SS-Unterscharführer

* 08.09.1908 in Trier
letzter bekannter Wohnort: Bad Neuenahr-Ahrweiler

Kaufmännische Lehre

1932
Eintritt in die SS (Mitglieds Nu. 36 964)

vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft KL
Auschwitz
(ab 31.03.1941 Standortverwaltung, Abt. IV: Verwaltung HGV) Häftlings-Geld-Verwaltung, Unterabteilung Wertsachen

am 20.01.1947 vom Bezirksgericht Krakau zu 12 Jahren Haft verurteilt

am 21.05.1956 aus der Haft entlassen und in die BRD abgeschoben

nach 1945
Verwaltungsangestellter bei der AOK Ahrweiler

1. Frankfurter Auschwitz-Prozess
Strafsache gegen Mulka u.a.
4 Ks 2/63
Landgericht Frankfurt am Main
Vernehmungsprotokoll [322 KB] 2361–2365, 8269–8279
Vermerk Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main 11484

Aussage (AV, Bl. 2361 ff.):
»Auf Grund eines Augenfehlers — ich kann nachts schlecht sehen — kam ich in die Häftlingsgeldverwaltung, die bei der Standortverwaltung untergebracht war.«

Aussage (AV, Bl. 8269 ff.):
»Die Wertsachen stammten in der Hauptsache von den vielen Judentransporten, die etwa ab 1942 aus allen besetzten Gebieten in Auschwitz eintrafen. Manchmal wurde zur Beaufsichtigung des >Kanadakommandos< die gesamte Häftlingsgeldverwaltung eingesetzt, die aus ca. 10-12 SS-Angehörigen bestand. Unsere Aufgabe war lediglich, das Aufladen des Gepäcks zu überwachen, damit die Häftlinge des Kommandos keine Diebstähle ausführen konnten.«

Aussage Häftling Dov Paisikovic:
»Viele Frauen hatten versucht, irgendwelche Wertsachen in der Scheide zu verstecken. Deshalb mußte die Scheide aller getöteten Frauen einmal mit einem Stock überprüft werden.«