Kriegsgefangenenlager (Stalag XVIII A)

Gebiet
Österreich, Bundesland Kärnten, Bezirk Wolfsberg

Eröffnung
am 19. Oktober 1939 als Oflag XVIII-B
ab März 1941 als Stalag XVIII A geführt

Verwaltung
Die Verwaltung von Stalag XVIII A im Wehrkreis XVIII befand sich in der Wolfsberger Kaserne im Stadtzentrum

Lager
35 Baracken

Häftlinge
Die ersten britischen und Commonwealth Häftlinge kamen im Juli 1941 aus einem Durchgangslager in Thessaloniki
Die ersten sowjetischen Gefangenen kamen im Oktober 1941
Kriegsgefangene aus:
Australien
Belgien
England
Frankreich
Irland
Italien
Polen
Serbien
der ehemaligen Sowjetunion
Südafrika
Neuseeland
USA
polnische Widerstandskämpfer (ab 1944 nach der Niederschlagung des Warschauer
Aufstandes)

Arbeitskommandos
nach einem Roten Kreuz Bericht gab es 313 Arbeitskommandos
Papierfabrik Frantschach
Draukraftwerke Schwabegg

Der größte Teil war bei Bauern als Knechte und Erntehelfer im Einsatz. Nach 1945 kehrten die Kriegsgefangen in ihre Heimatländer zurück, einige wenige jedoch blieben im Lavanttal, heirateten und bauten sich hier eine neue Existenz auf.

Schließung
Offiziell war die Befreiung des Lagers durch Einheiten der britischen 8. Armee am 11. Mai 1945

1945–1947
Nach Kriegsende übernahm die Britische Besatzung das Gefangenenlager als „Camp 373“. Hier wurden bis zu 7 000 führende Funktionäre der NSDAP der Steiermark und Kärntens interniert. Mutmaßliche Kriegsverbrecher –hochrangige Angehörige von Wehrmacht, SS und Gestapo – wurden verhört und den
Gerichten vieler europäischer Staaten übergeben.

Nach 1948 wurden die Baracken als Sozialwohnung verwendet.

Bemerkungen
Die letzte original Baracke wurde 1998 abgerissen