Abony

Abony


Ghetto

Ungarn, Central Ungarn, Komitat Pest, Subregion Cegled

Abony liegt 16 km von Cegléd und 85 km von Budapest entfernt

gehörte während der deutschen Besetzung zu:
Ungarn, Operationszone IV

Eröffnung
16.04.1944

Liquidierung
13.07.1944

1929 zählte Abony:
48 Krämer
17 Handwerker
3 Ärzte
3 Ingenieure
17 Landwirtschaftliche Betriebe
13 Angestellte

Ab 1938 hatten die Juden von Abony unter dem Leiter des Bezirks, Laszlo Endre, zu leiden, dieser war im gesamten Bezirk als grausamster Feind der ungarischen Juden gefürchtet.

Am 19. März 1944 wurde Abony durch die deutsche Wehrmacht besetzt.

1941 hatte Abony 315 jüdische Einwohner und 16 Konvertiten als Juden die unter die Rassengesetze fielen.

Im April 1944 wurde die Jüdische Gemeinschaft bestehend aus 275 Personen von Izsák Vadász geführt.

Am 16.04.1944 (einige Quellen geben Anfang Mai an) wurde im Ort ein Ghetto errichtet, in dem neben der jüdischen Bevölkerung aus Abony auch die "unerwünschten" Personen aus Jászkarajenő, Tószeg, Tortel, Újszász und Zagyvarekas zusammengepfercht wurden.

Am 13.07.1944 wurden die Menschen nach Kecskemet transportiert, von hier wurden sie in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert.

Nach dem Krieg kehrten nur wenige der noch lebenden aus Auschwitz zurück. Auch ein paar Überlebende aus Zwangsarbeitslagern kehrten zurück, darunter auch einige aus den kleinen Städten in der Nähe Abony. Namentlich sind 249 Personen bekannt, die in Abony geboren bzw. gelebt haben, und dem Nazi Terror zum Opfer fielen.

1946 zählte die jüdische Gemeinde 56 Mitglieder
1959 zählte die jüdische Gemeinde 19 Mitglieder

Ein paar Jahre später hat die Gemeinde aufgehört zu existieren. Die Synagoge ist als historisches Denkmal erhalten.

Endre Laszlo
Ungarischer rechtsradikaler Politiker
*1895 in Abony, Ungarn
1919 Polizeidienst,
1923 Polizeichef von Gödöllö
1937 Stellvertretender Polizeipräfekt des Komitats Pest
Enge Beziehungen zu deutschen Nationalsozialisten, nach Besetzung Ungarns durch deutsche Wehrmacht enge persönliche Kontakte zu Eichmann
1944 Unterstaatssekretär im Innenministerium Ungarns
bis 26.6.1944 unterliegt ihm Durchführung der Judenverfolgung
Flieht mit den deutschen Truppen, wird von amerikanischen Truppen festgenommen und im Oktober 1945 an Ungarn ausgeliefert
Zum Tode verurteilt
hingerichtet am 29.03.1946 in Budapest


Eine andere Quelle gibt an:
Die Verlegung in die Ghettos begann am 22. Mai 1944. Neben den städtischen Juden wurden auch die Juden des Bezirks Abony im Ghetto interniert, insgesamt waren 324 Bewohner betroffen.Um den 20. Juni 1944 herum verlegte man die Juden aus Abony in die Kupferfabrik in Kecskemet, die als Sammelstelle diente. Sie wurden am 25. und 27. Juni 1944 gemeinsam mit vielen anderen Juden nach Auschwitz deportiert.