Tübel Artur

* 10.06.1880

geb. Ort
Dresden-Löbtau

geb. Land
Deutschland, Bundesland Sachsen, Direktionsbezirk Dresden, Kreisfreie Stadt Dresden

Wohnort/Land
Naila
Deutschland, Bundesland Bayern, Regierungsbezirk Oberfranken, Landkreis Hof

Todesdatum
12.08.1957

Todesort
Naila

Beruf
Töpfer und Gastwirt

seit 1897
Sozialdemokrat und Gewerkschafter

1911
seit 1911 im Ortsverein Naila der SPD aktiv tätig

1919-1925
MdL Bayern

1931-1932
MdL Bayern


11.03.1933-24.03.1933
Gerichtsgefängnis Hof an der Saale ("Schutzhaft")

26.03.1933-01.05.1933
Gerichtsgefängnis Hof an der Saale ("Schutzhaft")

30.06.1933-17.07.1933
Gerichtsgefängnis Hof an der Saale ("Schutzhaft")

17.07.1933-17.08.1933
Schutzhaftlager (Zuchthaus) Bayreuth-St. Georgen

17.08.1933-20./22.07.1934
Konzentrationslager Dachau (Häftlings Nu 3379)

09.11.1939-07.12.1939
Gerichtsgefängnis Hof an der Saale ("Schutzhaft")

22.08.1944-28.08.1944
Gerichtsgefängnis Hof an der Saale ("Schutzhaft")

30.08.1944-13.09.1944
Konzentrationslager Dachau (Häftlings Nu 94709)

00.05.1945
Als erster Landrat wurde vom Militärgouvernement Kronach der frühere Landtagsabgeordnete der Sozialdemokratischen Partei aus Naila, Artur Tübel, eingesetzt.

02.10.1945
Landrat Tübel, der alle Klagen der Bevölkerung bei der Militärregierung vorbrachte und seine Bedenken gegen manche Anordnung äußerte, machte sich dadurch bei den Amerikanern unbeliebt und wurde am 02.10.1945 ohne Begründung seines Amtes enthoben.

05.06.1946
In der Kreistagssitzung am 5. Juni 1946 wurde Artur Tübel einstimmig zum Landrat gewählt. Gleichzeitig verfaßten die Kreisräte auf Antrag der SPD-Fraktion eine Resolution an die Militärregierung in München, in der sie die Eignung Artur Tübels als Landrat und seine unbescholtene politische Vergangenheit klar herausstellten. Mit Schreiben vom 11.06.1946 lehnte jedoch die Militärregierung eine Berufung Tübels als Landrat mit der Begründung ab, er habe gegen die Entnazifizierung und deren Bestimmungen verstoßen. Am 10.07.1946 waren die Kreisräte zu einer weiteren Sitzung geladen. Sie konn- ten sich auf keinen anderen Kandidaten einigen und schickten deshalb eine weitere Entschließung nach München, in der sie nochmals gemeinsam für Tübel eintraten. Sie wiesen eindringlich darauf hin, daß die Vorwürfe gegen Tübel jeglicher Grundlagen entbehrten. Aber auch diese Bitte wurde von der Militärregierung abgeschlagen.