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Beschreibung

Serbien, Provinz Vojvodina, Okrug Juzna Backa, Opstina Backa Palanka

1931 war die Bevölkerungsverteilung wie folgt:
1.907 Römisch Katholisch
1.093 Serbisch-Orthodoxe
19 Protestanten
11 Andersgläubige

Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden alle wehrfähigen Männer des Ortes von der Jugoslawischen Armee zum Kriegsdienst eingezogen. Nach der Kapitulation der jugoslawischen Armee wechselten die deutschen Männer zur ungarischen Armee, waren aber auch aufgerufen, sich freiwillig in die SS zu melden. Da dieser Aufruf praktisch jedoch erfolglos blieb, wurden alle greifbaren Männer der Jahrgänge 1900 bis 1924 zwangsgemustert. Die jüngsten Jahrgänge wurden nach Prag zur Grundausbildung gebracht und danach an die Ostfront befohlen. Viele der älteren Jahrgänge meldeten sich mehrheitlich zur „Hipo“ (Hilfspolizei), um den Kriegsdienst zu umgehen.

Im März 1945 wurde die nicht geflohene Bevölkerung von Obrovac von den Partisanen aus ihren Heimstätten vertrieben und nach
Gakovo und Krusevlje in die dortigen Straflager gebracht. Nach wenigen Monaten waren die meisten davon dort des Hungertodes gestorben.

Täter und Mitläufer 1933-1945

SS-Schütze
Basler Franz
* 30.06.1908 in Boroc (Obrovac)
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz

SS-Schütze
Groh Michael
* 15.03.1908 in Boroc (Obrovac)
† 19.03.1976 in Bietigheim-Bissingen
vor 1945 Angehöriger des SS-T. Stuba. im KL Auschwitz, NL Jawischowitz u. NL Goleszow (Golleschau)


SS-Schütze
Kles Lorenz
* 16.03.1900 in Boroc (Obrovac)
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz