Wulkow (Neuhardenberg)

Außenlager Ghetto Theresienstadt

Kommando Zossen

Deutschland, Bundesland Brandenburg, Landkreis Märkisch-Oderland

Neuhardenberg wurde nach dem Staatskanzler Fürst von Hardenberg benannt, der Anfang des 19. Jahrhunderts die Stein-Hardenbergschen Reformen in Preußen einleitete. Er ließ sich vom Baumeister Schinkel Kirche, Ortslage und Schloss gestalten. Das klassizistische Schloss entstand 1820 bis 1822. 1944 war der damalige Besitzer, Graf CH von Hardenberg, an der Vorbereitung des Attentatsversuches gegen Hitler vom 20. Juli 1944 beteiligt. Er wurde verhaftet, enteignet und kam in das KZ Sachsenhausen. Die Bodenreform enteignete ihn erneut und der Ort erhielt am 1. Mai 1949 den Namen Marxwalde.

Durch die Heirat von Wilhelmine von Pannewitz mit dem Feldmarschall Wilhelm Magnus von Brünneck kamen die Rittergüter Wulkow, Trebnitz und Hermersdorf nach ihrem Tod in den Besitz der Familie von Brünneck. 1945 war Dr. Wilhelm von Brünneck der letzte Besitzer vom Gut Wulkow

Im Wald zwischen dem Ortsteil Hermersdorf und Wulkow sowie zwischen Wulkow und Neuhardenberg wurden während des Zweiten Weltkrieges zwei KZ-Außenlager errichtet.

Eines der Lager war das Außenlager Wulkow (Kommando Zossen) mit der Tarnbezeichnung "Dachs", dem Ghetto Theresienstadt Arbeitsmäßig unterstellt.

Heinrich Müller, Chef des Amtes IV im Reichssicherheitshauptamt, beauftragte Eichmann damit, eine zweite Dienststelle der Gestapo zu errichten, sozusagen als Ausweichquartier. Dieses Lager war als Gestapoausweichquartier für Berlin vorgesehen und im Herbst 1944 teilweise bezogen. Die Arbeitsgruppe erstellte im Wald 110 Bauwerke, Wohn-, Arbeits- und Küchenbaracken, Aktenbunker, Feuerlöschteiche und Garagen, eine Abwasserkanalisation, eine Brunnenanlage mit modernsten Pumpen.

Das Lager befand sich beiderseits der Straße Wulkow-Neuhardenberg im Kiefernwald.
Das Lager bestand vom 02. März 1944 bis 03. Februar 1945

Arbeitszeit
im Sommer von 6 – 22 Uhr
im Winter von 7 Uhr bis zur Dunkelheit
Keine freien Tage

Die nächste Bahnstation ist Trebnitz an der Regionalbahn von Berlin-Lichtenberg nach Küstrin-Kietz-Kostrzyn.

Wachmannschaft und Täter
SS-Hauptsturmführer
Ernst Möhs Eichmanns Verbindungsoffizier
* 31.01.1898 in Wildbad
SS Nu 385046 NSDAP Nu 7619289
bis Dezember 1941 IV B 4b danach mit gleichem Aufgabenbebiet IV B 4a

mit der Organisation des Lagers betraut
SS-Obersturmführer Albert Duchstein
SS Nu 84336

Lagerkommandant
Obersturmbannführer
Franz Stuschka (Stuczka)
Er galt als besonders sadistisch. An freien Sonntagen befahl er, Berichten von Häftlingen zufolge, Zählappelle, sinnloses Schleppen von Baumstämmen und Steinen. An einem Oktobersonntag leistete er sich eine besondere Orgie: vor der Wohnbaracke der Frauen war durch heftige Regenfälle eine große Wasserlache entstanden; Stuschka befahl einigen Frauen, sich auf die Erde zu setzen und mit dem Gesäß den entstandenen Schlamm an eine bezeichnete Stelle zu schieben. Die Frauen mußten sich dazu die Kleider hoch heben, so daß sie nur von ihren Schlüpfern bedeckt waren. Die Männer mußten ebenfalls ihre Oberkleidung bis aufs Hemd ausziehen und zusehen. Zwei Frauen mußten in der Pfütze baden, zuerst die Vorderseite des Körpers völlig in die Pfütze hineinlegen, dann die Rückseite. Hierbei trat dann Stuschka auf Ober- bzw. Unterkörper. Nach 5 Stunden war dieser Zählappell beendet. Häftlingen, auf die er es abgesehen hatte, ließ er den Kopf kahl scheren. Er schickte Häftlinge zur Bestrafung in das KZ Sachsenhausen oder auch in die Kleine Festung Theresienstadt, was einem Todesurteil für diese Häftlinge gleichkam.
Im März 1945 war Stuschka noch für ein Arbeitskommando mit 61 Häftlingen in Schnarchenreuth bei Hof zuständig. Das Kommando sollte Baracken im Auftrag des RSHA errichten.
Nach dem Krieg wurde Stuschka auf Antrag des Rates der Jüdischen Kultusgemeinden, der vom tschechoslowakischen Außenministerium unterstützt wurde, in der Sitzung der Vereinten Nationen für Kriegsverbrechen am 16. Oktober 1947 auf die Liste "A" der Kriegesverbrecher unter der Nr. 6633 gesetzt. Schließlich wurde er in Österreich vor Gericht gestellt und nur zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.

Gerichtsverfahren nach 1945
LG Wien Vg Vr 6995/46
STUSCHKA Franz (geb. 1910), Elektrotechniker
Tatort: KZ Theresienstadt (Außenlager Wulkow-Zossen,
Außenlager Schnarchenreuth/Deutschland)
Funktion: SS-Lagerführer
Tatvorwürfe: Misshandlung von Häftlingen, Ermordung eines Häftlings mit einem Pistolenschuss, Beteiligung an der Ermordung von 20 Juden im Außenlager Wulkow-Zossen.
Tatzeit: Februar 1944 bis Februar 1945
Angeklagt gem. § 3/1, 3/2, 3/3, 4 KVG; §§ 58, 134, 135/4
StG; §§ 10, 11 VG
Verurteilt gem. §§ 3/2, 4 KVG; § 11 VG; § 58 StG
Urteil:
17.12.1949: 7 Jahre (Freispruch vom Vorwurf, der Angeklagte habe eine Person durch Pistolenschuss getötet, aufgrund „unglaubwürdiger Aussagen“ jüdischer Zeugen; außerdem sah es das Volksgericht als nicht gesichert an, dass „das Lager Theresienstadt tatsächlich ein KZ gewesen
war“: Wulkow-Zossen bzw. Schnarchenreuth wären jedenfalls keine selbstständigen Lager gewesen, sondern nur Baustellen; Leiter von KZ-Nebenlagern und Außenstellen könnten aber keinesfalls unter die Gesetzesstelle des § 3/3 KVG subsumiert werden; darüber hinaus stand
der Angeklagte seitens seiner Vorgesetzten unter einem erheblichen Druck).
Gegen Franz Stuschka und andere österreichische Angehörige des RSHA wurde in den 1960er Jahren am LG Wien unter 27c Vr 8953/66 ein Verfahren eingeleitet, am 17.12.1969 aber wieder eingestellt.

LG Wien Vg 1 Vr 8881/46

SS-Scharführer Glaser

SS-Scharführer Hanke
Hanke der zeitweilig als Lagerkommandant fungierte, verhielt sich den Zeugenaussagen entsprechend anständig zu den Häftlingen, keine Brutalitäten, keine Quälereien. Dann wurde SS-Obersturmführer Stuschka aus Wien eingesetzt, der die Häftlinge brutal behandelte, prügelte und zur schärferen Bestrafung entweder nach Sachsenhausen oder in die Kleine Festung transportieren ließ, was für viele das Todesurteil bedeutete.

Das Lager selbst wurde von volksdeutschen SS-Leuten bewacht


05.03.1944

Am 05.03.1944 erreicht ein Transport mit 200 Männer das Außenlager Wulkow (Kommando Zossen). Der Transport kommt vom Ghetto Theresienstadt, und hat Theresienstadt am 02.03.1944 verlassen. Das unter der Tarnbezeichnung Dachs geführte Lager unterstand der Gestapo Berlin. Dieses Lager war als Gestapoausweichquartier für Berlin vorgesehen. Das Kommando erstellte im Wald 110 Bauwerke, Wohn-, Arbeits- und Küchenbaracken, Aktenbunker, Feuerlöschteiche und Garagen, eine Abwasserkanalisation, eine Brunnenanlage mit modernsten Pumpen.


30.03.1944

Am 30.03.1944 werden 3 Männer mit einem Transport vom Außenlager Wulkow (Kommando Zossen) ins Ghetto Theresienstadt überstellt (Rückführung). Der Transport erreichte Theresienstadt am 01.04.1944. Das unter der Tarnbezeichnung Dachs geführte Lager Wulkow unterstand der Gestapo Berlin. Dieses Lager war als Gestapoausweichquartier für Berlin vorgesehen. Das Kommando erstellte im Wald 110 Bauwerke, Wohn-, Arbeits- und Küchenbaracken, Aktenbunker, Feuerlöschteiche und Garagen, eine Abwasserkanalisation, eine Brunnenanlage mit modernsten Pumpen.


01.04.1944

Am 01.04.1944 werden 35 Männer mit einem Transport vom Außenlager Wulkow (Kommando Zossen) ins Ghetto Theresienstadt überstellt (Rückführung). Der Transport erreichte Theresienstadt am 02.04.1944. Das unter der Tarnbezeichnung Dachs geführte Lager Wulkow unterstand der Gestapo Berlin. Dieses Lager war als Gestapoausweichquartier für Berlin vorgesehen. Das Kommando erstellte im Wald 110 Bauwerke, Wohn-, Arbeits- und Küchenbaracken, Aktenbunker, Feuerlöschteiche und Garagen, eine Abwasserkanalisation, eine Brunnenanlage mit modernsten Pumpen.


02.04.1944

Am 02.04.1944 erreicht ein Transport mit 38 Männer das Außenlager Wulkow (Kommando Zossen). Der Transport kommt vom Ghetto Theresienstadt, und hat Theresienstadt am 29.03.1944 verlassen. Das unter der Tarnbezeichnung Dachs geführte Lager unterstand der Gestapo Berlin. Dieses Lager war als Gestapoausweichquartier für Berlin vorgesehen. Das Kommando erstellte im Wald 110 Bauwerke, Wohn-, Arbeits- und Küchenbaracken, Aktenbunker, Feuerlöschteiche und Garagen, eine Abwasserkanalisation, eine Brunnenanlage mit modernsten Pumpen.


21.04.1944

Am 21.04.1944 erreicht ein Transport mit 35 Männer das Außenlager Wulkow (Kommando Zossen). Der Transport kommt vom Ghetto Theresienstadt, und hat Theresienstadt am 18.04.1944 verlassen. Das unter der Tarnbezeichnung Dachs geführte Lager unterstand der Gestapo Berlin. Dieses Lager war als Gestapoausweichquartier für Berlin vorgesehen. Das Kommando erstellte im Wald 110 Bauwerke, Wohn-, Arbeits- und Küchenbaracken, Aktenbunker, Feuerlöschteiche und Garagen, eine Abwasserkanalisation, eine Brunnenanlage mit modernsten Pumpen.


27.04.1944

Am 27.04.1944 erreicht ein Transport mit 6 Männer das Außenlager Wulkow (Kommando Zossen). Der Transport kommt vom Ghetto Theresienstadt, und hat Theresienstadt am 25.04.1944 verlassen. Das unter der Tarnbezeichnung Dachs geführte Lager unterstand der Gestapo Berlin. Dieses Lager war als Gestapoausweichquartier für Berlin vorgesehen. Das Kommando erstellte im Wald 110 Bauwerke, Wohn-, Arbeits- und Küchenbaracken, Aktenbunker, Feuerlöschteiche und Garagen, eine Abwasserkanalisation, eine Brunnenanlage mit modernsten Pumpen.


30.06.1944

Am 30.06.1944 erreicht ein Transport mit 20 Frauen das Außenlager Wulkow (Kommando Zossen). Der Transport kommt vom Ghetto Theresienstadt, und hat Theresienstadt am 28.06.1944 verlassen. Das unter der Tarnbezeichnung Dachs geführte Lager unterstand der Gestapo Berlin. Dieses Lager war als Gestapoausweichquartier für Berlin vorgesehen. Das Kommando erstellte im Wald 110 Bauwerke, Wohn-, Arbeits- und Küchenbaracken, Aktenbunker, Feuerlöschteiche und Garagen, eine Abwasserkanalisation, eine Brunnenanlage mit modernsten Pumpen.

Am 30.06.1944 werden 38 Männer und 8 Frauen mit einem Transport vom Außenlager Wulkow (Kommando Zossen) ins
Ghetto Theresienstadt überstellt (Rückführung). Der Transport erreichte Theresienstadt am 02.07.1944. Das unter der Tarnbezeichnung Dachs geführte Lager Wulkow unterstand der Gestapo Berlin. Dieses Lager war als Gestapoausweichquartier für Berlin vorgesehen. Das Kommando erstellte im Wald 110 Bauwerke, Wohn-, Arbeits- und Küchenbaracken, Aktenbunker, Feuerlöschteiche und Garagen, eine Abwasserkanalisation, eine Brunnenanlage mit modernsten Pumpen.


13.07.1944

Am 13.07.1944 wird 1 Mann mit einem Transport vom Außenlager Wulkow (Kommando Zossen) ins Ghetto Theresienstadt überstellt (Rückführung). Der Transport erreichte Theresienstadt am 16.07.1944. Das unter der Tarnbezeichnung Dachs geführte Lager Wulkow unterstand der Gestapo Berlin. Dieses Lager war als Gestapoausweichquartier für Berlin vorgesehen. Das Kommando erstellte im Wald 110 Bauwerke, Wohn-, Arbeits- und Küchenbaracken, Aktenbunker, Feuerlöschteiche und Garagen, eine Abwasserkanalisation, eine Brunnenanlage mit modernsten Pumpen.


14.08.1944

Am 14.08.1944 werden 2 Männer mit einem Transport vom Außenlager Wulkow (Kommando Zossen) ins Ghetto Theresienstadt überstellt (Rückführung). Der Transport erreichte Theresienstadt am 17.08.1944. Das unter der Tarnbezeichnung Dachs geführte Lager Wulkow unterstand der Gestapo Berlin. Dieses Lager war als Gestapoausweichquartier für Berlin vorgesehen. Das Kommando erstellte im Wald 110 Bauwerke, Wohn-, Arbeits- und Küchenbaracken, Aktenbunker, Feuerlöschteiche und Garagen, eine Abwasserkanalisation, eine Brunnenanlage mit modernsten Pumpen.


26.08.1944

Am 26.08.1944 erreicht ein Transport mit 55 Männer und 14 Frauen das Außenlager Wulkow (Kommando Zossen). Der Transport kommt vom Ghetto Theresienstadt, und hat Theresienstadt am 25.08.1944 verlassen. Das unter der Tarnbezeichnung Dachs geführte Lager unterstand der Gestapo Berlin. Dieses Lager war als Gestapoausweichquartier für Berlin vorgesehen. Das Kommando erstellte im Wald 110 Bauwerke, Wohn-, Arbeits- und Küchenbaracken, Aktenbunker, Feuerlöschteiche und Garagen, eine Abwasserkanalisation, eine Brunnenanlage mit modernsten Pumpen.


28.08.1944

Am 28.08.1944 werden 20 Männer und 1 Frau mit einem Transport vom Außenlager Wulkow (Kommando Zossen) ins Ghetto Theresienstadt überstellt (Rückführung). Der Transport erreichte Theresienstadt am 01.09.1944. Das unter der Tarnbezeichnung Dachs geführte Lager Wulkow unterstand der Gestapo Berlin. Dieses Lager war als Gestapoausweichquartier für Berlin vorgesehen. Das Kommando erstellte im Wald 110 Bauwerke, Wohn-, Arbeits- und Küchenbaracken, Aktenbunker, Feuerlöschteiche und Garagen, eine Abwasserkanalisation, eine Brunnenanlage mit modernsten Pumpen.


02.02.1945

Am 02.02.1945 wird das Außenlager Wulkow geräumt. Unter Bewachung von 10 bewaffneten SS Männer unter dem Kommando von Obersturmbannführer Franz Stuschka (Stuczka) werden die sich noch im Lager befindlichen 198 Männer und 17 Frauen zu Fuß zum Bahnhof (Der Bahnhof lag etwa 1 ,5 km westlich von Wulkow an der Strecke von Stargard nach Belgard) getrieben. Hier werden sie in 4 Guterwaggons gesperrt, ein 5 Waggon der angehängt war, soll Material und Proviant sowie Akten enthalten haben. Nach Zeugenaussagen wurde der Transport von 7-8 SS Wachen begleitet. Die anderen sollen im Lager geblieben sein. Durch Luftangriffe und Kriegbedingte Verzögerungen traf der Transport erst in der Nacht vom 10. zum 11. Februar 1945 in Bohušovice „Güterbahnhof“ (Bohušovicer Ausfallstraße) ein. Von hier wurden sie ins Ghetto zur "Hamburger Kaserne" (zentrale Schleuse) getrieben.


17.12.1949

LG Wien Vg Vr 6995/46

STUSCHKA Franz (geb. 1910), Elektrotechniker
* 03.07.1910 Liesing bei Wien

Tatort
KZ Theresienstadt (Außenlager Wulkow-Zossen)
Außenlager Schnarchenreuth (Deutschland)

Funktion
SS-Lagerführer

Tatvorwürfe
Misshandlung von Häftlingen
Ermordung eines Häftlings mit einem Pistolenschuss
Beteiligung an der Ermordung von 20 Juden im Außenlager Wulkow-Zossen

Tatzeit
Februar 1944 bis Februar 1945

Angeklagt
gem. § 3/1, 3/2, 3/3, 4 KVG; §§ 58, 134, 135/4 StG; §§ 10, 11 VG

Verurteilt
gem. §§ 3/2, 4 KVG; § 11 VG; § 58 StG

Urteil
17.12.1949: 7 Jahre (Freispruch vom Vorwurf, der Angeklagte habe eine Person durch Pistolenschuss getötet, aufgrund „unglaubwürdiger Aussagen“ jüdischer Zeugen; außerdem sah es das Volksgericht als nicht gesichert an, dass „das Lager Theresienstadt tatsächlich ein KZ gewesen war“: Wulkow-Zossen bzw. Schnarchenreuth wären jedenfalls keine selbstständigen Lager gewesen, sondern nur Baustellen; Leiter von KZ-Nebenlagern und Außenstellen könnten aber keinesfalls unter die Gesetzesstelle des § 3/3 KVG subsumiert werden; darüber hinaus stand der Angeklagte seitens seiner Vorgesetzten unter einem erheblichen Druck).
Gegen Franz Stuschka und andere österreichische Angehörige des RSHA wurde in den 1960er Jahren am LG Wien unter 27c Vr 8953/66 ein Verfahren eingeleitet, am 17.12.1969 aber wieder eingestellt.

Ein Dokumentarfilmer spürte Stuschka 1985 in Wien auf, wo dieser in ärmlichen Verhältnissen lebte.
Als Stuschka in Wien aufgespürt, er nach dem üblichen Türzuknallen zum Reden gebracht wird, spult er erwartungsgemäß ab: Er, ein Mörder? I wo. Er sei „viel zu gut, zu weich, noch heute"

Nach seinem Tod wurde er am 1. April 1986 am Friedhof der Feuerhalle Simmering beigesetzt.