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Deutschland, Bundesland Baden-Württemberg, Regierungsbezirk Karlsruhe, Landkreis Karlsruhe

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Bruchsal 976 anlässlich des Besuchs Königs Otto II. als bruhosella inter paludes = Königshof
Bis 1972 war Bruchsal Sitz des gleichnamigen Landkreises, der durch die Kreisreform zum 1. Januar 1973 im Landkreis Karlsruhe aufging.

In den Novemberpogromen 1938 wurde die große Synagoge zerstört. Seit 1966 erinnert eine Gedenktafel an dieses Geschehen. Am 22. Oktober 1940, im Zuge der Deportation der badischen Juden, wurde auch die jüdische Bevölkerung von Bruchsal nach Gurs deportiert. Viele waren zu diesem Zeitpunkt allerdings schon ausgewandert. In Bruchsal lebten insgesamt noch 90 Juden.
Zwischen dem 22. Juni 1944 und dem 25. Januar 1945 wurden in der Richtstätte in der Seilersbahn 55 Personen mit dem Fallbeil hingerichtet. Weitere neun Menschen wurden am 20. März 1945 in einem Steinbruch bei Bruchsal erschossen.

Am 2. April 1945 rückten Verbände der 1. Französischen Armee kampflos in Bruchsal ein. In den folgenden Tagen kam es zu zahlreichen Vergewaltigungen Bruchsaler Mädchen und Frauen durch die französischen Kolonialtruppen. Zwischen November 1945 und März 1946 wurden in Bruchsal 13 Personen hingerichtet, die wegen ihrer Beteiligung an nationalsozialistischen Kriegsverbrechen von amerikanischen Militärgerichten zum Tode verurteilt worden waren. Hierunter waren an Fliegermorden Beteiligte sowie drei Bedienstete der NS-Tötungsanstalt Hadamar, in der über 600 Zwangsarbeiter ermordet worden waren.

Täter und Mitläufer 1933-1045

SS-Sturmmann
Nagel Franz
* 09.10.1908 in Ruma
† 18.09.1970 in Bruchsal
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz