SS-Rottenführer

* 18.04.1924 in Oberscheroutz (Czernowitz)
† 08.10.1944 in
Miedzybrodzie Bialskie (erschossen)

Volksdeutscher aus Rumänien

20.04.1942
Beförderung zum SS-Schützen

01.09.1943
Beförderung zum SS-Sturmmann

00.00.1944
Beförderung zum SS-Rottenführer

05.04.1944
Am 05.04.1944 floh mit Hilfe des SS-Rottenführer Viktor Pestek der Häftling Siegfried Lederer aus dem Lager
Auschwitz

06.04.1944
Als die Auschwitzer Kommandantur am 6. April 1944 gegen 11:30 Uhr das Reichssicherheitshauptamt (RSHA) in Berlin, das Wirtschaft-Verwaltungsamt (WVHA) in Oranienburg, alle östlichen Staats- und Kriminalleitstellen sowie die Grenzwachen alarmierten, waren „Siegfried“ Lederer und Viktor Pestek bereits in Pilsen untergetaucht.

Kehrte nach der erfolgreichen Flucht zurück, um das tschechische Mädchen, Reneé Neumanová das er liebte, aus dem Lager zu schmuggeln. Erkannt, verhaftet, in Block 11 interniert.

am 08.10.1944 vermutlich auf dem Gelände des Außenlager Miedzybrodzie Bialskie erschossen

1.
Frankfurter Auschwitz-Prozess
»Strafsache gegen Mulka u.a.«, 4 Ks 2/63
Landgericht Frankfurt am Main
145. Verhandlungstag, 25.3.1965
Vernehmung des Zeugen Karl-Günther Husmann

nach 1945
Aussage des ehemaligen Auschwitz Häftling Lederer Vítězslav Izrael
Über die Flucht sagte Lederer aus:
„An dem vereinbarten Tag blinkte im Fenster der SS-Wachstube beim Tor zum Familienlager dreimal ein rotes Licht auf. In diesem Augenblick öffnete ich die Tür des Waschraumblocks und bestieg, verkleidet in die Uniform eines SS-Scharführers und versehen mit der Silberschnur der „Sonderdienste“, das bereitgestellte Fahrrad.
Den Arm zum Hitlergruß erhoben, fuhr ich durch das eiserne Tor des Familienlagers. Mein ,,Kollege" SS-Rottenführer Viktor Pestek, der damals Dienst tat, hatte mir das Tor geöffnet. Seinem Nachfolger, der ihn vom Nachtdienst ablöste, meldete er, daß er seinen Urlaub antrete. In Pesteks Begleitung ging ich durch die Postenkette. Die Losung ,,Tintenfaß" öffnete uns die Schranken. Als Pestek und ich um 20:30 Uhr zur unweit gelegenen Bahnstation Auschwitz kamen, konnten wir gerade noch auf den anfahrenden Eilzug aufspringen.