Größere Karte anzeigen

Übersicht

Serbien, Provinz Vojvodina, Okrug Zapadna Bačka

Der alte serbische Name des Dorfes war Filipovo (Филипово). Die modifizierten Versionen dieses serbischen Begriffes (Filipowa) wurden auch von den Deutschen übernommen. Andere Namen für das Dorf waren Filipovo Selo (serbisch) und Szentfülöp, Szent-Fülöp (ungarisch)

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges 1918 fiel Filipowa gemäß dem Vertrag von Trianon an das neugeschaffene Königreich Jugoslawien. Von nun an wurde der Ort offiziell Filipovo genannt. Filipowa blieb bis 1944 eine rein deutsche und rein katholische Gemeinde. Die wenigen ungarischen und slawischen Staatsbeamten sowie slawische landwirtschaftliche (meist nur vorübergehend im Ort beschäftigte) Bedienstete ergaben den geringen andersnationalen Anteil an der Bewohnerschaft des Ortes.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden am 25. November 1944 zwischen Filipowa und Hodschag 212 deutsche Männer und Jugendliche von Partisanen der Jugoslawischen Volksbefreiungsarmee erschossen. Das Massengrab mit den Opfern wurde 2010 in einem Maisfeld freigelegt. Am 17. Juni 2011 wurde dort in Anwesenheit des deutschen Erzbischofs Robert Zollitsch, dessen sechzehnjähriger Bruder bei dem Massaker getötet wurde, feierlich eine Gedenktafel eingeweiht.

Anfang 1945 wurde die bis dahin nicht geflohene deutsche Bevölkerung vertrieben und größtenteils in Lager in Gakowa und Kruschiwl interniert. Von 1945 bis März 1948 starben 833 Personen aus Filipovo an Hunger oder an Krankheiten.

Täter und Mitläufer 1933-1945

SS-Sturmmann
Eichinger Josef
* 05.01.1912 in Filipowo
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz


SS-Unterscharführer
Geiger Josef
* 15.07.1913 in Filipovo
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz u. NL Rajsko


SS-Rottenführer
Gillich Matthias
* 11.03.1912 in Filipowa (Filipowo)
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz


SS-Sturmmann
Gruber Adam
* 05.09.1909 in Filipowa
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz