Gefängnis Krakau-Montelupich


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Polen, Woiwodschaft Kleinpolen, Hauptstadt der Woiwodschaft Kleinpolen

Das Gefängnis Montelupich in Krakau wurde am Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Zwei der acht Gebäude des Ensembles stehen heute unter Denkmalschutz. Das Gefängnis wurde im Zweiten Weltkrieg von der Gestapo genutzt, in der Nachkriegszeit dann vom NKWD. Noch heute wird das Gefängnis von den polnischen Behörden als Justizvollzugsanstalt genutzt.

Der Prozess und die Exekution von KL Auschwitz-Birkenau in Krakau 1947/1948
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08.07.1940

Am 08. Juli 1940 entkamen aus der Todeszelle Nr. 87 drei Häftlinge: Stanislaw Marusarz (ein bekannter polnischen Skispringer), Aleksander Bugajski, Pseudonym «Halny», und Sadowski. Der vierte Flüchtling, der 18jährige Jablonski, wurde angeschossen. Die vier werden wieder verhaftet und am 18.07.1940 ins KL Auschwitz deportiert.

18.07.1940

Auf Befehl des Chefs der Sipo u. SD Krakau werden am 18. Juli 1940 65 „Häftlinge“ aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Die ins Lager übernommenen „Häftlinge“ erhalten die Nummern 1355 - 1419. Nach Aussagen ehemaliger Häftlinge erhielt jeder angekommene zur Begrüßung eine Prügelstrafe von 25 Schlägen verabreicht. Die Strafe wurde vor dem Block 16 ausgeführt. Die Prügelstrafe führte, neben anderen, der Rapportführer Gerhard Palitzsch aus. (Es handelte sich um eine SS Typische Racheaktion, In diesem Fall für die Flucht von Stanislaw Marusarz, einem bekannten polnischen Skispringer, der aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ge¬flohen ist. Die Flucht geschah am 8. Juli 1940, damals entkamen aus der Todeszelle Nr. 87 drei Häftlinge: Stanislaw Marusarz, Aleksander Bugajski, Pseudonym «Halny», und Sadowski. Der vierte Flüchtling, der 18jährige Jablonski, wurde angeschossen.)

30.08.1940

am 30.08.1940 werden auf Anordnung des Chef der Sipo und des SD für den Distrikt Krakau 413 Häftlinge aus dem Gefängnis in Tarnow und 25 Häftlinge aus dem Gefängnis Montelupich ins KL Auschwitz deportiert. Die ins Lager übernommenen erhielten die Häftlingsnummer 3289 - 3698, 3701 - 3727 u. 3730.

08.10.1940

Mit einem Transport werden am 08.10.1940 auf Anordnung des Chef der Sipo und des SD für den Distrikt Krakau 312 Häftlinge aus dem Gefängnis in Tarnow und 30 Häftlinge aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Nach der übernahme ins Lager erhalten die Häftlinge die Häftlingsnummern 5602 - 5890, 5894 - 5945 u. 5950. Unter den Häftlingen befindet sich der am 1. Januar 1911 in Kroscienko geborene Mediziner u. Hochschullehrer Fejkiel Władysław.

09.11.1940

Mit diesem Transport werden auf Anordnung des Kommandeurs der Sipo und des SD für den Distrikt Krakau 28 "Häftlinge" aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die "Häftlinge" die Häftlingsnummern 6148 - 6175

10.01.1941

Mit diesem Transport werden auf Anordnung der Sipo und des SD für den Distrikt Krakau 169 Häftlinge aus dem Gestapogefängnis in Tarnow und 102 Häftlinge aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Die ins Lager Übernommenen "Häftlinge" erhielten die Häftlingsnummern 9133 - 9403. Die Nummer 9362 erhält Tadeusz Orzelski, ein Verbindungsmann der konspirativen Polnischen Sozialistischen Partei und des Verbandes für den bewaffneten Kampf (ZWZ); er ist bei der Beschaffung von zehn Pässen, die den Kurieren der Untergrundbewegung dienen sollen, verhaftet worden.

21.02.1941

Mit diesem Transport werden auf Anordnung der Sipo und des SD für den Distrikt Krakau 55 "Häftlinge" aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die 55 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 10359 - 10413

05.04.1941

Mit diesem Transport werden auf Anordnung des Kommandeurs der Sipo und des SD für den Distrikt Krakau 536 Häftlinge aus dem Gefängnis in Tarnow und 397 Häftlinge aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Nach der übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 11202 - 11536, 11538 - 11923, 11925 - 12134, 13678 - 13683, 13685 - 13688 u. 13692 - 13694

09.06.1941

Mit diesem Transport werden auf Weisung der Sipo und dem SD ? "Häftlinge" aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 48 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 17182 - 17229

26.06.1941

Mit diesem Transport werden auf Weisung der Sipo u. des SD ? "Häftlinge" aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 50 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 17332 - 17381. Unter den Deportierten befindet sich der ehemalige Bürgermeister von Krakau, Dr. Czuchajowski Boleslaw (Häftlingsnummer 17365). Czuchajowski Boleslaw wird am 03.07.1941 mit 79 anderen "Häftlingen" in der Kiesgrube am Theatergebäude erschossen.

11.07.1941

Mit diesem Transport werden auf Weisung der Sipo u. des SD ? "Häftlinge" aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 182 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 17864 - 18045

21.07.1941

In der Nacht vom 21.07.1941 auf den 22.07.1941 versucht der am 28.08.1923 in Krakau geborenen Karwat Jerzyaus dem Gefängnis Montelupich zu fliehen. Er war in der Nacht vom 20.05.1941 zum 21.05.1941 in der Wohnung der Fam. Karwat in Krakau aufgespürt worden. (Karwat Jerzyaus stand im Verdacht, Mitglied einer illegalen Organisation zu sein).
Nach erneuter Festnahme ist er in die Dunkelzelle eingeliefert worden, in der er mit seiner Mutter, die sich auf eigene Bitte mit ihm einsperren ließ, 46 Tage verbracht hat. Sein Vater Karol Karwat ist am 26.06. 1941 in das KL Auschwitz eingeliefert worden (Häftlingsnummer 17353), wo er wahrscheinlich am 3. Juli 1941 erschossen worden ist. Die Mutter Paulina Karwat ist Anfang September in das KL Ravensbrück abtransportiert worden.
(er selber wird am 22.09.1941 ins KL
Auschwitz deportiert)
1. Frankfurter Auschwitz-Prozess
»Strafsache gegen Mulka u.a.«, 4 Ks 2/63
Landgericht Frankfurt am Main 49.
Verhandlungstag, 25.05.1964 und 50. Verhandlungstag, 29.05.1964
Vernehmung des Zeugen Kazimierz Smolen
50. Verhandlungstag, 29.05.1964
Zeuge Kazimierz Smolen
Stark ging mit ihm zusammen auf den Block 11. Er war ohne den Karabiner.
Nach ein paar Tagen erfuhren wir, daß Karwat nicht mehr lebt.

04.11.1941

Mit diesem Transport werden 20 "Häftlinge" aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 20 Übernommene "Häftlinge" die Häftlingsnummern 22399 - 22418

06.11.1941

Mit diesem Transport werden 55 "Häftlinge" aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 55 Übernommene "Häftlinge" die Häftlingsnummern 22455 - 22509

15.12.1941

Mit diesem Transport werden 100 "Häftlinge" aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 100 Übernommene "Häftlinge" die Häftlingsnummern 24496 - 24595.

24.04.1942

Mit diesem Transport werden 98 "Häftlinge" aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 98 Übernommene "Häftlinge" die Häftlingsnummern 32489 - 32586. Diese Häftlinge sind im Krakauer Künstler-Kaffeehaus, in der Lobzowska-Straße Nr. 3, am 16.04.1942 verhaftet worden. Ein zweiter Transport fand am 25.04.1942 statt.

25.04.1942

Mit diesem Transport werden 100 "Häftlinge" aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 100 Übernommene "Häftlinge" die Häftlingsnummern 33091 - 33190. Diese Häftlinge sind im Krakauer Künstler-Kaffeehaus, in der Lobzowska-Straße Nr. 3, am 16.04.1942 verhaftet worden. Ein erster Transport fand am 24.04.1942 statt

27.04.1942

Mit diesem Transport werden 58 weibliche "Häftlinge" aus dem Gestapogefängnis Tarnow u. 69 weibliche "Häftlinge" aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD für den Distrikt Krakau. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 6784 - 6910. Nach einem Bad in einem Bassin mit schmutzigem Wasser werden an sie gestreifte Sommerkleider, schmutzige Unterwäsche und Holzschuhe ausgegeben. Spät in der Nacht werden sie mit Gewalt in den Block 8 gebracht

11.05.1942

Mit diesem Transport werden 60 "Häftlinge" aus dem Gestapogefängnis Tarnow u. 61 "Häftlinge" aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD für den Distrikt Krakau. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 34904 - 35024

18.05.1942

Mit diesem Transport werden 70 "Häftlinge" aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 35688 - 35757

22.05.1942

Mit diesem Transport werden 9 weibliche "Häftlinge" aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 7470 - 7478

03.06.1942

Mit diesem Transport werden 68 "Häftlinge" aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 37247 - 37314

11.06.1942

Mit diesem Transport werden 62 "Häftlinge" aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 39190 - 39251

15.06.1942

Mit diesem Transport werden 67 "Häftlinge" aus dem Gestapogefängnis Tarnow u. 65 "Häftlinge" aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD für den Distrikt Krakau. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 39421 - 39552.

17.06.1942

Mit diesem Transport werden 58 "Häftlinge" aus dem Gestapogefängnis Tarnow u. 65 "Häftlinge" aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD für den Distrikt Krakau. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 39553 - 39675.

19.06.1942

Mit diesem Transport werden 58 "Häftlinge" aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 39830 - 39887

26.06.1942

Mit diesem Transport werden 20 "Häftlinge" aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 41624 - 41643

11.07.1942

Mit diesem Transport werden 30 weibliche "Häftlinge" aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 8542 - 8571

13.07.1942

Mit diesem Transport werden 70 "Häftlinge" aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 46651 - 46720. Die Nummer 46688 erhält Prof. Dr. Jan Olbrycht.

24.07.1942

Mit diesem Transport werden 60 "Häftlinge" aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 51426 - 51485.

27.08.1942

Mit diesem Transport werden 66 "Häftlinge" aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 66 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 61857 - 61922.

04.09.1942

Mit diesem Transport werden 34 "Häftlinge" aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ins KL Auschwitz deportiert. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo und dem SD für den Distrikt Krakau. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 34 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 62931 - 62964.

Die Nummer 62933 erhält Jözef Cyrankiewicz und die Nummer 62937 erhält Tadeusz Holuj; beide schließen sich nach ihrer Einlieferung in das Lager den linksorientierten Widerstandsgruppen im Lager an, deren polnische Gruppe von Jözef Cyrankiewicz geleitet werden wird. Im Stammlager arbeiten mit Jözef Cyrankiewicz u. a. die Häftlinge Tadeusz Holuj, Ludwik Rajewski (Nr. 4217), Stanislaw Klodziriski (Nr. 20019), Tadeusz W4sowicz (Nr. 20035), Adam Kurylowicz (Nr. 18487), Konstanty Jagiello (Nr. 4507) und Lucjan Motyka (Nr. 136678) zusammen.

23.12.1946

der ehmaligen SS Aufseherin (KL Auschwitz, AEL Brauweiler, KL Lichtenburg u. KL Ravensbrück) Langefeld Johanna gelingt mit Hilfe ehemaliger Häftlingsfrauen die Flucht aus dem Gefängnis

24.12.1947

SS-Oberscharführer
Hertwig Heinz (Erich)
* 14.08.1921 in Chemnitz
† 24.12.1947 im Montelupich Gefängnis
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz

24.01.1948

SS-Unterscharführer
Buntrock Fritz (Wilhelm)
* 08.03.1909 in Osnabrück
† 24.01.1948 in Krakau (gehängt)
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz

SS-Hauptscharführer
Gehring Wilhelm (Gerhard)
* 14.01.1901 in Osnabrück
† 24.01.1948 im Krakauer Gefängnis gehängt
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz, KL Sachsenhausen u. KL Monowitz, KL Wewelsburg u. NL Eintrachthütte

SS-Untersturmführer und Kriminalsekretär
Grabner Maximilian (Max)
* 02.10.1905 in Wien
† 24.01.1948 im Montelupich Gefängnis in Krakau gehängt
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz

am 24.01.1948 wird der am 22.12.1947 wegen Beteiligung an Selektionen im KL Auschwitz zum Tode verurteilte deutsche SS-Obersturmführer
Josten Heinrich im Montelupich-Gefängnis gehängt.

am 24.01.1948 wird der wegen seiner Verbrechen in dem KL Auschwitz, KL Dora, KL Monowitz u. NL Kobier zum Tode verurteilte deutsche SS-Obersturmführer
Kollmer Josef im Montelupich-Gefängnis gehängt.

SS-Unterscharführer
Kirschner Hermann
* 07.10.1910 in Giesmanndorf (Gosciszowie)
† 24.01.1948 in Krakau (gehängt)
16.05.1940 - 26.09.1944 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz


SS-Sturmbannführer
Kraus Franz Xaver
* 27.09.1903 in München
† 24.01.1948 in Krakau (gehängt)
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Esterwegen, KL Lichtenburg, KL Columbia, KL Sachsenhausen u. KL Auschwitz

SS-Unterscharführer
Lätsch Otto (Arthur)
* 26.11.1905 in Lichtenberg (Bialogora)
† 24.01.1948 in Krakau (gehängt)
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz, KL Monowitz u. NL Gleiwitz IV

SS-Obersturmbannführer
Liebehenschel Artur
* 25.11.1901 in Posen
† 24.01.1948 in Krakau (gehängt)
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Columbia, KL Lichtenburg, KL Auschwitz u. KL Majdanek

SS-Maid (SS-Gefolge)
Mandl Maria* 10.01.1912 in Münzkirchen
t 24.01.1948 in Krakau (Montelupich-Gefängnis)
Vor 1945 Angehörige der Lagermannschaft im KL Lichtenburg, KL Ravensbrück, KL Auschwitz u. NL Mühldorf

SS-Obersturmbannführer
Möckel Karl (Ernst)
* 09.01.1901 Klingenthal
+ 24.01.1948 Gefängnis Montelupich
vor 1945 Angehöriger des WVHA u. der Lagermannschaft im KL Auschwitz

SS-Unterscharführer
Müller Kurt (Hugo)
* 14.04.1909 in Harpersdorf
† 24.01.1948 im Montelupich Gefängnis, Krakau (gehängt)
ab 15.10.1940 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz

Bei Sonnenaufgang ( 7.09) wurden Artur Liebehenschel, Hans Aumeier, Maximilian Grabner, Karl Möckel und Maria Mandel ( 1,64 cm., 60 kg ) in den Hinrichtungsraum gebracht in dem 5 Henkerstricke vorbereitet waren . Der Staatsanwalt verlas die Urteile , dann riefen Liebehenschel und Maria Mandel : "Es lebe Polen!"
Der Henker hängte zuerst die 4 Männer, als letzte Maria Mandel.
Während 15 Minuten baumelten sie an den Stricken, dann stellte der Gefängnisarzt den Tod der Gehenkten fest. Um 7.38 wurden die Körper der Kriminellen vom Galgen abgenommen.
7.43 : Als nächste Gruppe wurden gehängt : Kraus, Muhsfeldt, Kirschner, Josten, Gehring.
8.16 : Dann kamen : Müller, Plagge, Latsch, Buntrock, Bogusch.
8.48 : Götze, Szczurek, Therese Rosi Brandel , Köllmer, Ludwig, Schumacher.

Die 21 Körper der Gehenkten wurden zum Anatomie- Institut der Universität Krakau transportiert wo sie als Anschauungsmaterial für Studenten dienten. Ein damaliger Medizin-Student ( der heute als Arzt in Polen praktiziert) erinnert sich noch daran, dass er den Leichnam von Maria Mandel sezierte.

28.01.1948

SS-Scharführer
Bogusch August (Raimond)
* 05.08.1890 in Lublinitz (Lubliniec)
† 28.01.1948 im Gefängnis Montelupich in Krakau gehängt
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Buchenwald, KL Auschwitz, Polizeihäftlingslager Grini u. KL Mauthausen

SS-Rottenführer
Götze Paul (Franz)
* 13.11.1903 in Halle an der Saale
† 28.01.1948 im Montelupich Gefängnis in Krakau gehängt
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz u. KL Buchenwald

SS-Oberscharführer
Ludwig Herbert (Paul)
* 16.11.1904 in Griesbach
† am 28.01.1948 im Gefängnis Montelupich in Krakau gehängt
1940 - 00.01.1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz u. NL Harmense


SS-Oberscharführer
Muhsfeldt Erich
* 18.02.1913 in Neubrück (Hennigsdorf)
† 28.01.1948 im Gefängnis Montelupich in Krakau gehängt
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz, KL Lublin-Majdanek u. KL Flossenbürg

00.02.1948

SS-Sturmmann
Grubel Gottfried
* 05.07.1905 in Neustadt am Main
† 00.02.1948 im Montelupich Gefängnis
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz

08.01.1949

um 7:05 Uhr Morgens wird die am 27.10.1902 in Klein Damner (Dąbrówka Mała) geborene SS-Maid Lupka Elisabeth im Montelupich Gefängnis gehängt. Sie war vor 1945 Angehörige der Lagermannschaft im KL Auschwitz u. KL Ravensbrüc.
Ihr Körper wurde zur Universitätsklinik Jagielloñski in Kraków, Kopernika 12 gebracht, als Anschauungsmaterial für Medizinstudenten.