Frauen, die mit den Nummern 17317 bis 17521 gekennzeichnet werden, als Häftlinge in das Lager eingewiesen. 638 Deportierte werden der Sonderbehandlung zugeführt.

18.08.1942

Todesfälle
390 "Häftlinge" kommen infolge von der Flecktyphusepidemie, Hunger, schwerer Arbeit, Krankheiten und Mißhandlungen im KL Auschwitz I und im Lagerabschnitt BIb ums Leben

Block 20 (Selektion)
im Häftlingskrankenbau (
Block 20) führt am 18.08.1942 ein SS-Lagerarzt eine Selektion durch. Er sucht 82 Häftlinge aus, die nach seiner Meinung keine schnelle Gesundung erwarten lassen, diese werden am selben Tag durch Phenolspritzen getötet.

auf der Flucht erschossen
der am 03.05.1914 in Wawrzeńczyce (Tomaszow) geborene Szałas Piotr Häftlingsnummer 52327 (22365/1942) wird "
auf der Flucht erschossen"
(im Sterbebuch wird als Todesdatum der 18.08.1942 angegeben) Szałas wurde am 25.07.1942 ins KL Auschwitz eingewiesen

Massenerschießung
Nach dem Morgenappell melden sich 56 polnische Häftlinge in der Häftlingsschreibstube, die am Vortag von der Politischen Abteilung dorthin bestellt worden sind. Sie werden in Fünferreihen aufgestellt, von Blockführern umstellt und zu Block 11 gebracht. Die Verurteilten stammen aus Schlesien und sind in den Jahren 1940 und 1941 in das Lager eingeliefert worden. Die Exekution ist als Vergeltung dafür gedacht, daß zu dieser Zeit in Schlesien sechs Gutshöfe in Brand gesteckt worden sind. Die zur Erschießung Verurteilten singen im Block 11 die polnische Nationalhymne «Noch ist Polen nicht verloren». Im Hof des Blocks 11 erschießt sie Rapportführer SS-Hauptscharführer
Palitzsch an der Hinrichtungswand. (Namensliste)

Transport
Am 18.08.1942 treffen mit einem
Transport aus Sosnowitz 2000 jüdische Männer, Frauen und Kinder unter ihnen auch alte Menschen im KL Auschwitz ein. Sie werden alle der Sonderbehandlung zugeführt.

Transport
Am 18.08.1942 treffen mit einem
Transport circa 1000 Personen aus Zagreb im KL Auschwitz ein. Der Transport zum Hauptbahnhof in Zagreb erfolgte am helllichten Tage, was den Protest vieler Bewohner Zagrebs auslöste, viele brachten daraufhin den Verhafteten Essen, wie italienische Abgesandte in Zagreb berichteten. Nach der Selektion werden 87 Männer, die die Nummern 59604 - 59690 erhalten, und 69 Frauen, die mit den Nummern 17552 - 17620 gekennzeichnet werden, als Häftlinge in das Lager eingewiesen. Alle anderen werden der Sonderbehandlung zugeführt. Insgesamt überlebte aus vier Transporten nach Auschwitz (knapp 5000 Jüdinnen und Juden) bloß eine Handvoll Menschen.

Transport
Am 18.08.1942 treffen mit einem
Transport 506 Juden (364 Männer und Jungen sowie 142 Frauen und Mädchen) aus dem Polizeilichen Judendurchgangslager Westerbork im KL Auschwitz ein. Nach der Selektion werden 319 Männer, die die Nummern 59691 - 60009 erhalten, und 40 Frauen, die die Nummern 17621 - 17660 erhalten, als Häftlinge in das Lager eingewiesen. Die übrigen 147 Deportierten werden der Sonderbehandlung zugeführt

19.08.1942

Fernschreiben des Lagerkommandanten Höss über die Festnahme des geflohenen Häftlings Paul Bastheim

WVHA (Amtes D I)
SS-Obersturmbannführer
Liebehenschel Artur, Chef des Amtes D I im WVHA setzt die Kommandanten der Konzentrationslager davon in Kenntnis, daß im RSHA von verschiedenen Seiten Informationen eingehen, nach denen es in mehreren Fällen dazu gekommen sei, daß Häftlinge durch Gerichte für schwere Mißhandlungen an Mithäftlingen in Konzentrationslagern, in einem Fall mit Todesfolge, bestraft worden sind. Solche Fälle seien der Staatsanwaltschaft für weitere Ermittlungen zu melden. Sollte es erneut zu solchen Mißhandlungen von Häftlingen in den Konzentrationslagern kommen, könne dies die Auffassung der Justiz von den Bedingungen in den Konzentrationslagern negativ beeinflussen. Weiter fordert der Erlaß von den Kommandanten, sie sollen mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln verhindern, daß es nicht noch einmal zu Mißhandlungen dieser Art komme, damit die Staatsanwälte keine Möglichkeit bekämen, sich mit Angelegenheiten dieser Art zu befassen und solche Fälle abzuurteilen. (Die Anordnung kommt zu spät und hat keine Änderung der Lagerbedingungen zur Folge. Im KL Auschwitz werden ständig Häftlinge durch Mithäftlinge mißhandelt, zum überwiegenden Teil durch deutsche kriminelle Häftlinge, die dabei die Unterstützung der SS finden, zu ihrem Tun noch angestachelt werden und niemals bestraft werden. Sehr viele Häftlinge sterben oder begehen Selbstmord, weil sie von Mithäftlingen, zumeist deutschen kriminellen Häftlinge mißhandelt werden, die im Lager als Blockälteste, Kapos usw. eingesetzt sind. Die gleichen Verhältnisse herrschen auch im Frauenlager.)

Badeanstalten für Sonderaktionen
Am 19. August 1942 traf sich der Ing. Kurt Prüfer (Firma Topf) mit dem SS-Unterscharführer Fritz Ertl, der Chef der Abteilung Hochbau in der Zentralbauleitung war, um den Ausbau der Kremierungseinrichtungen im KGL zu erörtern. Am 21. August 1942 erstellte Fritz Ertl einen Aktenvermerk, in welchem die Ergebnisse der Unterredung festgehalten wurden.
Unter Punkt 2 liest man da folgendes:
Bezüglich Aufstellung von je 2 Dreimuffelöfen bei den „Badeanstalten für Sonderaktionen“ wurde von Ing. Prüfer vorgeschlagen, die Öfen aus einer bereits fertig gestellten Lieferung nach Mogilew (in Weißrußland) abzuzweigen, und wurde sogleich der Dienststellenleiter, welcher beim SS Wirtschafts-Verwaltungshauptamt in Berlin anwesend war, hiervon tel. in Kenntnis gesetzt und gebeten, das weitere veranlassen zu wollen.
Prüfer schlug vor (wie er es bereits mit Bischoff abgesprochen hatte), sie mit Doppel Viermuffelöfen auszustatten, die er von der versandbereiten Lieferung für den Mogilew-Vertrag abzweigen würde. In seinem Bericht über diese Versammlung bezeichnet Ertl Bunker 1 und 2 als „Badeanstalten für Sonderaktionen“.

Firma Topf & Söhne
Am Mittwoch, den 19. und Donnerstag, den 20. August erreichte Prüfers Karriere ihren Höhepunkt. Er handelte Verträge in Höhe von mehr als 80.000 RM aus, wobei die kleineren Posten für Ventilation (diesen hatte er seinem Kollegen Schultze überlassen) und die Rechnungen für die Arbeitsleistung seiner Monteure noch gar nicht mitgerechnet waren.
Ab dem 19. August wussten die Zivilisten, Prüfer und Köhler, offiziell, dass die Öfen und Schornsteine, mit denen sie die Krematorien IV und V ausstatten würden, mit einer verbrecherischen Handlung in Verbindung standen. Es stand ihnen frei, den Auftrag anzunehmen oder abzulehnen. Indem sie ihn annahmen, machten sie sich zu Komplizen der SS bei der Ermordung der Juden.
Köhler trug persönlich die Verantwortung dafür, dass sein Unternehmen in diese Sonderarbeiten einbezogen wurde, während Prüfer nicht mit allen notwendigen Vollmachten ausgestattet war, um die Firma, in der er arbeitete, in ein solches Geschäft zu verwickeln; er tat es hingegen in seinem eigenen Namen, doch konnte er sich sicher sein, dass seine Chefs ihm Rückendeckung geben würden, da Ludwig Topf der SS nichts mehr abschlagen konnte.

Kommandantur
In einem Fernschreiben wird die Kommandantur des KL Auschwitz benachrichtigt, daß um 8:55 Uhr ein
Transport mit 1000 Juden Le-Bourget-Drancy in Richtung Auschwitz verlassen hat.

Zentralbauleitung
Der Vertreter der Firma J. A. Topf u. Söhne aus Erfurt, Oberingenieur Prüfer trifft sich mit Vertretern der Zentralbauleitung der Waffen-SS zu Gespräche über den Bau von Krematoriumsöfen zur Einäscherung von Leichen zu führen. Während des Gesprächs wird u. a. festgelegt, daß der Monteur Holik spätestens am 26. oder 27. August aus Buchenwald und der Monteur Koch innerhalb von vierzehn Tagen eintreffen werden. Mit der Montage von fünf dreimuffeligen Krematoriumsöfen wird unverzüglich begonnen. Die Ummauerung der Öfen sowie die Errichtung des Schornsteins wird dagegen die
Firma Köhler aus Myslowitz nach den Plänen und Anforderungen der Firma J. A. Topf u. Söhne ausführen.

Krematorien
Die Krematorien erhalten neue Numerierungen:
1.Krematorium des Stammlagers: Nr.1
2.Krematorium mit fünf Dreimuffel-Einäscherungsöfen: Nr.2
3.Krematorium mit fünf Dreimuffel-Einäscherungsöfen gegenüber von Nr.2: Nr.3
4.Krematorium mit zwei vereinfachten Dreimuffel-Einäscherungsöfen in der Gegend des Birkenwaldes: Nr.4
5.Krematorium mit zwei vereinfachten Dreimuffel-Einäscherungsöfen in der Gegend des Birkenwaldes gegenüber Nr.4: Nr.5

Todesfälle
220 "Häftlinge" kommen infolge von der Flecktyphusepidemie, Hunger, schwerer Arbeit, Krankheiten und Mißhandlungen im KL Auschwitz-Birkenau ums Leben

Block 20 (Selektion)
im Häftlingskrankenbau (
Block 20) führt am 19.08.1942 ein SS-Lagerarzt eine Selektion durch. Er sucht 67 Häftlinge aus, die nach seiner Meinung keine schnelle Gesundung erwarten lassen, diese werden am selben Tag durch Phenolspritzen getötet.

auf der Flucht» erschossen
der am 22.09.1900 in Chrzanów (Krenau) geborene Feiler Lobel Häftlingsnummer 41987 (23593/1942) wird "
auf der Flucht erschossen"
(im Sterbebuch wird als Todesdatum der 19.08.1942 angegeben) Feiler wurde am 27.06.1942 ins KL Auschwitz eingewiesen (siehe Breslauer Dokumente)

auf der Flucht» erschossen
der am 19.12.1913 geborene Ramszak Wilhelm Häftlingsnummer 57851 wird "
auf der Flucht erschossen" (siehe Breslauer Dokumente)

Transport
Am 19.08.1942 treffen mit einem
Transport 69 "Häftlinge" aus dem Pawiak Gefängnis in Warschau im KL Auschwitz ein. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD. Die ins Lager Übernommenen "Häftlinge" erhalten die Häftlingsnummern 60043 - 60111

Transport
Am 19.08.1942 treffen mit einem
Transport 18 weibliche und 33 männliche "Häftlinge" aus dem Distrikt Krakau im KL Auschwitz ein. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD aus Krakau. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen weiblichen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 17661 - 17678 und die Übernommenen männlichen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 60010 - 60042

Transport
Am 19.08.1942 erreicht der
Transport 20 (901-14) mit 997 Personen darunter 341 Kinder im Alter von zwei bis zehn Jahren und 323 Mädchen im Alter bis zu 16 Jahren das KL Auschwitz. Der Transport hat den Bahnhof Bourget-Drancy am 17.08.1942 um 8:55 Uhr mit 997 Personen verlassen. Die Menschen waren im Internierungslager für Juden und unerwünschte Elemente Drancy inhaftiert. Nach der Selektion werden aus diesem Transport 65 Männer, die die Nummern 60113 - 60177 erhalten, und 35 Frauen, die mit den Nummern 17679 - 17713 gekennzeichnet werden, als Häftlinge in das Lager eingewiesen. Die übrigen 897 Menschen werden der Sonderbehandlung zugeführt. 3 Männliche Personen aus diesem Transport haben den Krieg überlebt.

20.08.1942

Kommandantur
Kommandanturbefehl Nr. 15/42

Kommandantur
Standortbefehl Nr. 22/42

Krema II (Birkenau)
Ing. Koehler Robert, Inhaber der
Firma Köhler aus Myslowitz und SS-Sturmführer Janisch Josef (letzter Dienstgrad SS-Hauptsturmführer), von der Zentralbauleitung (Bauleitung 2) der Waffen-SS in Auschwitz, begeben sich zum Bauplatz eines der Krematorien in Birkenau, um Einzelheiten bezüglich der Maurerarbeiten beim Bau der fünf dreimuffeligen Krematoriumsöfen sowie des Schornsteins zu erörtern. Der unerlaubterweise eingefüllte Zementring zwischen Futter und gemauertem Aussenmantel am Schornstein von Krema I muss entfernt werden.

Block 20 (Selektion)
im Häftlingskrankenbau (
Block 20) führt am 20.08.1942 ein SS-Lagerarzt eine Selektion durch. Er sucht 59 Häftlinge aus, die nach seiner Meinung keine schnelle Gesundung erwarten lassen, diese werden am selben Tag durch Phenolspritzen getötet.

Zyklon B
Die Vorräte an Zyklon B im KL sind beinahe aufgebraucht, doch die Epidemie war noch nicht eingedämmt. Eine erneute Beantragung des Mittels hätte die SS-Auschwitz gezwungen zuzugeben, dass sie die Lage noch immer nicht unter Kontrolle hatte.

Zentralbauleitung
Die ZBL Auschwitz stellt direkt beim Reichssicherheitshauptamt (RSHA), und nicht beim SS-WVHA, wie sonst üblich, einen Antrag auf Bewilligung von Krema III, um die Freigabe der notwendigen kontingentierten Materialien zu erwirken. Es kann sich auch um einen in der Schnelle begangenen Verwaltungsfehler bei der SS handeln. Das Krema III eilt am meisten, weil das Lager Birkenau mit seinen 200.000 geplanten Häftlingen nicht auch in eine Fleckfieberseuche stürzen soll. Es ist anzunehmen, dass die Lagerleitung die Vorgaben gegenüber der Industrie zu erfüllen hat und, bestimmte Zahlen an IndustriearbeiterInnen stelle muss, was bei anhaltenden Seuchen nicht mehr möglich ist.

Transport
Am 20.08.1942 trifft mit einem
Transport 1 "Häftling" aus Kattowitz im KL Auschwitz ein. Nach der Selektion erhält der "Häftling" die Häftlingsnummer 60112 und wird ins Lager übernommen.

Transport
Am 20.08.1942 treffen mit einem
Transport 56 "Häftlinge" (45 Männer und 11 Frauen) aus Kattowitz im KL Auschwitz ein. Nach der Selektion werden 45 Männer mit den Häftlingsnummern 60282 - 60326 und 11 Frauen mit den Häftlingsnummern 17785 - 17795 ins Lager übernommen.

Transport
Am 20.08.1942 treffen mit einem
Transport 82 Personen (61 Frauen u. 21 Männer) aus dem jugoslawischen Celje in Slowenien im KL Auschwitz ein. Die Einweisung erfolgte durch die Gestapo Celje. Nach der Selektion werden 21 Männer mit den Häftlingsnummern 60327 - 60347 u. 61 Frauen mit den Häftlingsnummern 17796 - 17856 ins Lager übernommen.

Transport
Am 20.08.1942 treffen mit einem
Transport 17 "Häftlinge" vom KL Dachau kommend im KL Auschwitz ein. Bei der Übernahme im KL Auschwitz erhalten die "Häftlinge" die Häftlingsnummern 60348 - 60364. Als der Transport aus Dachau in Auschwitz ankam, grassierte dort eine Fleckfieber-Epidemie.

Transport
Am 20.08.1942 erreicht der vierte
Transport des RSHA mit 337 Männer und 161 Jungen sowie 374 Frauen und 126 Mädchen aus dem Durchgangslager für Juden und unerwünschte Elemente Mechelen/Malines (St. Georges Kaserne) kommend das KL Auschwitz Nach der Selektion in Auschwitz werden 104 Männer, die die Nummern 60178 - 60281 erhalten, sowie 71 Frauen, die die Nummern 17714 - 17784 erhalten, als Häftlinge in das Lager eingewiesen. 823 Personen wurden der Sonderbehandlung zugeführt.

21.08.1942

Kommandantur
In einem Fernschreiben wird die Kommandantur des KL Auschwitz benachrichtigt, daß um 10:00 Uhr ein
Transport mit 1000 Juden Le-Bourget-Drancy in Richtung Auschwitz verlassen hat.

Block 13 (Selektion)
im Block 13 führt am
21.08.1942 ein SS-Lagerarzt eine Selektion durch. Er sucht 59 Häftlinge aus, die nach seiner Meinung keine schnelle Gesundung erwarten lassen, diese werden am selben Tag durch Phenolspritzen getötet.

Erschießung
der am 09.01.1901 in Warschau geborene Stanisław Józef Dubois Häftlingsnummer 3904 (22859/1942) wird an der Hinrichtungswand im Hof von Block 11 erschossen. Der am 22. September 1940 ins KL Auschwitz eingewiesene Stanislaw Dubois war zuvor in Warschau während einer Straßenrazzia festgenommen worden. Der aktive Mitarbeiter der Polnischen Sozialistischen Partei (Polska Partia Socjalistyczna - PPS) und ehemalige Abgeordnete des polnischen Sejm (1928 bis 1930) versuchte seine wahre Identität zu verschleiern und wurde als Stanislaw Dgbski, Beamter, mit der Häftlingsnummer 3904 im Lager registriert. Dort gehörte er bald zu den Führern der Widerstandsbewegung. Im Frühjahr 1942 wurde er zur Vernehmung durch die Gestapo nach Warschau gebracht; seine Rücküberstellung ins KL Auschwitz erfolgte gemeinsam mit zwei weiteren Häftlingen am 29. Mai des Jahres. Während der Nachforschungen ist seine wahre Identität schließlich aufgedeckt worden. In seinem Sterbeeintrag vermerkte man den Doppelnamen Dubois-Debski. Die ursprüngliche Berufsbezeichnung, nämlich Beamter, wurde beibehalten.

Fluchtversuch
der am 15.19.1924 in Amsterdam geborene Leimann Franz Häftlingsnummer 52497 wird auf der Flucht gefaßt und nachdem er ins Lager gebracht wurde, wird er in den Bunker von
Block 11 gesperrt. Am 02.09.1942 wird er aus dem Bunker entlassen und in die Strafkompanie in Birkenau überstellt.

Transport
Am 21.08.1942 erreicht der
Transport 21 (901-16) mit 997 Personen darunter viele Familien, d. h. Großeltern, Eltern und insgesamt 373 Kindern im Alter bis zu 13 Jahren das KL Auschwitz. Der Transport hat den Bahnhof Bourget-Drancy am 19.08.1942 um 8:55 Uhr verlassen. Nach der Selektion werden 138 Männer, die die Nummern 60471 - 60608 erhalten, und 45 Frauen, die mit den Nummern 17875 - 17919 gekennzeichnet werden, als Häftlinge in das Lager eingewiesen. Die übrigen 817 Deportierten werden der Sonderbehandlung zugeführt. Laut dem Historiker Serge Klarsfeld gab es 1945 fünf Überlebende dieses Transports.

22.08.1942

Hilfskräfte
Die in der Politischen Abteilung als Bürokräfte und in der SS-Schneiderei eingesetzten weiblichen Häftlinge sowie die wegen ihrer Zugehörigkeit zur Internationalen Bibelforscher-Vereinigung inhaftierten Frauen, die als Hauspersonal bei Familien von SS-Angehörigen arbeiten, werden aus dem Lager BIa in Birkenau in das Stabsgebäude Auschwitz verlegt. Diese Verlegung soll verhindern, daß SS-Angehörige und ihre Familien von den weiblichen Häftlingen, mit denen sie täglich Kontakt haben, mit Flecktyphus infiziert werden

Lebensfeld, Regina. Häftling Nr. 10626, Politische Abteilung (PA).
* 09.01.1915 in Bucany
Anwaltssekretärin. 1941 Heirat mit Eduard Lebensfeld. Ankunft Auschwitz mit einem Transport slowakischer Juden am 25.07.1942 aus Bratislava. Ab 1943 in der PA (Lager-Gestapo), Schreiberin für Broad: »Zu Monatsbeginn, immer am Donnerstag, wurden Säuberungen im Lagerarrest gemacht. Mit einer Wonne zogen die SS-Angehörigen der einzelnen Abteilungen unserer Politischen Abteilung in den Lagerarrest und erschossen die einzelnen Häftlinge, die ihnen nicht paßten. Selbstredend wurde nachher getrunken.« 1949 Heirat mit dem Überlebenden Jakob Steinberg, Übersiedlung nach Israel. Für Shelleys Buch Schreiberinnen des Todes verfaßte sie ein Selbstporträt. Dort schreibt sie: »An meinem ersten Tag in der Schreibstube der Kommandantur bekam ich eine Totenliste in die Hand, die zeigte, daß mein Ehemann, Eduard Lebensfeld (* 26.03.1913 in Preßburg) am 22. August 1942 an Phlegmone und Komplikationen durch eine Vergiftung gestorben war.«

Block 20 (Selektion)
im
Block 20 führt am 22.08.1942 ein SS-Lagerarzt eine Selektion durch. Er sucht 92 Häftlinge aus, die nach seiner Meinung keine schnelle Gesundung erwarten lassen, diese werden am selben Tag durch Phenolspritzen getötet.

Transport
Am 22.08.1942 treffen mit einem
Transport 34 "Häftlinge" aus dem Distrikt Krakau im KL Auschwitz ein. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD aus Krakau. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 34 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 60719 - 60752

Transport
Am 22.08.1942 treffen mit einem
Transport 19 "Häftlinge" aus Kattowitz im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 19 Übernommene "Häftlinge" die Häftlingsnummern 60753 - 60771

Transport
Am 22.08.1942 trifft mit einem
Transport 1 "Häftling" aus Oppeln (Opole) im KL Auschwitz ein. Nach der übernahme ins Lager erhält er die Häftlingsnummer 60772

Transport
Am 22.08.1942 erreicht ein Sonderzug mit 1008 jüdischen Menschen - 515 Frauen und Mädchen, und 493 Männer das Konzentrationslager Auschwitz. Der
Transport kommt aus dem Polizeilichen Judendurchgangslager Westerbork, und hat Westerbork am 21.08.1942 verlassen. Nach der Selektion werden 411 Männer, die die Nummern 60774 - 61184 erhalten, sowie 217 Frauen, die die Nummern 18006 - 18222 erhalten, als Häftlinge in das Lager eingeliefert, die anderen 380 Menschen werden der Sonderbehandlung (vergast) zugeführt. Sechs Menschen von diesem Transport überlebten.
2 Personen aus diesem Transport, die im KL Auschwitz mit den Nummern 60952 und 61061 gekennzeichnet wurden, wurden am 28.08.1942 im Nebenlager Golleschau erschossen.

23.08.1942

Sepsisfälle
Am 23. August 1942 berichtete der Reichsarzt-SS Dr. Ernst Grawitz dem Reichsführer-SS über den Fehlschlag und verwies in diesem Zusammenhang auch auf Sepsisfälle in Auschwitz, die ebenfalls vergeblich mit Kalium Phosporicum D 4 behandelt worden seien und tödlich geendet hätten.

Verlegung
Es wird damit begonnen, in den desinfizierten und aufgeräumten Blöcken, die vorher von weiblichen Häftlingen belegt waren, männliche Häftlinge unterzubringen. Die dort untergebrachten Häftlinge verlassen diesen Teil des Lagers zum Appell und zur Arbeit durch einen Durchgang, der in die Mauer geschlagen worden ist, die das Frauenlager in Höhe der Straße zwischen den Blöcken 3 und 4 vom Männerlager trennte.

Transport
Am 23.08.1942 trifft mit einem
Transport 1 Person aus Stettin im KL Auschwitz ein. Er erhält nach der Übernahme im Lager die Häftlingsnummer 60773

Transport
Am 23.08.1942 wird der am 16.11.1912 in Chrobel geborene Weitz Friedrich unter der Häftlingsnummer 61275 ins Lager Auschwitz übernommen. Weitz war am 22.08.1942 mit einem
Transport vom KL Neuengamme zum KL Auschwitz überstellt worden

Transport
Am 23.08.1942 erreicht der
Transport Nu 22 (Zug 901-17) mit 1000 Personen (darunter 544 Kinder) das Konzentrationslager Auschwitz. Der Transport hat den Bahnhof Bourget-Drancy am 21.08.1942 verlassen. Die Menschen waren im Internierungslager für Juden und unerwünschte Elemente Drancy inhaftiert. Nach der Selektion werden 90 Männer, die die Nummern 61185 - 61274 erhalten, und 18 Frauen, die die Nummern 18235 - 18252 erhalten, als Häftlinge in das Lager eingewiesen. 892 Personen aus diesem Transport wurden der Sonderbehandlung (vergast) zugeführt. 7 Männliche Personen aus diesem Transport haben den Krieg überlebt.

24.08.1942

Kommandantur
Standortbefehl Nr. 23/42

Funkspruch Nr. 78 vom 24.08.1942
Betr.: Abstempelung von Kraftfahrzeugschilder. Diese wird im Laufe dieser Woche durch den SS-Unterstuf. Reupert in Auschwitz vorgenommen, da Reupert dienstlich im K.L. Auschwitz zu tun hat.
Liebehenschel

Block 20 (Selektion)
im
Block 20 führt am 24.08.1942 ein SS-Lagerarzt eine Selektion durch. Er sucht 35 Häftlinge aus, die nach seiner Meinung keine schnelle Gesundung erwarten lassen, diese werden am selben Tag durch Phenolspritzen getötet.

Fluchtversuch
um 1:55 Uhr werden bei der Ortschaft Neu Berun (Nowy Bierun) (gehörte zum Speerbezirk) drei Personen durch eine SS Streife aufgegriffen. Die Festgehaltenen haben Skizzen der Umgebung bei sich, was als Beweis für einen Fluchtversuch angesehen wird.

Krematorium
Jede Krematoriumsbaustelle im KGL Birkenau untersteht ab sofort einem SS-Fachführer, der von Bischoff bestimmt wird und über die jeweilige Baustelle die ganze Verantwortung trägt.

Krematorium
Die Krematoriumsbaustellen im KGL Birkenau erhalten neue Numerierungen:
Krema II: BW 30
Krema III: BW 30a
Krema IV: BW 30b
Krema V: BW 30c

Zivilfirmen
ab dem 24.08.1942 sind 12 Zivilfirmen auf den Krematoriumsbaustellen des KGL Birkenau:
Firma Huta aus Kattowitz:
Beginn des Rohbaus von Krema IV und V, dann auch III

Firma Vedag aus Breslau, Zulieferer der Huta:
sichern die Keller von Krema II und III gegen Wasser

Continentale Wasser-Gesellschaft mbH aus Berlin:
Beginn der Drainage von Krema II

Firma Karl Falck aus Gleiwitz und Firma Triton aus Kattowitz:
Abschluss der Drainage von Krema II, dann auch Drainage von III, IV und V

Firma Konrad Segnitz aus Beuthen:
plant die Dachstühle der Kremas II-V und stellt die Baustoffe und Teile

Industrie-Bau-AG:
Dacharbeiten der Kremas II-V

Firma Riedel und Sohn aus Bielitz:
beenden den Rohbau von Krema IV und V

Firma Kluge aus Gleiwitz:
Assistenz für die Firma Topf beim Aufstellen der Öfen in den Kremas IV und V

Firma Hermann Hirt (Nachfolger):
beendet Bau von Krema IV und V

Jede Krematoriumsbaustelle benötigt etwa 150 Arbeiter, davon ca. zwei Drittel Häftlinge

Transport
Am 24.08.1942 trifft mit einem
Transport aus dem KL Groß-Rosen 1 "Häftling" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins KL Auschwitz erhält der Übernommene "Häftlinge" die Häftlingsnummer 61276

25.08.1942

Kommandantur
Nachweislich war der Adjutant des KL SS-Hauptsturmführer Mulka Robert am 25.08.1942 in Auschwitz. Er hat unter diesem Datum den Urlaubsschein für den SS-Oberscharführer
Hatzinger Franz (Wolfgang) unterschrieben.

Selektion
Ein SS-Lagerarzt führt eine Selektion unter den Kranken im Häftlingskrankenbau, in den Blöcken 13, 20, 21 und 28 durch, wobei er 80 Häftlinge aussucht, die am selben Tag durch
Phenolspritzen getötet werden.

» auf der Flucht erschossen «
die Jüdin Prin Lea Häftlingsnummer Nr. 17725, die am 20. August 1942 mit einem Transport des RSHA aus dem belgischen Lager Malines in das KL Auschwitz eingeliefert worden ist, wird » auf der Flucht erschossen «.

Transport
Am 25.08.1942 treffen mit einem
Transport 50 weibliche "Häftlinge" aus dem Pawiak Gefängnis in Warschau im KL Auschwitz ein. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD. Die ins Lager Übernommenen "Häftlinge" erhalten die Häftlingsnummern 18253 - 18302

Transport
Am 25.08.1942 erreicht ein Sonderzug mit 519 Personen (168 Frauen und Mädchen, 351 Männer und Jungen) das Konzentrationslager Auschwitz. Der
Transport kommt aus dem Polizeilichen Judendurchgangslager Westerbork, und hat Westerbork am 24.08.1942 verlassen. Nach der Selektion werden 231 Männer, die die Nummern 61277 - 61507 erhalten, sowie 38 Frauen, die die Nummern 18303 - 18340 erhalten, als Häftlinge in das Lager eingewiesen. Die übrigen 250 Deportierten werden der Sonderbehandlung zugeführt.

26.08.1942

fahrgenehmigung-dessau

Kommandantur/WVHA
Das SS-WVHA erteilt der Lagerleitung eine weitere Fahrgenehmigung für 1 LKW für den Hertransport für weiteres
Zyklon B aus Dessau mit der Begründung: Sonderbehandlung

Kommandantur
In einem Fernschreiben wird die Kommandantur des KL Auschwitz benachrichtigt, daß um 8.55 Uhr ein
Transport mit 1000 Juden Le-Bourget-Drancy in Richtung Auschwitz verlassen hat.

Transport
Am 26.08.1942 treffen mit einem
Transport 67 "Häftlinge" (51 männliche u. 16 weibliche) aus Kattowitz im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 51 männliche "Häftlinge" die Häftlingsnummern 61579 - 61629, 16 weibliche "Häftlinge" erhalten die Häftlingsnummern 18429 - 18444.

Transport
Am 26.08.1942 treffen mit einem
Transport 32 "Häftlinge" aus dem KL Sachsenhausen im KL Auschwitz ein. 32 "Häftlinge" werden mit den Häftlingsnummern 61630 - 61661 ins Lager Auschwitz übernommen.

Transport
Am 26.08.1942 erreicht der
Transport Nu 23 (Zug 901-18) mit 1007 Personen (darunter 518 Kinder im Alter von eins bis 14 Jahren) das KL Auschwitz. Der Transport hat die Bahnstation Bourget-Drancy am 24.08.1942 um 8:55 Uhr verlassen. Die Menschen waren im Internierungslager für Juden und unerwünschte Elemente Drancy inhaftiert. Nachdem Eintreffen des Zuges in Auschwitz wird durch die SS eine Selektion vorgenommen. Nach der Selektion werden 92 Männer, die die Nummern 61662 - 61753 erhalten, als Häftlinge in das Lager eingewiesen. Die übrigen 908 Deportierten werden der Sonderbehandlung zugeführt. 3 Männliche Personen aus diesem Transport haben den Krieg überlebt.

27.08.1942

Rattenplage im Konzentrationslager Auschwitz
In einem Schreiben vom 27.08.1942 von Sievers an Dr. Brandt (Schreiben an SS-Obersturmbannführer Dr. R. Brandt „Persönlicher Stab RFSS“, zitiert Sievers eine Stellungnahme Professor Hirts bezüglich der Anwendbarkeit von Lost zur Rattenbekämpfung hinsichtlich der Verträglichkeit für den Menschen:
„SS-Hauptsturmführer Professor Dr. Hirt, Straßburg, teilt mir auf Anfrage mit: ‚Lost in Verdünnung 1:100 ist auch für den Menschen schädlich, wenn es in entsprechenden Mengen an den Körper herankommt. Vor allen Dingen wirkt ja Lost bekanntlich noch in sehr großer Verdünnung vom Kleiderstoff aus stark schädigend, besonders in Verbindung mit Feuchtigkeit. An und für sich macht Lost in der Verdünnung 1:100, auf die Haut aufgebracht, noch eine Rötung, evtl. ruft es kleine Bläschen hervor, ohne, daß es zur Nekrose kommt.
Die Wirkung ist also viel schwächer als bei reinem Lost. Trotzdem kann es in entsprechenden Mengen an die Kleidung gebracht, besonders an den Schweißstellen, wie Achselhöhle, Leistenbeuge, genau so wirken wie konzentriertes Lost, dazu genügt häufig eine Spur. Das habe ich bei einem Laboratoriumsunfall an einem Laboranten erlebt, der ein Kaninchen nur eine Sekunde an seine Achselhöhle brachte und am nächsten Tag von dort aus eine Rötung bekam, die über den ganzen Körper wegzog, ohne allerdings weitere Folgen nach sich zu ziehen. Zur Verlostung kommt meiner Ansicht nach nur ein Gebiet in Frage, das zeitweise von menschlichen Bewohnern geräumt werden kann. Ganz ausgeschlossen ist natürlich die Anwendung von Lost in der Nähe von Lebensmittellagern, vor allem Getreidelagern, da man ja nicht weiß, inwieweit die Ratten noch Lost dahinschleppen. Es käme also lediglich eine Verlostung von Schlupfwinkeln unter Anwendung der diesbezüglichen Vorsichtsmaßregeln in Frage. Wie sich das technisch durchführen läßt, kann ich natürlich nicht entscheiden, das müßten entsprechende Fachleute beurteilen. Es ist aber wahrscheinlich ebenso wie mit allen anderen Giften, die bei der Rattenvertilgung angewandt werden (Phosphorarsenik, Strychnin usw.), daß jede Giftbekämpfung ihre 2 Seiten hat. Trotzdem erscheint mir Ihr Gedanke, an die Ausrottung des Ungeziefers mit einem Kampfstoff heranzugehen, durchaus nicht abwegig, es müßte nur von einem Kampfstoffexperten festgestellt werden, ob es nicht noch für den Menschen harmlosere Mittel gibt, die die Ratten umlegen.‘“

Transport
Am 27.08.1942 treffen mit einem
Transport 2 "Häftlinge" aus dem Konzentrationslager Mauthausen im Konzentrationslager Auschwitz ein. Die beiden "Häftlinge" werden mit den Häftlingsnummern 61836 u. 61837 ins KL übernommen.

Transport
Am 27.08.1942 treffen mit einem
Transport 23 "Häftlinge" (19 männliche u. 4 weibliche) aus Kattowitz im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 19 männliche "Häftlinge" die Häftlingsnummern 61838 - 61856, 4 weibliche "Häftlinge" erhalten die Häftlingsnummern 18445 - 18448.

Transport
Am 27.08.1942 treffen mit einem
Transport 15 "Häftlinge" aus Kattowitz im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 15 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 61923 - 61937

Transport
Am 27.07.1942 treffen mit einem
Transport aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau 66 "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 66 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 61857 - 61922.

Transport
Am 27.08.1942 erreicht der fünfte
Transport des RSHA mit 995 Juden (363 Männer und 123 Jungen sowie 400 Frauen und 109 Mädchen) aus dem Durchgangslager für Juden und unerwünschte Elemente Mechelen/Malines (St. Georges Kaserne) kommend das KL Auschwitz Nach der Selektion in Auschwitz werden 101 Männer, die die Nummern 61938 - 62038 erhalten, und 114 Frauen, die die Nummern 18449 . 18562 erhalten, als Häftlinge in das Lager eingewiesen. 780 Personen werden der Sonderbehandlung zugeführt.

28.08.1942

Kommandantur
In einem Fernschreiben wird die Kommandantur des KL Auschwitz benachrichtigt, daß um 8.55 Uhr ein
Transport mit 1000 Juden Le-Bourget-Drancy in Richtung Auschwitz verlassen hat.

Transport
Am 28.08.1942 treffen mit einem
Transport 4 weibliche und 30 männliche "Häftlinge" aus dem Distrikt Krakau im KL Auschwitz ein. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD aus Krakau. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 4 weiblichen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 18563 - 18566 und die Übernommenen 30 männlichen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 62039 - 62068

Transport
Am 28.08.1942 trifft der
Transport Nr. 24 (Zug 901-19) im KL Auschwitz ein. Der Transport hat den Bahnhof Bourget Drancy mit 1002 Personen (darunter 360 jüdische Kinder u. 389 meist männliche Juden, die zuvor in den Fremdarbeitergruppen (Groupes de travailleurs étrangers, GTE) gefangen waren) am Morgen des 26.08.1942 um 8:55 Uhr verlassen. In seiner Zeugenaussage nach dem Krieg erzählte Joseph Nisenmann, ein Überlebender dieses Transports, von seiner Deportation aus Drancy am 26. August 1942. Er erinnerte sich, wie er mit weiteren 90 bis 95 Juden, darunter viele Kinder, in einen Viehwaggon gepfercht wurde. Nach einer kurzen Zeit war der Inhalt des Eimers, den die Deportierten zur als Toilette benutzten, über den gesamten Waggon verschüttet. Es war unerträglich heiß und die ständigen Bitten um Wasser blieben unerhört. Nisenmann erinnerte sich auch an den Halt in Kosel, wo 250 Männer im Alter zwischen 16 und 45 aus dem Zug genommen wurden.
Eine zweite Selektion findet an der, als Judenrampe bezeichneten, Ausladerampe in Auschwitz statt; 27 Männer, die die Nummern 62093 - 62119 erhalten, sowie 36 Frauen, die die Nummern 18609 - 18644 erhalten, werden als Häftlinge in das Lager eingewiesen. Die übrigen 737 Deportierten werden der Sonderbehandlung zugeführt. Laut dem Historiker Serge Klarsfeld gab es 1945 24 Überlebende dieses Transports.

29.08.1942

Tagebuch SS-Obersturmführer Kremer Hans (Paul) Dr. Dr.
Tagebucheintrag SS-Obersturmführer Kremer Hans (Paul) Dr. Dr.
Kommandierung lt. F.L.HSSZ 2150 28.8. ... 1833 No.1565 zum KZ Auschwitz, da angeblich dort ein Arzt wegen Krankheit ausgefallen ist.

Sonderbehandlung
Der Lagerarzt Doktor
Entress, Scherpe und Klehr haben am 29.08.1942 im Block 20 746 Häftlinge zur Vergasung ausgesondert (Bericht) und die Räumung des Blocks und das Verladen der Häftlinge auf Lastwagen überwacht und in den Gaskammern töten lassen.

Transport
Am 29.08.1942 treffen mit einem
Transport 13 weibliche u. 44 männliche "Häftlinge" aus dem Distrikt Krakau im KL Auschwitz ein. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD aus Krakau. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 13 weiblichen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 18596 - 18608, 44 männliche "Häftlinge" erhalten die Häftlingsnummern 62120 - 62163

30.08.1942

Tagebuch SS-Obersturmführer Kremer Hans (Paul) Dr. Dr.
Tagebucheintrag SS-Obersturmführer
Kremer Hans (Paul) Dr. Dr.
Abfahrt Prag 8.15 über Böhmisch Trübau, Olmütz, Prerau, Oderberg. Ankunft im KL Auschwitz 17.36. Im Lager wegen zahlreicher Infektionskrankheiten (Fleckfieber, Malaria, Durchfälle) Quarantäne. Erhalte streng geheimen Instruktionsbefehl durch den Standortarzt Hauptsturmführer Uhlenbrock und werde im Haus der Waffen-SS in einem Hotelzimmer untergebracht.

Luftangriff
In der Nacht vom 30./31.08.1942 fliegen die Alliierten einen Luftangriff auf das KL
Ein paar Flugzeuge beleuchteten das Lager, und man warf zwei Bomben auf Brzezinka ab. Vielleicht wollten sie das Krematorium treffen, aber die Aktion war nicht ernsthaft. Aber auf die Häftlinge hatte sie eine ausgezeichnete Wirkung. Sie sahen Chaos unter den SS-Männern. Zwei Posten, die auf den nächstgelegenen Wachtürmen standen, verließen diese in Panik und rannten den Stacheldraht entlang, als ob sie den Kopf verloren hätten. Von den Kasernen liefen SS-Männer in einem unordentlichen Haufen zum Lager und suchten sich gegenseitig. Leider war das ein schwacher Angriff.

Transport
Am 30.08.1942 erreicht ein
Transport bestehend aus 14 Wagen das KL Auschwitz. Der Zug hat am Freitag 28.08.1942 den Bahnhof Hooghalen (Mitte November 1942 wurde das Streckengleis vom Bahnhof Hooghalen ins Lager fertiggestellt. Nun hielten die Züge direkt in Westerbork) mit 608 Personen darunter 122 Kinder (einige Quellen geben 800 Personen an) verlassen. Die Menschen waren im Polizeilichen Durchgangslager Westerbork untergebracht gewesen. Am späten Nachmittag des 29.08.1942 erreicht der Transport den etwa eine Autostunde vor Auschwitz-Birkenau gelegenen Bahnhof der Stadt Cosel (Kozle). Hier werden 158 Männer, darunter 75 aus Limburg, auch Leo Benedik und Karel van der Horst (obwohl nur 15 Jahre alt) bei einer Selektion durch SS und Angehörige der Organisation Schmelt (benannt nach ihrem Leiter, dem Breslauer Polizeipräsidenten und SS-Oberführer Albrecht Schmelt) aus dem Zug geholt und in Arbeitslager gebracht. Von diesem Transport haben 11 Männer, die in Cosel ausgestiegen waren, überlebt. Die in Auschwitz angekommenen wurden ohne Ausnahme der Sonderbehandlung zugeführt.

Transport
Am 30.08.1942 treffen mit einem
Transport 73 weibliche u. 43 männliche "Häftlinge" aus Maribor im KL Auschwitz ein. Die Einweisung erfolgte durch die Gestapo in Maribor. Nach einer Selektion im KL Auschwitz werden 73 weibliche "Häftlinge" mit der Häftlingsnummer 18676 - 18748 u. 43 männliche "Häftlinge" mit der Häftlingsnummer 62209 - 62251 ins Lager Übernommen

31.08.1942

Frauenlager KL Birkenau
das Frauenlager im KL Birkenau umfaßt am Abend des 31. August 1942 16.584 Gefangene

Tagebucheintrag SS-Obersturmführer Kremer Hans (Paul) Dr. Dr.
Tropenklima bei 38° im Schatten, Staub und unzählige Fliegen! Verpflegung im Führerheim ausgezeichnet. Heute abend gabs z.B. saure Entenleber für 0.40 RM, dazu gefüllte Tomaten, Tomatensalat usw. Wasser ist verseucht, dafür trinkt man Selterswasser, das unentgeltlich verabfolgt wird (Mattoni). Erste Impfung gegen Flecktyphus. Photographische Aufnahme für den Lagerausweis

Flecktyphusepidemie
Es wird damit begonnen, die Häftlingsblöcke im Stammlager zu desinfizieren. Die Häftlinge aus den Blöcken, die desinfiziert werden sollen, werden in den Blöcken 1 bis 10 untergebracht, die zuvor mit weiblichen Häftlingen belegt waren und in der Zwischenzeit desinfiziert worden sind. Zur Desinfektion wird das Gas Zyklon B verwendet.
Die Tötung von 746 Häftlingen, die als Kranke und Rekonvaleszente in Block 20, dem Infektionsblock des Häftlingskrankenbaus, gelegen haben, hat die Flecktyphusepidemie nicht eingedämmt. In die Leichenhalle des Lagers werden die Leichen von 35 Häftlingen eingeliefert; 23 von ihnen kommen aus dem Block 20.

Hartmann Betti
die am 19.02.1927 in Wattenscheid geborene Betti Hartmann wird im KL Auschwitz ermordet. SS-Obersturmführer Dr. Dr.
Kremer Hans (Paul) teilt dem Standesbeamten in Auschwitz ihren Tod mit. Als Todesursache gab Kremer "Influenza" an.

"Flucht"
dem am "
24.09.1924 in Bartolome geb. Häftling" Stromec Maria gelingt die Flucht aus dem KL Auschwitz. Stromec war am 10.08.1942 mit einem Transport aus Celje in Jugoslawien in Auschwitz angekommen. Die Kommandantur des KL Auschwitz beendet am 09.09.1942 die Suchaktion nach dem Häftling Maria Stromec, die am 31.08.1942 aus dem Lager geflohen und wieder ergriffen worden ist.

"Flucht"
dem am 09.08.1914 in Auschwitz geborenen "Häftling" Pronobis Wladyslaw Häftlingsnummer 60405 (Sterbebucheintrag 37724/1942 Sterbedatum 22.10.1942) flieht aus dem Lager. Pronobis war am 21.08.1942 von der Stapoleitstelle Kattowitz in das KL Auschwitz eingewiesen worden.

"Fluchtversuch"
um 6:05 Uhr wird der am 22.01.1915 in Litzmannstadt geborene "Häftling" Rozen Hersz Häftlingsnummer 42482 (Sterbebucheintrag 25751/1942 Sterbedatum 31.08.1942) von dem auf dem Turm 4 in Birkenau Dienst tuenden SS-Schütze
Hunka Arnold erschossen.

Transport
Am 31.08.1942 erreicht der
Transport No 25 (D901 - 20) das Konzentrationslager Auschwitz. Der Transport hatte das Internierungslager für Juden und unerwünschte Elemente Drancy am 28.08.1942 um 8:55 Uhr mit 1000 Juden und unerwünschten Elemente verlassen. In dem Transport befinden sich 280 Kinder im Alter bis zu 14 Jahren. Unter den Erwachsenen sind 253 Männer im Alter von 18 bis 50 Jahren, die Kinder waren am 25.08.1942 mit einem Transport aus dem Durchgangslager (Camp de transit de Pithiviers) ins Internierungslager für Juden und unerwünschte Elemente Drancy gebracht worden. Eine erste Selektion findet in Cosel statt (bei der ersten Selektion in Cosel wurden wahrscheinlich 253 Männer festgehalten). Nach der Selektion im KL Auschwitz werden lediglich 71 Frauen, die die Nummern 18749 - 18819 erhalten, als Häftlinge in das Lager eingewiesen. 676 Menschen werden der Sonderbehandlung zugeführt.
Laut dem Historiker Serge Klarsfeld gab es 1945 acht Überlebende dieses Transports.

Transport
Am 31.08.1942 treffen mit dem 6. RSHA
Transport aus dem Durchgangslager für Juden und unerwünschte Elemente Mechelen/Malines 332 Männer und 90 Jungen sowie 489 Frauen und 89 Mädchen im KL Auschwitz ein. Aus diesem Transport wird bei der Ankunft in Auschwitz niemand als Häftling in das Lager eingewiesen. Der Transport hat Mechelen/Malines am 29.08.1942 mit 1000 Personen 415 Männer und 585 Frauen) verlassen. Transport VI war zwei Tage unterwegs, bis er am 31. August in Cosel hielt. Er war der erste Transport aus Belgien, der in Oberschlesien Arbeitssklaven für die Dienststelle Schmelt ablud, die die Juden an die Reichsautobahndirektion und diverse Industrieunternehmen verlieh. Alle Männer zwischen 15 und 50 mussten den Zug verlassen. 248 Deportierte, die dem Befehl gehorchten, wurden zuerst ins Konzentrationslager Groß-Rosen geschickt. Von dort wurden sie auf verschiedene Sklavenarbeitslager wie Gogolin und Klein Mangersdorf verteilt.

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