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Übersicht

Rumänien, Historische Region Banat, Kreis Timis

Recaș wurde erstmals zu Beginn des 14. Jahrhunderts unter dem Namen Rygachteluke urkundlich belegt

Ab 1724 wurden auf Veranlassung des Gouverneurs Claudius Florimund Mercy in größerer Anzahl Deutsche in Recaș angesiedelt; die Mehrheit von ihnen stammte aus Süd- und Westdeutschland. Sie prägten den Ort etwa 200 Jahre lang und stellten bis etwa 1900 die absolute Mehrheit der Dorfbewohner. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wanderten viele von ihnen nach Amerika aus. Im Vertrag von Trianon 1920 wurde Recaș ein Teil Rumäniens. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm durch Flucht und Auswanderung nach Deutschland die Zahl der deutschen Bewohner weiter ab; im Gegenzug wanderten viele Rumänen aus anderen Landesteilen ein.

Infolge des Waffen-SS Abkommens vom 12. Mai 1943 zwischen der Antonescu-Regierung und Hitler-Deutschland wurden alle deutschstämmigen wehrpflichtigen Männer in die deutsche Armee eingezogen. Noch vor Kriegsende, im Januar 1945, fand die Deportation aller volksdeutschen Frauen zwischen 18 und 30 Jahren und Männer im Alter von 16 bis 45 Jahren zur Aufbauarbeit in die Sowjetunion statt.

2004 wurde Recaș zur Stadt ernannt.

Täter und Mitläufer 1933-1945

SS-Schütze
Fuhro Andreas
* 21.09.1924 in Rekasch (Recas)
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz