Aschendorfermoor (Aschendorf)

Strafgefangenenlager des Reichsjustizministeriums

Bezeichnung: Lager II

Gebiet
Niedersachsen, Landkreis Emsland, Stadt Papenburg, Amt Aschendorf

Eröffnung
05.04.1935

Schließung
20.04.1945

Deportationen
Das Lager stellte Gefangene für das Kdo Nord in Norwegen ab August 1942 sowie für das Kdo X in Frankreich im Oktober 1943, Januar 1944 und April 1944, Kurz vor der Beifreiung wurden die gehfähigen Häftlinge, etwa 1.000, nach Börgermoor getrieben.

Häftlinge
Politische Häftlinge; ab Mai 1940 Militärstrafgefangene verschiedener Nationalitäten, u. a. aus Luxemburg. Von 1937 bis 1945 etwa 2.000 Häftlinge, im April 1945 3.000 - 4.000 Häftlinge (durch Evakuierungen aus den Lagern III und VII)

Geschlecht
Männer

Einsatz der Häftlinge bei
Mehrere Firmen in Papenburg

Art der Arbeit
Moorkultivierung, Arbeiten in der Landwirtschaft

Bemerkungen
Das Lager befand sich vom Südrand Aschendorfs in östlicher Richtung und war für etwa 1.000 Häftlinge konzipiert. Ab Juli 1937 wurden alle politischen Häftlinge aus den Emslandlagern in Aschendorfermoor zusammengelegt. Zwischen dem 03. und 18.04.1945 kam es zu einem Massenmord an den Gefangenen; Zeugen berichten von etwa 350 Erschossenen. Am 18.04.1945 kamen 15 Häftlinge durch Artelleriebeschuß um. Standesamtlich registriert wurden insgesamt 291 Tote.

Täter