Treblinka


Vernichtungslager Treblinka II


Beschreibung

Bezeichnung: Treblinka II

Das Lager Treblinka bestand aus zwei Lagern, Treblinka I und Treblinka II. Das Vernichtungslagers trug die Bezeichnung Treblinka II. Es war etwa 4 km vom gleichnamigen Dorf entfernt, weniger als 2 km vom Fluß Bug, auf der Eisenbahnlinie
Ostrów Mazowiecki-Siedlce, die sich an der Station Maákinia mit der wichtigeren Linie Warschau-Biaáystok schneidet.
Treblinka II lag durchaus nicht in einer besonders abgelegenen Region und barg sehr wenige Geheimnisse. Die vom Dorf Treblinka nach Siedlce führende Eisenbahnlinie verlief ganze 300 m vom Lager entfernt, parallel zur nahen Straße. Eine Abzweigung dieser Bahnlinie führte zum Lager und von da aus zum Arbeitslager Treblinka I. Kaum anderthalb Kilometer weiter stand das Dorf Wólka Okrglik; in entgegengesetzter Richtung, rund 2 km von Treblinka I entfernt, befanden sich die Weiler Grady und Poniatowo.

Eröffnung: Aufbau des Lagers im Frühjahr 1942; Beginn der Massentötungen: 01.06.1942

Schließung: Ende November 1943

Bemerkungen
Das Vernichtungslager unterstand dem SS- und Polizeiführer im Distrikt Lublin (
Aktion Reinhard. Schätzungen beziffern die Zahl der in Treblinka getöteten Menschen auf etwa 700.000-900.000.

Treblinka-Lied

Beschreibung des Vernichtungslagers Treblinka

Der Ablauf der Massentötungen

Namensliste der Opfer

Treblinka Prozeß in Düsseldorf


Freizeitgestaltung der Wachmannschaften

Die deutsche Lagerleitung war mit Zustimmung des Inspekteurs Christian Wirth darauf bedacht, ihren Leuten nach dem Dienst eine ihren Arbeitseifer fördernde Abwechslung zu verschaffen. Während es im oberen Lager nur eine kleine, aus drei bis vier Mann bestehende Musikgruppe gab, bestand im unteren Lager ein Orchester, das von dem seinerzeit in Polen bekannten Kapellmeister Arthur Gold geleitet wurde und das sich aus etwa zehn Berufsmusikern zusammensetzte. Für dieses Orchester gab es bestimmte Übungsstunden. Die Musiker waren während dieser Übungsstunden von jeder Arbeit befreit. Für sie wurde später sogar eine neue, frackähnliche Einheitsbekleidung aus weißer und blauer Seide hergestellt. In den ersten Wochen der Inbetriebnahme des Lagers spielte das Orchester in der Nähe des Schlauchs flotte Operettenmelodien, um die Schreie der in den Gaskammern befindlichen Opfer zu übertönen. Später wurde das abgeschafft. Das Orchester spielte dann meist beim Abendappell Märsche und polnische und jiddische Volkslieder. Außerdem trat das Orchester im Jahre 1943 bei größeren Veranstaltungen (Boxkämpfen, Aufführung von kleinen Schauspielstücken, Tänzen und ähnlichem) in Erscheinung. Das waren makabre Szenen; denn während dieser Veranstaltungen loderten die Flammen der Leichenverbrennungsroste hoch über das Lager zum Himmel. Derartige Belustigungen für die deutsche Lagermannschaft wurden meist vom Stangle Franz organisiert.

In der Zeit des Jahres 1943, in der die Transporte nachließen, wurden sogar mehrere rituelle Hochzeiten zwischen männlichen und weiblichen Häftlingen arrangiert und von der deutschen Lagerbesatzung, die sich einen Spaß daraus machte, hierbei zuzusehen, durch Sonderzuteilungen von
Eßwaren und Getränken gefördert.

Für die deutsche Lagermannschaft gab es Marketenderwaren, insbesondere reichlich Alkohol. Viele der deutschen SS-Leute waren deshalb häufig betrunken. Auch ihre Verpflegung war ausgezeichnet, da die deportierten Juden frische und konservierte Lebens- und Genußmittel mitführten, die sie vor der Vergasung abliefern mußten. Allerdings war auch die Ernährung der Häftlinge, insbesondere im unteren Lager, so lange nicht schlecht, als ständig Transporte eintrafen, weil es den Arbeitshäftlingen dann möglich war, sich beim Sortieren der Bekleidung mit abgelieferten Lebensmitteln zu versorgen. Im Lager hatten die deutschen SS-Leute zahlreiche Vergünstigungen. Ihre Zimmer wurden von weiblichen Häftlingen saubergemacht. Ihre Schuhe bekamen sie geputzt. Ihre Uniformen wurden gebürstet und gebügelt. Ihre Wäsche wurde in der Wäscherei gewaschen.

Jegliche Sonderwünsche konnten dank der im Lager vorhandenen Werkstätten, in denen Schneider, Schuster, Kürschner, Hemdenmacher, Schlosser und so fort tätig waren, erfüllt werden. So hatte z.B. jeder deutsche SS-Mann Anspruch auf die kostenlose Lieferung eines handgefertigten Zivilanzugs und eines maßgefertigten Zivilmantels. Gute Stoffe, die man den Opfern abgenommen hatte, standen hierfür reichlich zur Verfügung.
Außerdem erhielten die im Lager tätigen deutschen SS-Männer einen der Höhe nach nicht mehr bestimmbaren Sonderzuschlag zum normalen Sold.

Es gab zwei Reitpferde und ein Panjepferd. Von der Möglichkeit zu reiten, machte allerdings nur Stangle Franz Gebrauch. Die Pferde wurden von Häftlingen ebenso sorgfältig gepflegt wie der Hund Barry. Auch die Tiere im Lagerzoo (insbesondere Füchse, Rehe und andere in Polen heimische Tiere) wurden sorgsam betreut. Der Zoo wurde zu einem kleinen Schmuckstück des Lagers ausgestaltet, an dem sich die deutschen SS-Leute erfreuen konnten.

Ausgang und Urlaub für das deutsche Personal waren großzügig geregelt. Nach dem Ende des Dienstes konnten die deutschen SS-Leute, sofern sie nicht zum Nachtdienst eingeteilt waren, das Lager ohne besondere Formalität verlassen. Der Ausgang bot Gelegenheit, Kontakt zu männlichen und weiblichen Angehörigen des in der Nähe von Treblinka befindlichen deutschen Reservelazaretts in Ostrow aufzunehmen. So unterhielt Stangle Franz freundschaftliche Beziehungen zum Chef dieses Reservelazaretts Dr. St., den er duzte. Außerdem hatte er ein Liebesverhältnis mit der im Ostrower Lazarett tätigen DRK-HilfsschwesterN., mit der er unter anderem eine Wochenendfahrt in das südliche Ostpreußen unternehmen konnte.
Jeder deutsche SS-Mann bekam alle drei Monate je zwei bis drei Wochen Urlaub. Zudem hatten diejenigen Deutschen, die über T 4 nach Treblinka gekommen waren, die Möglichkeit, ihren Urlaub gemeinsam mit ihrer Frau in dem Erholungsheim der T 4 am Attersee in Österreich zuzubringen. Von dieser Möglichkeit machte zum Beispiel der SS Mann Ma. Gebrauch.


Treblinka-Tourismus

Das Lager und die Dörfer rund um Treblinka waren Anziehungspunkte für Spekulanten und Händler aus Warschau und Lublin, sowie Angehörige der deutschen Wehrmacht. Sie kamen nach Treblinka auf der Suche nach Gold und Diamanten. Die Wachmannschaften des Lagers tauschten die Wertgegenstände der Ermordeten, Uhren und Schmuck, gegen Wodka, Lebensmittel und den Dienst von Frauen.
Ein Treblinka-Überlebender: Die ganze Gegend, weit und breit, schmarotzt auf diesem Mammon verseuchten Schlachthof, alle haben ein Interesse daran, dass dieser in Treblinka weiter besteht.
Im Düsseldorfer Treblinka Prozess äußerte sich der ehemalige SS-Kommandant Franz Stangl gegenüber einer Journalistin über einen regelrechten Treblinka-Tourismus. Schaulustige seien bis an den Stacheldrahtzaun gekommen und Privatflugzeuge im Tiefflug über Lager das geflogen, um zu sehen, was dort geschah.
Im
Düsseldorfer Treblinka Prozess und den anderen Prozessen berichteten Überlebende detailliert auch über den Alltag des Mordens, den Raub, die Vergewaltigungen der weiblichen Opfer, bevor diese in die Gaskammer getrieben wurden.
Augenzeugen berichteten nach dem Krieg, von Bauersfrauen in Pelzmänteln und großen Weidenkörben voller Armbanduhren.


10.04.1942

Der um 10 Uhr morgens in Warschau abgegangene Transport von deutschen Juden im Alter von 17-35 Jahre alt, für Treblinka bestimmt aus der Quarantäne Leszno-Straße 109/111 trifft an der Rampe ein.
Die Fahrt nach Treblinka dauerte etwa 3 bis 5 Stunden (mehrere Zwischenstopps eingerechnet) und auch wenn die Entfernung von Warschau nach Treblinka nur ca. 100 km betrug, muss es eine schlimme Reise in den überfüllten Viehwaggons gewesen sein.


01.10.1942

Am 01.10.1942 erreicht der am 29.09.1942 aus Theresienstadt ausgelaufene Sonderzug BS mit 2000 Personen das Vernichtungslager Treblinka.


22./23.07.1942

Warschau 22. Juli 1942.
An diesem Tag wurde die erste große Aktia (Inhaftierung und Abschiebung) gestartet und alle deutschen Juden in das Vernichtungslager Treblinka transportiert. Die deutschen Juden waren die ersten, die aus
Warschau in das Vernichtungslager Treblinka gebracht wurden.

SS- Sturmbannführer
Hermann Hoefle war verantwortlich für die Großaktion vom 22. Juli 1942. Einige Tage bevor die Deportation der deutschen Juden begann, wurden diese aus dem Gebäude in der Leszno Str. 109 vertrieben und irgendwo innerhalb des Ghettos untergebracht. Die Deutschen benötigten das Gebäude in der Leszno Str. für die Ausführung der Operation.
Die deutschen Juden mussten um 16:00 Uhr auf dem Umschlagplatz mit nur 15 kg persönlichem Gepäck erscheinen. Die Fahrt nach Treblinka dauerte etwa 3 bis 5 Stunden (mehrere Zwischenstopps eingerechnet) und auch wenn die Entfernung von Warschau nach Treblinka nur ca. 100 km betrug, muss es eine schlimme Reise in den überfüllten Viehwaggons gewesen sein. Die Ankunft um ca. 22:00 in Treblinka bedeutete, dass nur am nächsten Tag, den 23. Juli 1942, am Morgen die Viehwaggon Türen geöffnet wurden. Fast alle Passagiere im Inneren der Waggons waren schon erstickt. Wenn Menschen diese Nacht überlebt hat, wurde sie am nächsten Morgen in die Gaskammern gebracht, nackt, nachdem man ihr ihre Kleider genommen hatte und ihre Haare abgeschnitten hatte.


13.08.1942

Am 13. August 1942 schreibt der Stabschef Heinrich Himmler, SS-Obergruppenführer Karl Wolff an an den lieben Parteigenossen Albert Ganzenmüller:
Mit besonderer Freude habe ich vernommen, dass nun schon seit 14 Tagen täglich ein Zug mit 5000 Angehörigen des auserwählten Volkes nach Treblinka fährt. Für die Bemühungen in dieser Sache gebühre dem stellvertretenden Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn Ganzenmüller besonderer Dank.


23.09.1942

Am 23.09.1942 erreicht der am 21.09.1942 aus Theresienstadt kommende Sonderzug Bp mit 2020 Personen das Vernichtungslager Treblinka


05.10.1942

Bericht in der polnische Untergrundzeitung Informajca bieĪąca
Treblinka.
Das Todeslager ist weiterhin in Betrieb. Es kommen Transporte aus dem ganzen Land an (zuletzt Radom, Siedlce, MiĊdzyrzec). Gegenwärtig läßt man nicht 20, sondern 10 Züge aufs Mal heranfahren, denn es dauert lange, bis man die Leichen der unterwegs Gestorbenen (20-30%) ausgeladen hat. Die Gaskammer funktioniert wie folgt: Außerhalb der Baracke ist rund um die Uhr ein Verbrennungsmotor von 20 PS Stärke in Betrieb. Das Ende seines Auspuffsrohrs ist in einer Wand der Baracke montiert; die Abgase mit Beimischung giftiger Flüssigkeiten, die man dem Treibstoff des Motors speziell beigemengt hat, töten die in der Baracke eingesperrten Menschen. Auf dem Gebiet des Lagers befinden sich außer den jüdischen Arbeitern ein jüdisches Orchester sowie eine Gruppe jüdischer Frauen, mit denen sich das Personal vergnügt. Bis Ende August wurden in Treblinka 320.000 Juden ausgerottet.


02.08.1943

Am frühen Nachmittag des 2. August 1943 gelang es etwa 400 jüdischen Häftlingen aus dem unteren und dem oberen Lager, darunter auch einigen Frauen, mit Hilfe von Karabinern, Pistolen, Eierhandgranaten und anderen Waffen die ukrainischen und deutschen Wachmänner zu überrumpeln und aus dem Lager zu flüchten. Viele von ihnen wurden jedoch bei der anschließend einsetzenden Durchsuchung des Gebietes rund um das Lager
getötet. Dieser von einem mehrköpfigen Komitee, dem unter anderen Samuel R. und Jankiel W. sowie der Kapo K. angehörten, seit Monaten sorgfältig vorbereitete Aufstand wurde unter anderem deshalb am 2. August 1943 durchgeführt, weil sich ein großer Teil der Ukrainer wegen der an diesem Tage herrschenden großen Hitze zum Baden im Bug außerhalb des Lagers befand. Die Waffen hatten sich die jüdischen Häftlinge durch die Bestechung von Ukrainern mit Geld und Wertsachen besorgt, während sie sich die Munition mit Hilfe eines Nachschlüssels aus dem Munitionsbunker des Lagers verschafft hatten. Es blieben nur noch rund 100 Juden im Lager zurück. Beim Aufstand wurden zahlreiche Lagergebäude von den flüchtenden Juden mit Benzin in Brand gesteckt und dadurch vernichtet. Die alten und die neuen Gaskammern blieben jedoch unbeschädigt. Als nach dem 2. August 1943 noch einige Transporte in Treblinka eintrafen, konnten die Opfer deshalb nach wie vor in dem
großen Gashaus vernichtet werden.


06.12.1966

Ein Wiener Geschworenengericht verurteilt den ehemaligen SS-Oberscharführer Leopold Lanz, der den Wachmannschaften des Konzentrationslagers Treblinka angehörte, wegen Mordes zu zehn Jahren Zuchthaus. Er wird der Tötung von mindestens zehn Menschen für schuldig befunden


1970

Auszug von Kommandant Franz Stangls Erklärung während seines Prozesses in Düsseldorf

Wir konnten die brennenden Körper von vielen Kilometern Entfernung riechen. Die Straße lief neben den Gleisen. Als wir näher an Treblinka kamen, aber vielleicht noch fünfzehn bis zwanzig Minuten Autofahrt entfernt waren, sahen wir Leichen neben den Schienen liegen, zunächst nur zwei oder drei, dann immer mehr und als wir im Treblinka Bahnhof ankamen, lagen dort Hunderte von ihnen – die einfach dort liegen geblieben waren- offensichtlich seit Tagen in der Hitze. In dem Bahnhof stand ein Zug voll mit Juden, einige tot, andere noch am Leben – es sah aus, als ob sie schon seit einigen Tagen dort waren… Tausende von faulenden und verwesenden Leichen lagen überall. Über den Platz im Wald, nur wenige hundert Meter entfernt auf der anderen Seite des Stacheldrahtzauns, gab es Zelte und offene Feuer, wo Gruppen von ukrainischen Wachen und Mädchen – Huren aus Warschau fand ich später heraus fand – sich betranken, tanzten, sangen und musizierten. Dr. Eberl, der Kommandant, führte mich durch das Lager, überall waren Schüsse zu hören.

Aus einer anderen Aussage von Kommandant Franz Stangl im Prozess:
Ich glaube, es begann am Tag, als ich zum ersten Mal das Totenlager Treblinka sah. Ich erinnere mich an Wirth (Obersturmführer Cristian Wirth) der neben den Gruben voller blau-schwarzen Leichen stand. Es hatte nichts mit Menschheit zu tun, es konnte nicht, es war eine Masse – eine Masse faulenden Fleisches.
Wirth sagte:
Was sollen wir mit diesem Müll tun? Ich denke, unbewusst, dass mich dieses zur Auffassung brachte sie als Masse zu betrachten.


Die englische Schriftstellerin und Journalistin Gitta Sereny, die mit Stangl noch am Tage vor seinem Tode in der Justizvollzugsanstalt Düsseldorf ein längeres Gespräch geführt hatte, berichtet, auf dem Tisch in seiner Zelle habe ein Buch des berühmten polnischen Kinderarztes, Pädagogen und damaligen Direktors des jüdischen Waisenhauses im Ghetto Warschau Janusz Korczak gelegen. Bei der »Aussiedlung« der Insassen des Waisenhauses im August 1942 - zu Beginn von Stangls Tätigkeit in Treblinka - ging Korczak freiwillig mit und wurde zusammen mit den von ihm betreuten Kindern in der Gaskammer von Treblinka ermordet.


Treblinka 2011

Die Gleise auf der Bahnstrecke Siedlce-Treblinka-Malkinia existieren noch, werden aber nicht mehr genutzt. Diese Region Polens zählt zu der am dünn besiedelten Region Polens. In den Dörfern finden wir überwiegend noch die traditionellen Holzhäuser vor. Sieht man doch einige Neubauten, so bleiben diese meist aus Geldmangel unverputzt.
Wer die Geschichte des Lagers nicht kennt, und die Gedenkstätte besucht, ist auf dem weitläufigen Gelände ein wenig verloren. Es gibt weder ein Museum, noch eine Ausstellung zum ehemaligen Lager. An den privaten Kiosken und Läden, kann man zwar eine Broschüre und auch Bücher zum Thema kaufen, aber diese sind wenig aufschlussreich.
Was aber den Besuchern immer wieder beeindruckt, ist die in den letzten Jahren vorgenommene Gestaltung der Gedenkstätte. Mit einfachen Mitteln wird hier versucht, die Tragödie nachzuzeichnen und dem Besucher die Barbarei der Deutschen Besatzer vor Augen zu führen.
Wo noch vor ein paar Jahren Grabräuber ihr Unwesen trieben, und die wenigen Habseligkeiten der Ermordeten stahlen, um diese im Ausland zu veräußern, ragen heute etwa zwei Meter hohe, grob behauene Basaltsäulen wie Kerzen aus dem Boden. Mit Steinen sind die Umrisse des Lagers angedeutet. Schwellen aus Granit stellen den unmittelbar ins Lager führenden Schienenstrang dar.
Über den drei großen Feldern, unter denen die Asche der Ermordeten verborgen liegt, wurde Beton gegossen, aus denen fast 20.000 bizarre Steine in unterschiedlichsten Formen und Farben empor ragen.
200 Steine mit polnischen Ortsnamen, aus denen die jüdischen Bewohner nach Treblinka gebracht wurden und hier gequellt und ermordet wurden, geben dem Besucher eine Vorstellung von dem Umfang der Verbrechen.
Hier wie auch an den anderen Orten der Naziherrschaft bewahrheitet sich der Spruch:
Deutschland das Land der Richter und Henker, abgeleitet von Deutschland das Land der Dichter und Denker.