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Übersicht
Polen, Woiwodschaft Opole, Powiat Głubczyce, Gmina Głubczyce
Das Angerdorf Klisino liegt zwölf Kilometer nördlich von Głubczyce (Leobschütz) und 57 Kilometer südwestlich von Opole (Oppeln)
Glozeno“ wurde 1195 erstmals erwähnt. 1245 ist es in der Schreibweise Clyzino, 1415 als Glesen, 1439 als Glezin, 1447 als Gleczin und 1679 als Giesen belegt.
1845 bestanden im Dorf ein Schloss, eine katholische Pfarrkirche, eine katholische Schule, eine Brennerei, eine Brauerei und 138 Häuser. Die Einwohnerzahl lag damals bei 880, davon 10 evangelisch. Im Weiler Klein-Gläsen befand sich eine Wassermühle und eine Brauerei. 1861 zählte Gläsen 1016 Einwohner sowie 21 Bauern, 22 Gärtner- und 64 Häuslerstellen. Die katholische Schule besuchten 174 Schüler. 1874 wurde der Amtsbezirk Gläsen gebildet, der die Landgemeinden Berndau, Gläsen
1933 zählte der Ort 944 Einwohner, 1939 wiederum 888. Bis 1945 gehörte der Ort zum Landkreis Leobschütz. Am 17. März 1945 nahm die Rote Armee Gläsen ein. Die deutsche Zivilbevölkerung floh kurz zuvor in die Nähe von Budweis. Ein Großteil der dörflichen Bebauung wurde durch Brandschatzung zerstört. Während des Krieges fielen 72 Soldaten aus Gläsen
1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung, wurde in Klisino umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. Im Mai und Juni 1945 kehrte ein Teil der deutschen Bevölkerung zurück nach Gläsen. Einige Häuser waren bereits durch Polen aus Ost-Polen besetzt. Durch russische und polnische Schikanen kamen 1945 22 Dorfbewohner ums Leben. Im Sommer 1946 wurde die deutsche Bevölkerung vertrieben. 1950 wurde Klisino der Woiwodschaft Oppeln zugeteilt. 1999 wurde der Ort Teil des wiedergegründeten Powiat Głubczycki.
https://de.wikipedia.org/wiki/Klisino
Täter und Mitläufer 1933-1945
SS-Oberscharführer
Wittur Julius
* 03.12.1893 in Gläsen (Klisino)
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz