Aachen Eupenerstraße 249

Judenhaus (Ghetto)


Beschreibung

Deutschland, Bundesland Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Köln, kreisfreie Stadt Aachen

Die Villa wurde von Familie Laaf um 1920 an den jüdischen Tuchfabrikanten Otto Ganz verkauft. 1942 war die Villa unbewohnt. In den 1990er Jahren wurde die Villa in ein Mehrfamilienwohnhaus umgebaut.

Die Villa Flora, ursprünglich Villa de Montrevel genannt, ist ein villenartiges Landhaus im Stil des Historismus in Aachen, das in den 1990er Jahren zu einem Mehrfamilienhaus umgebaut wurde.

Als Judenhaus wurden in der Behördensprache des nationalsozialistischen Deutschen Reichs Wohnhäuser aus (ehemals) jüdischem Eigentum bezeichnet, in die ausschließlich jüdische Mieter und Untermieter zwangsweise eingewiesen wurden. Wer in diesem Zusammenhang als Jude galt, war im § 5 der Ersten Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom 14. November 1935 geregelt; ausgenommen wurden sogenannte privilegierte Mischehen. Neben ideologischen Gründen bestimmten auch handfeste materielle Interessen diese Maßnahme. Die Judenhäuser mussten gemäß einer Anweisung des Reichssicherheitshauptamtes vom März 1942 mit einem schwarzen Judenstern an der Eingangstür gekennzeichnet werden und standen unter Kontrolle der Gestapo. Sie durften von den "Bewohnern nicht verschlossen werden