Seidel Hans

* 09.06.1880

geb. Ort
Schwarzenbach an der Saale

geb. Land
Deutschland, Bundesland Bayern, Regierungsbezirk Oberfranken, Landkreis Hof

Todestag
05.03.1959

Todesort/Land
Hof an der Saale
Deutschland, Bundesland Bayern, Regierungsbezirk Oberfranken, kreisfreie Stadt Hof an der Saale

1887 - 1894
Volksschule in Münchberg

1905 - 1908
Vorsitzender der Filiale des Fabrikarbeiterverbands Münchberg

1894 - 1910
Textilarbeiter (Weber) und Fabrikarbeiter

1910 - 1919
Redakteur der "Oberfränkischen Volkszeitung" in Hof

1914 - 1918
Soldat im Ersten Weltkrieg

1914
Vorstandsmitglied der Sozialdemokratischen Partei in Hof

1917
Übertritt zur USPD

1918 - 1919
Mitglied des Provisorischen Nationalrats

1919 - 1922
USPD-Bezirksparteisekretär für Oberfranken mit Sitz in Hof

1922 - 1930
SPD-Parteisekretär für den Unterbezirk Hof

00.
06.1920 - 11.1932
Mitglied des Deutschen Reichstags


1930 - 1933
Geschäftsführer der Oberfränkischen Verlagsanstalt und Druckerei in Hof

14.03.1933
Als Geschäftsführer der Oberfränkischen Verlagsanstalt und Druckerei in Hof entlassen

13.03.1933 - 19.03.1933
Gerichtsgefängnis Hof („Schutzhaft“)

21.03.1933 - 13.04.1933
Gerichtsgefängnis Hof („Schutzhaft“)

30.06.1933 - 15.07.1933
Gerichtsgefängnis Hof („Schutzhaft“)

15.07.1933 - 29.08.1933
Schutzhaftlager Bayreuth-St. Georgen („Schutzhaft“)

24.08.1944 - 28.08.1944
Gerichtsgefängnis Hof („Schutzhaft“)

30.08.1944 - 13.09.1944
Konzentrationslager Dachau („Schutzhaft“) Häftlings Nu 94707
Im Rahmen der
Aktion Gewitter verhaftet
Die Aktion Gitter (teilweise auch Aktion Gewitter genannt) war eine umfassende Verhaftungsaktion nach dem gescheiterten Attentat des 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler. Gemeint ist nicht die Verfolgung der unmittelbar oder mittelbar daran Beteiligten, sondern die darüber hinausgehende Inhaftierung von Angehörigen der demokratischen Parteien der Weimarer Republik sowie der KPD durch die Gestapo. Eine ähnliche Aktion fand jedoch bereits etwa fünf Jahre früher statt: In der Nacht nach der Besetzung der Tschechoslowakei durch deutsche Truppen wurden im März 1939 mindestens 6000 Personen, vorwiegend tschechische Kommunisten und deutsche Emigranten, in der gleichnamigen Aktion Gitter durch die Gestapo verhaftet.