Auschwitz Teil 3 (Januar - Juni 1941)

03.01.1941

Fluchtversuch
Ein fliehender Häftling der versuchte, an den Drähten des Lagerzauns hochzuklettern, wird von den SS-Männern
Culemann Adolf u. Beier NN. erschossen. Im Wachbuch wird als Zeitpunkt 7:10 Uhr eingetragen.

Transport
Am 03.01.1941 treffen mit einem
Transport aus Troppau (Opawa) ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhält 1 "Häftling" die Häftlingsnummer 7880


05.01.1941

Kommandantur
Kommandantursonderbefehl

Kommandantur
Kommandantursonderbefehl


07.01.1941

Transport
Am 07.01.1941 treffen mit einem
Transport ? Häftlinge aus dem Pawiak Gefängnis in Warschau im KL Auschwitz ein. Der Transport wurde von der Sipo und dem SD veranlasst. 518 Personen dieses Transportes sind Namentlich bekannt. Sie erhielten die Häftlingsnummern: 7881 - 8399
Unter den Häftlingen dieses Transportes befindet sich Norbert Barlicki, (ehemaliger Innenminister Polens und Bürgermeister von Lodz, ein erfahrener Politiker der Polnischen Sozialistischen Partei (PPS), der sich der konspirativen Widerstandsbewegung im Lager anschließt.) Die Nummer 8230 erhält Jan Mosdorf, einer der Führer des nationalradikalen Lagers (ONR), der im KL Auschwitz ebenfalls mit der konspirativen Tätigkeit beginnt. Mit diesem Transport werden die Häftlinge Juliusz Kempler (Nr. 2045) und Stanislaw Palka (Nr. 4122) nach Auschwitz zurückgebracht, die aus dem KL Auschwitz in das Pawiak-Gefängnis überstellt worden sind.


Transport
Am 07.01.1941 treffen auf Anordnung des Kommandeurs der Sipo und des SD für den Distrikt Radom mit einem
Transport aus Radom 97 "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die "Häftlinge" die Häftlingsnummern 8390 - 8486


09.01.1941

Transport
Am 09.01.1941 treffen auf Anordnung des Kommandeurs der Sipo und des SD für den Distrikt Radom mit einem
Transport aus Radom 121 "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die "Häftlinge" die Häftlingsnummern 8487 - 8607

Transport
Am 09.01.1941 treffen auf Anordnung des Kommandeurs der Sipo und des SD mit einem
Transport aus Lublin 525 "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die "Häftlinge" die Häftlingsnummern 8608 - 9132


10.01.1941

Transport
Am 10.01.1941 treffen mit einem
Transport 169 Häftlinge aus dem Gestapogefängnis in Tarnow und 102 Häftlinge aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau im KL Auschwitz ein. Der Transport wurde auf Anordnung der Sipo und des SD für den Distrikt Krakau durchgeführt. Die ins Lager Übernommenen "Häftlinge" erhielten die Häftlingsnummern 9133 - 9403. Die Nummer 9362 erhält Tadeusz Orzelski, ein Verbindungsmann der konspirativen Polnischen Sozialistischen Partei und des Verbandes für den bewaffneten Kampf (ZWZ); er ist bei der Beschaffung von zehn Pässen, die den Kurieren der Untergrundbewegung dienen sollen, verhaftet worden.


11.01.1941

Transport
Mit einem
Transport treffen am 11.01.1941 ? "Häftlinge" aus Lodz im KL Auschwitz ein. Die Einweisung erfolgte auf Anordnung der Gestapo in Lodz. Die ins Lager übernommenen 61 "Häftlinge" erhalten die Häftlingsnummern 9404 - 9464


12.01.1941

Fluchtversuch
um 8:20 Uhr wird neben dem Wachturm A ein Häftling, der versucht, über den Stacheldrahtzaun des Lagers zu klettern, von den SS-Männern Kehn u. Bilss erschossen. (Es ist eher ein Selbstmord, denn ein Fluchtversuch, darauf weist die Uhrzeit hin).


14.01.1941

Am 14.01.1941 treffen mit einem Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhält der am 29.06.1895 in Chorzow geborene Steindorf Alojzy die Häftlingsnummer 9465


15.01.1941

Kommandantur
Kommandantursonderbefehl


16.01.1941

Transport
Am 16.01.1941 treffen mit einem
Transport aus Krakau ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 26 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 9466 - 9491


17.01.1941

Transport
Am 17.01.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? Juden u. unerwünschte Elemente im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager wird der am 28.07.1902 geborene Kunowicz Franciszek mit der Häftlingsnummer 9492 registriert. Kunowicz Franciszek ist am 14.04.1944 in Auschwitz "verstorben"


20.01.1941

Kommandantur
Kommandantursonderbefehl


22.01.1941

Transport
Am 22.01.1941 treffen mit einem
Transport ? "Häftlinge" aus Kattowitz im KL Auschwitz ein. Die beiden "Häftlinge" Marcinczyk Stanislaw geboren 23.01.1921 in Dankowice u. Firganek Jan geboren 02.06.1900 in Bestwinka erhalten nach der Aufnahme ins Lager die Häftlingsnummern 9495 u. 9496. Firganek ist am 05.05.1942 in Auschwitz "verstorben"


23.01.1941

Transport
Am 23.01.1941 werden mit einem 657 "Häftlinge" aus dem Konzentrationslager Auschwitz ins Konzentrationslager
Flossenbürg überstellt. In diesem Transport waren laut Transportliste polnische Juden u. "unerwünschte Elemente"


25.01.1941

Kommandantur
Kommandantursonderbefehl

Kommandantur
Rundschreiben

Transport
Am 25.10.1940 treffen mit einem
Transport aus Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der übernahme ins Lager erhalten 20 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 9520 - 9539


27.01.1941

Kommandantur
Kommandantursonderbefehl


29.01.1941

Am 29.01.1941 treffen mit einem Transport ? "Häftlinge" aus dem Regierungsbezirk Kattowitz im KL Auschwitz ein. Die beiden "Häftlinge" Komorowicz Jozef geb. am 07.04.1884 in Sucha u. Furtak Jozef geb. 18.01.1914 in Bielsko-Biała erhalten nach ihrer Übernahme ins Lager die Häftlingsnummern 9540 u. 9541. Furtak Jozef wurde am 05.05.1945 im KL Mauthausen befreit.


30.01.1941

Rudolf Höß
Am 30. Januar feiert Lagerkommandant Rudolf Höß mit Ertl und anderen den Jahrestag von Hitlers Machtergreifung und bespricht „vordringliche Bauaufgaben im Jahre 1942“, darunter eine neue Kommandantur, die später mit 3,3 Millionen Reichsmark kalkuliert wird. Akut wichtiger sind aber ein Krematorium und ein „Wäschereigebäude mit Entlausung, Zugang und Häftlingsbad“. Für die Neubauten sollen „2.000 einsatzfähige Häftlinge abgestellt werden“


01.02.1941

Transport
Am 01.02.1941 trifft ein
Transport aus dem Gestapogefängnis Pawiak in Warschau im KL Auschwitz ein. In dem Transport sind 383 Häftlinge, die am 12. Januar 1941 in Warschau verhaftet und größtenteils von der Gestapo nicht verhört worden sind. Die übrigen 210 Häftlinge sind wegen unerlaubten Waffenbesitzes und Kontakten zu illegalen Organisationen verhaftet worden. 592 Personen dieses Transportes sind Namentlich bekannt. Sie erhielten die Häftlingsnummern: 9571 - 10163

Transport
Am 01.02.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Der mit diesem Transport eingewiesene Gruszczyk Alojzy geb. am 02.06.1882 in Godula erhält die Häftlingsnummer 10164. Gruszczyk Alojzy ist laut dem vom Lagerarzt ausgestellten Totenschein No. 528/1942 am 27.01.1942 an "Gehirnschlag" verstorben.


03.02.1941

Ing. Schultze von der Firma Topf legt der Bauleitung des KL einen überarbeiteten zweiten Entlüftungsplan vor.
für das Krematorium, der 2 getrennte Entlüftungen vorsieht:
einen Kreislauf für den Sezier- und Leichenraum für 1727 RM
eine zweite Lüftung für den Ofenraum durch den Ofenkamin, damit die warme Luft nicht in den Leichenaufbewahrungsraum eintreten kann für 757 RM.


05.02.1941

Transport
Am 05.02.1941 treffen mit einem
Transport aus Lodz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der übernahme ins Lager erhalten die 23 Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 10165 - 10187


06.02.1941

Kommandantur
Kommandantursonderbefehl

Transport
Am 06.02.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 9 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 10188 - 10196


07.02.1941

Kommandantur
Kommandantursonderbefehl

Transport
Am 07.02.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 15 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 10197 - 10211


08.02.1941

Transport
Am 08.02.1941 treffen mit einem
Sammeltransport aus Beuthen (Sammelstelle) ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 26 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 10212 - 10237


11.02.1941

Transport
Am 11.02.1941 treffen mit einem
Transport ? "Häftlinge" aus dem Regierungsbezirk Kattowitz im KL Auschwitz ein. Die 9 ins Lager übernommenen "Häftlinge" erhalten bei der Übernahme ins Lager die Häftlingsnummern 10238 - 10246


12.02.1941

Transport
Am 12.02.1941 treffen mit einem
Transport ? "Häftlinge" aus dem Regierungsbezirk Kattowitz im KL Auschwitz ein. Die 24 ins Lager übernommenen "Häftlinge" erhalten bei der Übernahme ins Lager die Häftlingsnummern 10247 - 10270. Mit dem Transport wurde der "Häftling" Prochot Wladyslaw * 11.05.1922 in Zywiec) (Häftlingsnummer 3675) rücküberstellt, der von der Gestapo zu einem Verhör oder einer Gegenüberstellung geholt worden ist. Prochot "verstarb" am 12.02.1941 dem Tag seiner Ankunft im KL Auschwitz


13.02.1941

Kommandantur
Kommandantursonderbefehl

Transport
Am 13.02.1941 treffen mit einem
Transport ? "Häftlinge" aus Kattowitz im KL Auschwitz ein. Die 31 ins Lager übernommenen "Häftlinge" erhalten bei der Übernahme ins Lager die Häftlingsnummern 10271 - 10301. Die "Häftlinge" wurden von der Gestapo aus Kattowitz ausgewählt.


14.02.1941

Transport
Am 14.02.1941 treffen mit einem
Sammeltransport aus Beuthen (Sammelstelle) ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Es handelt sich hier um "Häftlinge" die von den Gestapostellen aus Nürnberg, Berlin, Görlitz, Posen (Poznari), Lodz und Kattowitz eingewiesen worden sind. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 35 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 10302 - 10336


15.02.1941


Grab Ferdinand Zunkers auf dem Dresdner Johannisfriedhof

Zentralbauleitung
Die Bauleitung des KL lehnt den zweiten Entlüftungsplans von Ingenieur Schultze ab. Sie lehnt den separaten Kamin für die Entlüftung des Sezier- und Leichenraums ab und fordert gegen jede Vorsicht die gemeinsame Entlüftung mit der Luft aus dem Ofenraum.

Untersuchungen
der Professor für Wasserwirtschaft
Dr.-Ing. Zunker Ferdinand (* 29.12.1886 in Baumgarten † 02.04.1956 in Dresden) führt auf schriftliche Anordnung des Chefs der Amtsgruppe D III im WVHA, Vogel, seit dem 15. Februar 1941 Untersuchungen über die Wasser- und Teichverhältnisse auf dem Gelände des gesamten Interessengebietes des KL Auschwitz durch. Die Untersuchungen sollen die Möglichkeiten einer Bewirtschaftung durch Vieh- und Fischzucht aufzeigen.


18.02.1941

Transport
Am 18.02.1941 treffen mit einem
Transport ? "Häftlinge" aus dem Regierungsbezirk Kattowitz im KL Auschwitz ein. Die 2 ins Lager übernommenen "Häftlinge" erhalten bei der Übernahme ins Lager die Häftlingsnummern 10337 u. 10338


19.02.1941

Transport
Am 19.02.1941 treffen mit einem
Sammeltransport aus Beuthen (Sammelstelle) ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 29 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 10339 - 10358


21.02.1941

Transport
Am 21.02.1941 treffen auf Anordnung der Sipo und des SD für den Distrikt Krakau mit einem
Transport aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau 55 "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die 55 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 10359 - 10413

Transport
Am 21.02.1941 treffen mit einem
Sammeltransport aus Beuthen (Sammelstelle) ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 29 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 10414 - 10441


23.02.1941-01.03.1941

Die Firma Boos (Fabrik für Zentralheizungen) aus Köln-Bickendorf die im KL eine Sammelheizung in den Unterkünften der SS-Wachmannschaften installiert, montiert im Krematorium eine provisorische Lüftung, bis mit Ingenieur Schultze von der Firma Topf eine endgültige Lösung für das ganze Krematorium gefunden wird.


24.02.1941

Ingenieur Schultze von der Firma Topf legt der KL Bauleitung seinen dritten Lüftungsplan für das Krematorium vor. Der Plan sieht vor: Die drei Sammelrohre münden im Ofenraum in ein Gebläse Nr. 550, gekoppelt mit einem 3-PS-Motor und einer Leistung von 8300 m3/h, das die Luftströme in den Schornstein der Öfen pumpt. Materialkosten der ganzen Lüftungsanlage: 1884 RM


25.02.1941

Kommandantur
Kommandantursonderbefehl

Bunker
Am 25.02.1941 "stirbt" der am 01.09.1915 geborene "Häftling" Kalus Jan (Johann) im Bunker von
Block 11. Kalus war am 19.02.1941 in den Bunker gesperrt worden. Kalus gilt als erster Bunkertoter im Block 11.

Transport
Am 25.02.1941 treffen auf Anordnung der Sipo und des SD mit einem
Transport aus Radom ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die 290 Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 10442 - 10731. Unter den deportierten befanden sich auch der am 06.12.1893 bei Radom geborene Professor der Krakauer Universität Heydel Adam Zdzislaw (Häftlingsnummer 10564), und sein Bruder Heydel Wojciech (Häftlingsnummer 10568). Die beiden wurden zusammen mit 70 andern Häftlingen am 14.03.1941 auf dem Gelände der ehemaligen Kiesgrube unmittelbar neben dem Gebäude des sogenannten Alten Theaters von deutschen SS Angehörigen erschossen.

Transport
Am 25.02.1941 treffen auf Anordnung der Sipo und des SD für den Distrikt Krakau mit einem
Transport aus dem Gestapogefängnis Tarnow in Tarnow 60 "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 10732 - 10791

Transport
Am 25.02.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 3 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 10792 - 10794


26.02.1941

Fluchtversuch
Bei einem "Fluchtversuch" wird ein Häftling (Häftlingsnummer 7190) «auf der Flucht erschossen» Im Wachbuch wird als Uhrzeit 23:45 Uhr eingetragen

Der IG-Farben-Direktor Carl Krauch erwirkt beim Reichsführer SS, Heinrich Himmler, die Anordnung zum Bau eines Buna-Werkes in Auschwitz durch KZ-Häftlinge.


Transport
Am 26.02.1941 treffen auf Anordnung der Sipo und des SD für den Distrikt Krakau mit einem
Transport aus dem Gestapogefängnis Tarnow in Tarnow 81 "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 81 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 10795 - 10875

Transport
Am 26.02.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 3 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 10876 - 10878


28.02.1941

Kommandantur
Kommandantursonderbefehl

Transport
Am 28.02.1941 treffen mit einem
Sammeltransport aus Beuthen (Sammelstelle) ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 22 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 10879 - 10900

Transport
8 "Häftlinge" werden vom KL Auschwitz zum KL Mauthausen deportiert (Überstellt)


01.03.1941

Besuch Himmlers in Auschwitz
Abflug Tempelhoff um 11 Uhr; Ankunft in Gleiwitz gegen 13:00 Uhr; Mittagessen in Gleiwitz, danach Abfahrt mit dem Wagen. Ankunft in Auschwitz gegen 16:00 Uhr, danach anschließend die Besichtigung des KL Auschwitz. Abfahrt mit dem Wagen nach Breslau gegen 17:30 Uhr. Ankunft in Breslau gegen 21 Uhr. Anschließend folgt eine Abendeinladung beim SS-Gruppenführer von dem Bach-Zelewski anläßlich seines Geburtstages. Übernachtung im Hotel Monopol.
Teilnehmer sind neben Himmler SS-Gruppenführer Karl Wolff, der Stabschef des RF SS, und vom Reichsführer SS als Verbindungsmann zum IG-Farbenkonzern benannt, SS-Sturmbannführer Vogel und SS-Untersturmführer von Thermann.

Himmler erteilt Höß u.a. folgende Befehle: Ausbau des Lagers, Abstellung von 10.000 Häftlingen für den Bau der I.G. Farben-Werke Aussiedlung der jüdischen Einwohner der Stadt Auschwitz. Erschießung von 72 polnischen Häftlingen in der Kiesgrube.
das Stammlager soll auf eine Kapazität von 30.000 Häftlingen aufgestockt werden
Einrichtung eines zusätzlichen Lagers in Birkenau für 100.000 Kriegsgefangene
Errichtung einer Industriezone in Dwory (Randbezirk von Auschwitz) für Methanol- und künstlichen Kautschukproduktion der I.G. Farben, genannt "Buna", zu deren Bau 10.000 Häftlinge abzukommandieren sind
Aufwertung des "Interessen-Gebiets" des Lagers in landwirtschaftlicher Hinsicht (das Industriegebiet)
Ausbau der Lagerwerkstätten (Deutsche Ausrüstungswerke, DAW, als Zulieferbetriebe für Schlossereien und Schreinereien in Auschwitz, ob im KZ oder in der Stadt)
Errichtung einer Rüstungsfabrik
nur die Häftlinge im Stammlager sind für Arbeiten in Betrieben vorgesehen
die 100.000 Häftlinge in Birkenau sollen als Hilfskräfte für die künftige "Siedlung" Auschwitz eingesetzt werden, für die Germanisierung der Stadt, die dann als "Mustersiedlung" für den Osten gelten soll. Die Pläne dazu macht der Breslauer Architekt Hans Stosberg

Zentralbauleitung
Die Bauleitung stellt fest, das der zweite Ofen wegen mangelndem Zug sehr schlecht funktioniert


Transport
Am 01.03.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 2 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 10901 u. 10902


02.03.1941

Der Chef der Bauleitung, Schlachter, informiert die Firma Topf, das der Zug beim zweiten Ofen sehr schlecht funktioniert und verlangt Abhilfe durch einen Monteur. Die Firma Topf rät zum Verstellen der Regulierschieber der Rauchkanäle.

Die Bauleitung lässt eigenmächtig den Kamin des Krematoriums auf 20 m aufstocken, wodurch wieder ein guter Abzug gewährleistet ist. Bauzeit bis 05.03.1941

Feststellung der Politischen Abteilung der SS, Grabner: Bei Betrieb beider Öfen gelangt die Luft vom Ofenraum in den Leichenraum. Die Lüftung des Leichenraums erweist sich als unbrauchbar. Die Belüftungsklappe des Leichenraums muss geschlossen werden, eine Entlüftung findet nicht mehr statt. Im Winter und Frühling ist dies nicht so schlimm


04.03.1941


Prof. Dr. Carl Krauch

Aussiedlung der Juden aus Auschwitz
Prof. Dr. Carl Krauch (*07.04.1887 † 03.02.1968, im IG Farben-Prozeß nach 1945 zu sechs Jahren Haft verurteilt) Bevollmächtigter von Sonderausgaben in der chemischen Produktion und Mitglied im Vorstand der Reichsforschungsrat (RFR, Reichsforschungsrat), benachrichtigt den IG-Farbenkonzern, daß auf seinen Antrag und auf Anordnung des Reichsmarschalls Göring am 26. Februar folgende Anordnungen vom Reichsführer SS erlassen worden sind: die Aussiedlung der Juden aus Auschwitz und ein Verbot, polnische Bauarbeiter aus Auschwitz und aus der Umgebung auszusiedeln. Der Reichsführer SS habe dem Inspekteur der Konzentrationslager und dem Chef des WVHA empfohlen, Kontakte mit dem Bauleiter der Buna-Werke anzuknüpfen zwecks Erbringung von Hilfeleistungen durch das KL Auschwitz. Zum Verbindungsmann zwischen ihm und den Buna-Werken in Auschwitz habe der Reichsführer SS den Chef seines Persönlichen Stabs, SS-Gruppenführer Karl Wolff ernannt.


05.03.1941

Kommandantur
Kommandantursonderbefehl

Transport
Am 05.03.1941 treffen mit einem
Transport 43 "Häftlinge" aus Oppeln im KL Auschwitz ein. Der Transport wurde auf Anordnung der Gestapo aus Oppeln durchgeführt. Die 43 ins Lager übernommenen "Häftlinge" erhalten bei der übernahme ins Lager die Häftlingsnummern 10903 - 10945


06.03.1941

Transport
Am 06.03.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhält 1 "Häftling" die Häftlingsnummer 10946


07.03.1941

Transport
Am 07.03.1941 treffen mit einem
Sammeltransport aus Beuthen (Sammelstelle) ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 19 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 10947 - 10965


08.03.1941

"Umsiedlung"
Am Samstag, den 08. März 1941 treffen begleitet von schwer bewaffneten SS Wachen 4 Lastwagen in Plawy ein. Die Bevölkerung des Dorfes (sie war über die Aktion nicht informiert) mußte Innerhalb von 15 Minuten ihre Häuser verlassen, und die Lastwagen besteigen. Es war ihnen nicht erlaubt Gegenstände oder Lebensmittel mitzunehmen. Die Einwohner werden in die Montagehalle der
Firma Praga in Auschwitz gebracht, wo sie bis zum nächsten Tag bleiben. Am Sonntag werden sie nach Gorlice im Generalgouvernement umgesiedelt. (Überlebende gaben nach 1945 an, das sie am Montagmorgen unter Begleitung von SS Wachen mit Eisenbahnwaggons nach Görlitz gebracht wurden.) In dem Transport befanden sich zudem Juden aus Auschwitz mit ihren Familien. Am Bahnhof in Görlitz wurden die Menschen begleitet von Polizei zur Synagoge und zu einer katholischen Kirche gebracht. Die in Plawy wohnhaften Grubenarbeiter werden mit ihren Familien am 10. und 11. März nach Brzeszcze und Jawischowitz umgesiedelt.


09.03.1941

Aussiedlung der Juden
Beginnt der Aussiedlung der Juden aus Auschwitz, die nach Krenau (Chrazanow) umgesiedelt werden. Bei der Aussiedlung ist Dr. Otto Ambros, Vorstandsmitglied des IG-Farbenkonzerns, zugegen; er ist erschüttert bei diesem Anblick.
Chefarchitekt Hans Stosberg wird nach dem Krieg einer der Hauptplaner beim Wiederaufbau von Hannover. In Auschwitz leitet er mit gigantischen Baumaßnahmen die komplette Umgestaltung der Stadt ein. (von 1941 bis 1943 Sonderbevollmächtigter für den Bebauungsplan der Stadt Auschwitz.)
Mit der „Musterstadt Auschwitz“ wollten die Nazis ein Exempel ihrer Macht statuieren. Im Osten sollte eine noch nie dagewesene Planstadt errichtet werden, die an Größe, Struktur und Deutschtum nicht zu überbieten sein würde.  Das Zukunftsmodell deutscher Herrschaft, welche über die Grenzen des Deutschen Reiches hinaus bekannt und unvergessen gemacht werden sollte. Darüber hinaus sollte diese territoriale Ausbreitung in den Osten hinein, auch für die fehlenden Möglichkeiten der überseeischen Eroberungskämpfe und Machtbestrebungen entschädigen und dafür jene Macht im Bereich der Bodenkämpfe innerhalb Europas darstellen.


Transport
Am 09.03.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 2 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 10966 u. 10967


12.03.1941

Kommandantur
Kommandantursonderbefehl


14.03.1941

Hinrichtung
Am 14.03.1941 werden auf dem Gelände der ehemaligen Kiesgrube unmittelbar neben dem Gebäude des sogenannten Alten Theaters 72
von der Politischen Abteilung ausgewählte polnische politische Häftlinge von deutschen SS Angehörigen erschossen. Unter den ermordeten befanden sich auch der am 06.12.1893 bei Radom geborene Professor der Krakauer Universität Heydel Adam Zdzislaw (Häftlingsnummer 10564), und sein Bruder Heydel Wojciech (Häftlingsnummer 10568). Die beiden waren mit einem Transport am 25.02.1941 aus Radom eingetroffen. Als Begründung für die Erschiessung wurde angegeben; Sie weigerten sich die Volksliste zu unterschreiben.

Transport
Am 14.03.1941 treffen mit einem
Sammeltransport aus Beuthen (Sammelstelle) ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 25 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 10968 - 10992


15.03.1941

Die Bauleitung des KL akzeptiert den dritten Entwurf des vom Ingenieur Schultze von der Firma Topf eingereichten Lüftungsplans für das Krematorium. Der stellvertretende Leiter der Bauleitung, Urbanczik, bestellt daraufhin bei Topf die Lüftung zum nächstmöglichen Termin. Die Firmenleitung der Firma Topf sagt die Lieferung und Montage Mitte August 1941 zu. Schultzes Bedenken, die im zweiten Lüftungsplan deutlich genannt wurden, werden unter den Tisch gewischt.


18.03.1941

Transport
Am 18.03.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 35 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 10993 - 11027


20.03.1941

Transport
Am 20.03.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 2 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 11028 - 11029


21.03.1941

Transport
Am 21.03.1941 treffen mit einem
Sammeltransport aus Beuthen (Sammelstelle) ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 58 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 11030 - 11087


24.03.1941

Transport
Am 24.03.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 3 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 11088 - 11090


25.03.1941

Kommandantur
Kommandanturbefehl 1/41

Transport
Am 25.03.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 2 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 11091 u. 11092


26.03.1941

Transport
Am 26.03.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 14 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 11093 - 11106


27.03.1941

Kommandantur
Kommandantursonderbefehl

Kommandantur
Besprechung von Lagerleitung und Bauleitung der I.G. Farben in Auschwitz.
Folgende Vereinbarungen werden getroffen:
das KZ stellt 1000 Häftlinge für die I.G. Farben ab
pro Hilfsarbeiter und Tag zahlt die I.G. Farben 3 RM an die SS
pro Facharbeiter und Tag 4 RM
die Arbeitszeit beträgt im Sommer 10-11 Stunden
im Winter mindestens 9 Stunden

Transport
Am 27.03.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 3 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 11107 - 11109


28.03.1941

Boxen ist im KL Auschwitz die zweitbeliebteste Sportart. Viele Boxkämpfe finden statt. Renommierte Sportler werden dafür eingesetzt. Gewichtsklassen, wie man sie aus den traditionellen Boxkämpfen kennt, gibt es nicht. Der Pole Kolczynski (genannt Kolka) vor dem Krieg ist er Mitglied der polnischen Nationalstaffel tritt gegen einen gewichtsmäßig und konditionell stärkeren Deutschen an, den er trotzdem schlägt, da er diesem boxtechnisch überlegen ist. Ähnlich ergeht es dem Polen Tadeusz Pietrzykowski, der den Kapo Walter in einem Boxkampf am 28. März 1941 in der zweiten Runde so hart trifft, dass dieser freiwillig aufgibt. Er gewinnt weitere Boxkämpfe gegen die Deutschen Meyer und Stein, der als Ex-Europameister und Deutscher Meister dem Polen trotz seiner Erfolge unterliegt.


29.03.1941

Transport
Am 29.03.1941 treffen mit einem
Sammeltransport aus Beuthen (Sammelstelle) ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 12 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 11110 - 11121


01.04.1941

Transport
Am 01.04.1941 treffen mit einem
Transport aus Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Die Häftlinge wurden auf Weisung der Gestapo aus Kattowitz eingewiesen. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 19 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 11122 - 11140

Transport
Am 01.04.1941 treffen mit einem
Transport 593 "Häftlinge" aus dem Gestapogefängnis Pawiak in Warschau im KL Auschwitz ein. In dem Transport sind 383 Häftlinge, die am 12. Januar 1941 in Warschau verhaftet und größtenteils von der Gestapo nicht verhört worden sind. Die übrigen 210 Häftlinge sind wegen unerlaubten Waffenbesitzes und Kontakten zu illegalen Organisationen verhaftet worden.


02.04.1941

Transport
Am 02.04.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 38 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 11141 - 11178


03.04.1941

Kommandantur
Kommandanturbefehl Nr. 2/41

Kommandantur
Als Reaktion auf die Flucht eines Häftlings verurteilt der Lagerkommandant Rudolf Höss zum ersten Mal 10 Häftlinge zum Hungertod


04.04.1941

Transport
Am 04.04.1941 treffen mit einem
Sammeltransport aus Beuthen (Sammelstelle) ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 23 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 11179 - 11201


05.04.1941

Kommandantur
Kommandanturbefehl Nr. 3/41

Transport
Am 05.04.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhält 1 "Häftling" die Häftlingsnummer 11924

Transport
Am 05.04.1941 treffen 536 "Häftlinge" aus dem
Gefängnis in Tarnow und 397 Häftlinge aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau mit einem Transport im KL Auschwitz ein. Der Transport wurde auf Anordnung des Kommandeurs der Sipo und des SD für den Distrikt Krakau zusammengestellt und durchgeführt. Nach der übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 11202 - 11536, 11538 - 11923, 11925 - 12134, 13678 - 13683, 13685 - 13688 u. 13692 - 13694

Transport
Am 05.04.1941 treffen auf Anordnung des Kommandeurs der Sipo und des SD für den Distrikt Radom mit einem
Transport aus dem Gefängnis Radom 536 "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 12125 - 12351, 12887 - 12962, 12964 - 13192, 13194 – 13195, 13216 u. 14944


06.04.1941

Transport
Am 06.04.1941 treffen 1021 (einige Quellen geben 1339 Personen an) "Häftlinge" aus dem
Pawiak-Gefängnis in Warschau im KL Auschwitz ein. Der Transport wurde auf Anordnung des Kommandeurs der Sipo und des SD in Warschau durchgeführt. Mit diesem Transport werden u. a. Schauspieler der Warschauer Bühnen eingeliefert, die als Vergeltung für den am 07. März 1941 in Warschau erschossenen Filmschauspieler Igo Sym verhaftet worden sind. Igo Sym war Volksdeutscher und arbeitete mit der Gestapo und der Propagandaabteilung für den Distrikt Warschau zusammen. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 11537, 12352 - 12354, 12356 - 12886, 13193, 13196 - 13215, 13217 - 13677, 13684 u. 13689 - 13691

Transport
Am 06.04.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Gestapogefängnis Schloss Lublin in Lublin 1249 "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Der Transport wurde auf Anordnung des Kommandeurs der Sipo und des SD für den Distrikt Lublin zusammengestellt, und durchgeführt. Nach der übernahme ins Lager erhalten die ins Lager übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 13695 - 14943. Unter den eingelieferten Häftlingen sind Flecktyphuskranke. Eine Flecktyphusepidemie breitet sich im Lager aus. Aus diesem Grund wird Block 12, der spätere Block 10, vorübergehend zur Infektionsabteilung bestimmt.


07.04.1941

Am 7. April 1941 verkündet die IG Farben offiziell die Gründung eines Unternehmens zur Herstellung von synthetischem Kautschuk in Auschwitz.
(In Übereinstimmung mit den Beschlüssen, die auf einer Konferenz zwischen den Vertretern des WVHA und des IG-Farbenkonzerns am 27 März 1941 in der Kommandantur des KL Auschwitz gefaßt worden sind, beginnen die Häftlinge mit dem Bau der Buna-Werke. Sie müssen den Weg zur Baustelle und zurück, etwa sieben Kilometer in einer Richtung, zu Fuß zurücklegen.)

Transport
Am 07.04.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 2 "Häftlinge" die Häftlingsnummer 14945 u. 14946


09.04.1941

Kommandantur
Kommandanturbefehl Nr. 4/41

Block 11
Der am 30.06.1930 in Pieniazkowice geborene polnische Häftling Stoch Jozef (Häflingsnummer 10801) wird am
09.04.1941 in den Bunker von Block 11 gesperrt. Er kommt am 11.04.1941 im Bunker ums Leben.

Transport
Am 09.04.1941 treffen mit einem
Sammeltransport aus Beuthen (Sammelstelle) ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 98 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 14947 - 15044


11.04.1941

am 11.04.1941 verstirbt der am 30.06.1930 in Pieniazkowice geborene polnische Häftling Stoch Jozef (Häflingsnummer 10801) im Bunker von Block 11. Stoch befand sich seit dem 09.04.1941 in dem Bunker.

Transport
Am 11.04.1941 treffen mit einem
Sammeltransport aus Beuthen (Sammelstelle) ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 41 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 15045 - 15085


15.04.1941

Allianz Versicherung
Am 15. April 1941 bat Maurer, inzwischen SS-Obersturmbannführer, den Berliner Subdirektor der Allianz, Max Beier, um den Besuch eines Kollegen aus der Kattowitzer Geschäftsstelle in den DAW in Auschwitz. Da sich der Betrieb auf dem KZ-Gelände befinde, solle der Besucher bitte vorher bei SS-Obersturmbannführer Rudolf Wagner vorbeischauen.


16.04.1941

Transport
Am 16.04.1941 treffen mit einem
Sammeltransport aus Beuthen (Sammelstelle) ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 5 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 15086 - 15090


17.04.1941

Kommandantur
Kommandantursonderbefehl


18.04.1941

Kommandantur
Kommandanturbefehl Nr. 5/41

Transport
Am 17.04.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 5 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 12355, 12963, 13693, 15091 u. 15092

Transport
Am 18.04.1941 treffen mit einem
Sammeltransport aus Beuthen (Sammelstelle) ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Die Häftlinge wurden von den Gestapo- und Kripostellen in Breslau, Oppeln, Kattowitz, Lodz, Posen, Reichenberg, Stettin, Schwerin u. aus dem KL Buchenwald eingewiesen. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 27 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 15093 - 15119


21.04.1941

Kommandantur
Kommandanturbefehl Nr. 6/41

Kommandantur
Am 21. April hatte die Leitung des KL Auschwitz den „reichsdeutschen" politischen Häftling Hans Mendler zum Kapo über das erste Kommando von 20 Mann ernannt, das nach "Buna Auschwitz" überstellt werden sollte.


22.04.1941

Transport
Am 22.04.1941 treffen mit einem
Transport aus Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Die "Häftlinge" wurden von der Gestapo aus Kattowitz eingewiesen Nach der Übernahme ins Lager erhalten 31 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 15121 - 15151


24.04.1941

Transport
Am 24.04.1941 werden mit einem
Transport 1002 "Häftlinge" vom KL Auschwitz zum KL Neuengamme überstellt. Es ist der erste große Transport der von Auschwitz nach Neuengamme abging. Bei den überstellten handelte es sich überwiegend um polnische Jugendliche. Die Männer dieses Transportes aus Auschwitz arbeiteten nach kurzer Quarantänezeit (im Lager Neuengamme) im Klinkerwerk-Kommando. Der größte Teil der Häftlinge arbeitete in den Tongruben wo sie im Morast, bei Nässe und Kälte den schweren Ton stechen und in Loren schaufeln mussten, die dann von den Gefangenen ins Werk geschoben wurden.


25.04.1941

Transport
Am 25.04.1941 treffen mit einem
Sammeltransport aus Beuthen (Sammelstelle) ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 30 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 15152 - 15181


28.04.1941

Kommandantur
Kommandantursonderbefehl


30.04.1941

Kommandantur
Kommandanturbefehl Nr. 7/41


02.05.1941

Allianz Versicherung
Am 2. Mai 1941 besichtigte ein Allianz-Abgesandte zusammen mit SS-Obersturmbannführer Rudolf Wagner "alle Feuerquellen" in den Betrieben von Auschwitz. Eine "gefahrenerhöhende Nachbarschaft" konnte der Vertreter nicht feststellen. "Feuer-Löschgeräte werden angeschafft", schrieb er in seinen Bericht. Am 20. Juni machte die Allianz ihr Angebot über einen Jahresbeitrag von 1360,95 Reichsmark. Versichert wurden damit "Werksgebäude", "Tischlereibedarf" und "Rundhölzer" für 581 400 Reichsmark, Aufräumungskosten inklusive. Die SS zahlte mit Postscheck: für den Feuer-Versicherungsschein A 908506.

Transport
Am 02.05.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Polizeigefängnis Radogoszcz in Lodz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 204 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 15182 - 15385

Transport
Am 02.05.1941 treffen mit einem
Sammeltransport aus Beuthen (Sammelstelle) ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 24 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 15386 - 15409

Transport
Am 02.05.1941 werden mit einem
Transport 36 "Häftlinge" vom KL Auschwitz zum KL Dachau überstellt


05.05.1941

Transport
Am 05.05.1941 treffen auf Anordnung des Kommandeurs der Sipo und des SD mit einem
Transport aus Lublin ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 3 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 15410 - 15412


06.05.1941

Kommandantur
Kommandantursonderbefehl

Transport
Am 06.05.1941 treffen auf Anordnung der Sipo und des SD mit einem
Transport aus Krakau ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhält 1 "Häftling" die Häftlingsnummer 15413

Transport
Am 06.05.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Die Einweisung erfolgte auf Anordnung der der Gestapo. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 2 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 15414 u. 15415


08.05.1941

Transport
Am 08.05.1941 treffen auf Anordnung der Sipo und dem SD mit einem
Transport aus Krakau ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 48 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 15416 - 15463


09.05.1941

Transport
Am 09.05.1941 treffen mit einem
Sammeltransport aus Beuthen (Sammelstelle) ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 29 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 15541 - 15569


12.05.1941

Transport
Am 12.05.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 3 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 15570 - 15572


13.05.1941

Kommandantur
Kommandanturbefehl Nr. 8/41


15.05.1941

Transport
Am 15.05.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhält 1 "Häftling" die Häftlingsnummer 15588


16.05.1941

Transport
Am 16.05.1941 treffen mit einem
Sammeltransport aus Beuthen (Sammelstelle) ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 27 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 15589 - 15615


17.05.1941

Transport
Am 17.05.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhält 1 "Häftling" die Häftlingsnummer 15616


20.05.1941

Transport
Am 20.05.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhält 1 "Häftling" die Häftlingsnummer 15617


21.05.1941

Kommandantur
Kommandanturbefehl Nr. 9/41


22.05.1941

Transport
Am 22.05.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 5 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 15754 - 15758


23.05.1941

Transport
Am 23.05.1941 treffen auf Anordnung der Sipo und des SD mit einem
Transport aus dem Gefängnis Radom in Radom ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 216 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 15779 - 15994


24.05.1941

Transport
Am 24.05.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Gestapogefängnis Schloss Lublin in Lublin ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Der Transport wurde auf Anordnung der Sipo und des SD zusammengestellt, und durchgeführt. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 487 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 15995 - 16481


26.05.1941

Kommandantur
Kommandantursonderbefehl

Transport
Am 26.05.1941 treffen mit einem
Transport 149 "Häftlinge" aus dem Gefängnis Oppeln in Oppeln im KL Auschwitz ein. Der Transport wurde auf Anordnung der Gestapo durchgeführt. Die 149 ins Lager übernommenen "Häftlinge" erhalten bei der Übernahme ins Lager die Häftlingsnummern 16482 - 16630


28.05.1941

Kommandantur
Kommandantursonderbefehl

Kommandantur
Kommandanturbefehl Nr. 10/41


29.05.1941

Am 29.05.1941 treffen mit einem Transport 304 "Häftlinge" aus dem Pawiak-Gefängnis in Warschau im KL Auschwitz ein. Der Transport war auf Weisung der Sipo und dem SD durchgeführt worden. Die ins Lager Übernommenen "Häftlinge" erhalten bei der Übernahme ins Lager die Häftlingsnummern 16644 - 16830 u. 16832 - 16948. In dem Transport befanden sich zudem der politische Häftling Adolf Rushiski (Nr. 16792), der türkische politische Häftlinge Jakob Sehid (Nr. 16858) u. der Pater Maksymilian Rajmund Kolbe (am 14. August 1941 ermordet). Mit dem Transport werden die "Häftlinge" Stanislaw DOski (Dubois) (Nr. 3904), Mieczyslaw Hrabyk (Nr. 1116) und Kazimierz Potrzebowski (Nr. 4729) von Warschu zurück ins KL gebracht. Die drei Häftlinge waren zur Vernehmung durch die Gestapo nach Warschau gebracht worden.


03.06.1941

Transport
Am 03.06.1941 treffen mit einem
Transport ? "Häftlinge" aus dem Regierungsbezirk Kattowitz im KL Auschwitz ein. Die 4 ins Lager übernommenen "Häftlinge" erhalten bei der Übernahme ins Lager die Häftlingsnummern 16831, 16974, 16975 u. 16976


05.06.1941

Kommandantur
Kommandanturbefehl Nr. 11/41

Transport
Am 05.06.1941 treffen auf Anordnung der Sipo und des SD mit einem
Transport aus dem Gestapogefängnis Tarnow in Tarnow 66 "Häftlinge" u. 2 aus Krakau im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 67 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 16977 - 17044


06.06.1941

Transport
Am 06.06.1941 treffen mit einem
Transport 29 Tschechen u. 31 Juden aus Brünn (Brno) im KL Auschwitz ein. Die "Häftlinge" waren auf Weisung der Gestapo eingewiesen worden. Die 59 ins Lager übernommenen "Häftlinge" erhalten bei der Übernahme ins Lager die Häftlingsnummern 17045 - 17104

Transport
Am 06.06.1941 treffen mit einem
Sammeltransport aus Beuthen (Sammelstelle) 38 "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Die Häftlinge waren von den Gestapo-und Kripoleitstellen aus Posen, Lodz, Oppeln, Breslau, Kattowitz, Bromberg u. Liegnitz (Legnica) eingewiesen worden. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen 37 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 17106 - 17143


07.06.1941

Am 07. Juni 1941 schrieb der SS-Untersturmführer Maximilian Grabner, Leiter der Politischen Abteilung in Auschwitz, folgenden Brief an die SS-Neubauleitung:
“Es ist unbedingt notwendig, dass im Leichenraum des Krematoriums eine besondere Entlüftung angebracht wird. Die bisherige Entlüftung ist durch den Einbau des zweiten Ofens wertlos geworden. Wenn der zweite Ofen benutzt wird – und dies ist jetzt fast täglich der Fall – muss die Entlüftungsklappe zum Leichenraum geschlossen werden, weil sonst die warme Luft durch den Fuchs in den Leichenraum eindringt und hierdurch genau das Gegenteil einer Entlüftung bewirkt. Der Mangel der Entlüftung und der Luftzufuhr macht sich besonders bei der jetzigen warmen Witterung bemerkbar. Der Aufenthalt im Leichenraum – wenn dieser auch immer nur für kurze Zeit erforderlich ist – ist kaum möglich. Durch eine geregelte Ventilation wird sicherlich eine Verbesserung der Luft möglich sein und auch die Feuchtigkeit des Raumes behoben werden. Auch wird der Aufenthalt der Fliegen im Leichenraum unterbunden, bezw. auf ein Mindestmass beschränkt. Die Abschaffung dieser Mängel liegt im Interesse der Allgemeinheit, zumal dadurch auch eine Krankheitsübertragung durch die Fliegen unterbunden wird. Es wird deshalb gebeten, in dem Leichenraum zwei Ventilatoren anzubringen, und zwar je einen zur Be- und Entlüftung. Für die Entlüftung muss ein besonderer Fuchs zum Kamin gebaut werden. Es wird gebeten, die Arbeiten möglichst sofort in Angriff zu nehmen.”

Transport
Am 07.06.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Die Häftlinge wurden durch die Gestapo eingewiesen. Nach der Übernahme ins Lager erhält ein "Häftling" die Häftlingsnummer 17144


08.06.1941

Transport
Am 08.06.1941 treffen mit einem
Sammeltransport 38 "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Die Häftlinge wurden durch die Gestapo u. Kripoleitstellen aus Wien, Prag, Danzig, Zichenau u. Kattowitz eingewiesen. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 36 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 17145 - 17181
Der mit diesem Transport deportierte polnische Häftling Kulka Tadeusz (Häftlingsnummer 17 166) * 27.04.1912 in Grinau wird am
09.09.1942 im KL Auschwitz erschossen. Bei der Erschießung ist der Lagerarzt SS-Obersturmführer Kremer Hans (Paul) Dr. Dr. anwesend.


09.06.1941

Kommandantur
Kommandantursonderbefehl

Transport
Am 09.06.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Die Häftlinge wurden auf Weisung der Sipo und dem SD eingewiesen. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 48 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 17182 - 17229


12.06.1941

Kommandantur
Kommandanturbefehl Nr. 12/41

Transport
Am 12.06.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhält 1 "Häftling" die Häftlingsnummer 17230


14.06.1941

Transport
Am 14.06.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Die Einweisung erfolgte durch die Gestapo. Nach der Übernahme ins Lager erhält 1 "Häftling" die Häftlingsnummer 17105


16.06.1941

Fluchtversuch
am Nachmittag des 16.06.1941 gelingt dem am 20.02.1908 geborenen "Häftling" Jeliüski Antoni die Flucht aus einem Außenkommando des KL Auschwitz die Flucht. Jeliüski war mit einem
Transport am 15.08.1940 auf Weisung der Sipo und dem SD aus Warschau eingewiesen worden.

Transport
Am 16.06.1941 treffen mit einem
Transport aus Bielitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Die Einweisung erfolgte durch die Gestapo Kattowitz. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 3 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 17245 - 17247


17.06.1941

Fluchtversuch
der mit einem
Transport am 31.01.1941 eingewiesene Häftling Zollowski Leon Häftlingsnummer 9 889 wird bei einem Fluchtversuch erschossen. Ein Zivilist wird angeschossen und ins Krankenhaus nach Kattowitz gebracht.

Vergeltungsmaßnahme
Als "Vergeltung" für die Flucht des Häftlings Jedliüski Antoni am
16.06.1941 werden auf persönliche Weisung des Kommandanten des KL Auschwitz Höß Rudolf aus dem Block 2, zehn Häftlinge bestimmt, die im Bunker von Block 11 den Hungertod sterben sollen. Die Verurteilten sind: Boleslaw Pifiski (Nr. 16761), Aleksander Paszkowski (Nr. 13953), Roman Orzel (Nr. 12922), Wasyl Fediuszko (Nr. 7354), Witales Loposki (Nr. 9608), Wojciech Szczepanek (Nr. 13939), Franciszek Juszczyk (Nr. 12322), Antoni Grzesiak (Nr. 11858), Stanislaw Wysocki (Nr. 13220), Jan Pajor (Nr. 11852). Die Häftlinge sterben zwischen dem 19. und 27. Juni 1941.


18.06.1941

Transport
Am 18.06.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Gefängnis Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Die Häftlinge wurden auf Weisung der Gestapo eingewiesen. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 5 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 17248 - 17252. Mit dem Transport werden 4 "Häftlinge" (Nr. 7091, 7399, 7456, 7459) Rücküberstellt. Diese waren zuvor zum Verhör nach Kattowitz gebracht worden.


19.06.1941

Um 17:30 Uhr wird der am 10.01.1906 in Jastrzebia geborene "Häftling" Grzywacz Edward in den Bunker von Block 11 eingesperrt. Er kommt noch am selben Tag unter nicht bekannten Umständen ums Leben.


20.06.1941

Kommandantur
Kommandantursonderbefehl

Fluchtversuch
der am 20.02.1908 geborenen "Häftling" Jeliüski Antoni wird festgenommen und ins Lager zurückgebracht. Ihm war am
16.06.1941 die Flucht aus einem Außenkommando des KL Auschwitz gelungen. Jeliüski war mit einem Transport am 15.08.1940 auf Weisung der Sipo und dem SD aus Warschau eingewiesen worden. Die zehn Geiseln die am 17.06.1941 als "Vergeltung" in den Bunker von Block 11 gesperrt wurden, bleiben weiter im Bunker

Transport
am 20.06.1941 werden mit einem
Transport 5 "Häftlinge" vom KL Auschwitz zum KL Mauthausen deportiert (Überstellt). In dem Transport befindet sich der am 04.01.1899 geborene "Häftling" Bicz Boleslaw (Häftlingsnummer 1471). Bicz steht im Verdacht am 06.07.1940 dem "Häftling" Wiejowski Tadeusz bei seiner Flucht geholfen zu haben.


21.06.1941

Wachbuch: 23:00 Uhr
ein Zivilist mit Pferdegespann wird innerhalb der Postenkette von einer Streife aufgegriffen. Der Zivilist wird vorübergehend in den Bunker gesperrt, das Pferd mit dem Wagen in den Lagerpferdestall gebracht.

Transport
Am 21.06.1941 trifft mit einem
Transport aus Kattowitz der am 31.10.1906 in Wielowies geborene "Häftling" Boleslaw Buczek Häftlingsnummer 7479 im KL Auschwitz ein. Buczek war von der Gestapo Kattowitz zu einer Vernehmung aus dem KL geholt worden.


22.06.1941

Transport
Am 22.06.1941 trifft mit einem
Transport aus Warschau der am 02.07.1905 geborene "Häftling" Wegner Helmut Häftlingsnummer 6752 im KL Auschwitz ein. Wegner war von der Sipo u. dem SD in Warschau zu einer Vernehmung aus dem KL geholt worden.


23.06.1941

Transport
Am 23.06.1941 treffen mit einem
Transport ? "Häftlinge" aus Oppeln im KL Auschwitz ein. Der Transport wurde auf Anordnung der Gestapo aus Oppeln durchgeführt. Die 60 ins Lager übernommenen "Häftlinge" erhalten bei der übernahme ins Lager die Häftlingsnummern 17270 - 17329


25.06.1941

Kommandantur
Kommandanturbefehl Nr. 13/41

Transport
Am 25.06.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Die Häftlinge wurden auf Weisung der Gestapo aus Kattowitz eingewiesen. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 2 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 17330 u. 17331


26.06.1941

Transport
Am 26.06.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Die Einweisung erfolgte auf Weisung der Sipo u. des SD. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 50 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 17332 - 17381. Unter den Deportierten befindet sich der ehemalige Bürgermeister von Krakau, Dr. Czuchajowski Boleslaw (Häftlingsnummer 17365). Czuchajowski Boleslaw wird am 03.07.1941 mit 79 anderen "Häftlingen" in der Kiesgrube am Theatergebäude erschossen.


27.06.1941

der am 19.06.1904 in Krakau geborene "Häftling" Zych Julian Häftlingsnummer 5866 wird in den Bunker von Block 11 eingewiesen. Er kommt noch am gleichen Tag im Bunker ums Leben

Transport
Am 27.06.1941 treffen mit einem
Sammeltransport aus Beuthen (Sammelstelle) ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Die "Häftlinge" waren von den Stapo- und Kripoleitstellen aus Kattowitz, Beuthen, Oppeln u. Troppau eingewiesen worden. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 14 Übernommene "Häftlinge" die Häftlingsnummern 17382 - 17395


28.06.1941

Transport
Am 28.06.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Die Einweisung erfolgte auf Weisung der Gestapo. Nach der Übernahme ins Lager erhält 1 "Häftling" die Häftlingsnummer 17396


30.06.1941

Transport
Am 30.06.1941 treffen mit einem
Transport aus dem Regierungsbezirk Kattowitz ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Die Häftlinge wurden auf Weisung der Gestapo eingewiesen. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 3 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 17445 - 17447

Transport
Am 30.06.1941 treffen auf Anordnung der Sipo und des SD mit einem
Transport aus dem Gefängnis Radom in Radom ? "Häftlinge" im KL Auschwitz ein. Nach der Übernahme ins Lager erhalten 258 "Häftlinge" die Häftlingsnummern 17448 - 17705


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